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Schauspieler/in

Als Seifenoperfan ist für dich klar: Alles was zählt ist, dass gute Zeiten, schlechte Zeiten den Sturm der Liebe überstehen. Let’s Dance verstehst du als persönliche Aufforderung und schwebst über dein eigenes Parkett? Schon als Kind hast du vor dem Spiegel die Hymnen aus König der Löwen und Tanz der Vampire in deine Haarbürste geschmettert oder deine Eltern als Romeo oder Julia im Schultheater zu Tränen gerührt? Dann ist klar, deine Berufung ist es, auf der Bühne zu stehen. Schauspieler und Schauspielerinnen verkörpern unterschiedliche Rollen auf der Bühne oder beim Filmdreh. Dazu versetzen sie sich in den neuen Charakter, informieren sich über Hintergründe oder Verhaltensweisen, studieren Texte, Mimik und Gestik ein und proben gemeinsam mit anderen Ensemblemitgliedern. Eine Schauspielausbildung ist genau das Richtige für dich, wenn du dein Publikum mit jedem Auftritt aufs Neue verzaubern möchtest.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Schulische Ausbildung

Dauer: 3 bis höchstens 4 Jahre (je nach Bundesland unterschiedlich)

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. Bewerbungen von Auszubildenden mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife haben die besten Chancen, wobei die Berufsfachschulen zusätzlich eigene Zugangsvoraussetzungen haben. Beispielsweise ist es üblich, dass die Kandidaten eine, meist mehrtägige, Aufnahmeprüfung absolvieren oder ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung (zum Beispiel zur Stimmgesundheit) vorlegen müssen.     

Arbeitszeit: Je nachdem, wo du später arbeitest, musst du als Schauspieler mit Arbeitszeiten am Abend und am Wochenende rechnen.

Gehalt:

Die schulische Ausbildung wird nicht vergütet. An manchen Berufsschulen fallen Kosten wie Schuldgeld, Aufnahme- oder Prüfungsgebühren an – je nachdem, ob du dich für eine öffentliche oder eine private Berufsschule entscheidest. Informationen zu Fördermöglichkeiten findest du zum Beispiel hier.

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du bist viel in Bewegung (beim Proben von Tanzeinlagen, bei Theaterszenen) und stärkst deine Koordination (Gestik, Arbeiten mit Requisiten)
  • Mit dem Gesangstraining stärkst und erweiterst du deine Lungenkapazität
  • Das Lernen von Texten und Bewegungsabläufen ist ein perfektes Gedächtnistraining.
  • Die meiste Zeit verbringst du in geschlossenen Räumen, versuche deshalb, in deiner Freizeit genug Luft zu schnappen.
  • Es kann vorkommen, dass du deine Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände stärker belastest, wenn du zum Beispiel unter Zwangshaltungen spielen musst. Am besten steuerst du mit Gymnastik oder Jogging gleich dagegen.
  • Die häufigen Arbeitszeiten am Abend bringen deinen Biorhythmus durcheinander.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung wirst du in den Hauptbereichen Schauspiel, Stimme, Theorie und Körper beziehungsweise Bewegung geschult. Zu Beginn stehen beispielsweise die Rollenarbeit im Ensemble, Stimmerziehung, Theatergeschichte, klassisches Ballett und Bühnenfechten auf dem Stundenplan. Du lernst, deine Körpersprache für Film und Fernsehen einzusetzen, hast Gesangsunterricht und übst, wie du vor der Kamera wirkst. Rollen-, Szenen- und Drehbucharbeit und -analyse gehören ebenso zu den Ausbildungsinhalten wie Akrobatik, Jonglage oder Improvisation. Auch erfährst du alles zu Literaturgeschichte, Dramaturgie, Kostümkunde, Maske und Bühnenbild oder der Beleuchtung. Im letzten Jahr erhältst du ebenfalls ein Casting-Training und erlernst die Marketinggrundlagen für Schauspieler sowie das Wichtigste zu Wirtschaft und Vertragsrecht.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Schauspieler/in (PDF)

Das trägst du im Job

Deine Aufgabe: Beobachte deine Mimik und Gestik

Veranstalte Spieleabende, an denen du mit deinen Freunden oder deiner Familie pantomimisch verschiedene Filmszenen oder -titel oder Personen darstellst. Übe vorher für dich allein vorm Spiegel oder nimm es auf Video auf. Würdest du selbst erkennen, wen du spielst? Warum ist es besonders schwierig, etwas ohne Worte auszudrücken? Überlege dir, welche Dinge du mehr in den Vordergrund stellen müsstest, damit sie leichter zu erraten sind. Beobachte deine Körperhaltung, Mimik und Gestik. Was müsstest du verändern? Versuche, dich geistig vor der Darstellung kurz im Film oder als die zu spielende Person zu sehen.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.