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Steinmetz/in und Steinbildhauer/in

Du hast immer Stift und Papier dabei, um kleine Skizzen anzufertigen, arbeitest gern mit den Händen und spürst, du bist der Michelangelo der Zukunft? Stein ist für dich kein kalter, harter Gegenstand, sondern das perfekte Material, das nur darauf wartet, zum Leben erweckt zu werden? Dann ist eine Ausbildung zum/zur Steinmetz/in und zum/zur Steinbildhauer/in genau das Richtige für dich. In der Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten berätst du Kunden zu Gestaltungsmöglichkeiten mit dem Material Stein, beispielsweise bei Gartenskulpturen oder einer geschmackvollen Steintreppe. Du bearbeitest Natur- und Kunststein mit Fräsmaschinen oder nutzt Hammer und Meißel für die Feinarbeiten per Hand. In der Fachrichtung Steinmetzarbeiten liegt der Fokus mehr auf Gebrauchsgegenständen wie Tisch- oder Bodenplatten, Fassadenverkleidungen oder Grabanlagen. Wenn dir jemand Steine in den Weg legt, erschaffst du einfach etwas Neues daraus.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. In der Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten haben Bewerber mit Hochschulreife oder mittlerem Bildungsabschluss gute Chancen, in der Fachrichtung Steinmetzarbeiten sind auch Bewerber mit Hauptschulabschluss gern gesehen.

Arbeitszeit: Du arbeitest in der Regel werktags.

Gehalt (Stand: 01.08.2018):

  • 1. Jahr: 530 Euro
  • 2. Jahr: 620 Euro
  • 3. Jahr: 720 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Je nach Fachrichtung und Einsatzort kannst du oft im Freien arbeiten – das stärkt dein Immunsystem.
  • Das kreative Arbeiten trainiert deine grauen Zellen.
  • Du hast viel Abwechslung, vom Zeichnen über Beratung bis zum Handwerk – Langeweile hat keine Chance.
  • Bei der Arbeit entsteht Feinstaub – trage deine Atemschutzmaske.
  • Du musst häufig schwer heben – achte dabei auf deinen Rücken und halte dich in deiner Freizeit körperlich fit.
  • Hier herrscht erhöhte Verletzungsgefahr, zum Beispiel durch herabfallende Steinstücke – mit verstärkten Arbeitsschuhen und Helm schützt du dich.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du, welche verschiedenen Gesteinsmaterialien und Hilfsstoffe es gibt und was es bei deren Bearbeitung zu beachten gibt. Der Umgang mit Kundenwünschen, die Beratung zum angebotenen Leistungsangebot und zur Eignung der Werkstoffe gehören genauso zu den Inhalten wie das Vorbereiten der einzelnen Arbeitsschritte, die Zeit- und Materialplanung sowie die Absprachen im Team. Du lernst, wie durch Umformen, Bohren und Feilen die Stoffe bearbeitet werden können, wie du Maschinen einstellst und was beim Umgang mit natürlichen und künstlichen Blöcken und Platten zu beachten ist. Je nachdem, ob du dich für die Fachrichtung Steinbildhauerei oder Steinmetz entscheidest, erfährst du, wie Reliefs und Skulpturen gefertigt beziehungsweise wie Profile und Schriften verarbeitet oder Grabanlagen gestaltet und versetzt werden. Auch steht das Reinigen, Instandhalten und Dokumentieren der ausgeführten Vorgänge auf dem Lehrplan.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Steinmetz/in und Steinbildhauer/in, Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten (PDF) , Fachrichtung Steinmetzarbeiten (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Probiere dich an Speckstein aus

In Bastelläden oder in Baumärkten kannst du dir günstig Speckstein kaufen – ein leicht zu bearbeitender Stein für zu Hause. Borge dir von deinen Eltern oder Freunden geeignetes Werkzeug zum Bearbeiten des Specksteins. Überlege dir, was du gern herstellen möchtest, fertige eine Skizze an und versuche, diese auf dein Werkstück zu übertragen.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.