Schuhmacher/in

Du bist handwerklich geschickt, kreativ und suchst einen Beruf, der Hand und Fuß hat? Wie wäre es mit einer Ausbildung zum Schuhmacher beziehungsweise zur Schuhmacherin? Wenn du selbst ein Fan guter Schuhe bist, umso besser: Dann könntest du in Zukunft sogar eigenhändig gefertigte Maßanschuhe tragen. Als Schuhmacher/in repräsentierst du ein sehr traditionsreiches Handwerk. Natürlich beherrschst du neben der Herstellung von Schuhen auch andere wichtige Fertigkeiten, zum Beispiel das Reparieren oder Umarbeiten. Du findest eine Beschäftigung in Betrieben des Schuhmacherhandwerks, in Schuh-Schnellreparaturdiensten und in Werkstätten von Orthopädie- und Sanitätsfachgeschäften.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Es ist keine bestimmte Schulbildung gesetzlich vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe Auszubildende mit Hauptschulabschluss, mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulabschluss ein.

Arbeitszeit: Das hängt vom Arbeitsbereich ab. Wenn du in einer Werkstatt mit Verkaufsraum tätig bist, ist Samstagsarbeit möglich.

Gehalt:

  • 1. Jahr: 435 Euro
  • 2. Jahr: 510 Euro
  • 3. Jahr: 605 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du trainierst deine Feinmotorik.
  • Die Tätigkeit ist körperlich nicht anstrengend.
  • Du hast mit Klebstoffen, Farben und Lösungsmitteln zu tun. Die Dämpfe und Gerüche können Haut und Atemwege reizen.
  • Du arbeitest in geschlossenen Räumen. Sorge also in deiner Freizeit für ausreichend Bewegung an der frischen Luft.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du Schritt für Schritt, wie aus unterschiedlichen Materialien ein Maßschuh wird. Ob Halbschuh, Stiefel, Ballerina oder Pumps - du wählst die Materialien aus, schneidest sie zu, bearbeitest sie und setzt sie manuell und maschinell zusammen. Dabei wendest du unterschiedliche Techniken an: Kleben, Nageln und Nähen.  Du wirst auch zum Experten für das Reparieren, Färben und Reinigen von Schuhen sowie die Herstellung von Fußbettungen und fußgerechten Zurichtungen an Konfektionsschuhen. Die Beratung von Kunden gehört ebenfalls zum Beruf.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Schuhmacher/in (PDF)

  • Die Ausbildung soll modernisiert werden und künftig manche Themen stärker berücksichtigen oder neu in die Ausbildungsverordnung aufnehmen (z. B. Modellgestaltung, Qualitätssicherung, Kundenorientierung).
  • Geplant ist auch, in Zukunft in den beiden Fachrichtungen „Maßschuhe“ und „Schaftbau“ auszubilden.
  • Ein angehender Schuhmachermeister oder Fachmann für Schuhtechnik.
  • Jemand, der mit einer eigenen Schuhmacherwerkstatt den Schritt in die Selbständigkeit plant.

Dos

  • Pünktlich auf der Matte stehen.
  • Dich vorab über das Schuhhandwerk informieren und Fragen stellen.
  • Von deinem handwerklichen Geschick berichten.

Don‘ts

  • Ausgetretene oder schmutzige Schuhe tragen.
  • Dich auf leisen Sohlen in den Raum schleichen.
  • Sagen, dass deine Mutter dir immer die Schuhe putzt.

Es gibt keine vorgeschriebene Arbeitskleidung. Bei manchen Arbeiten trägst du einen Arbeitskittel.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Frag einen Fachmann! 

Bestimmt gibt es an deinem Wohnort einen Schuhmacher. Geh doch einfach mal vorbei und frage ihn, ob er dir etwas über seinen Arbeitsalltag erzählen möchte. Welche Tätigkeiten gehören zum Beruf, welche Wünsche haben die Kunden? Natürlich macht es einen Unterschied, ob du dir einen Schnellreparatur-Service ansiehst oder einen klassischen Schuhmacherladen, der zum Beispiel auf orthopädische Schuhe spezialisiert ist. Ist es laut im Laden und gibt es einen typischen Geruch? Lass die Eindrücke auf dich wirken und ziehe anschließend ein persönliches Fazit.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.