Uhrmacher/in

Tick-Tack, Klick-Klack: Wenn dich Uhren faszinieren, könnte Uhrmacher oder Uhrmacherin dein Traumberuf sein. Vor allem handwerkliches Geschick und technisches Verständnis sind gefragt, dazu ein hohes Maß an Konzentrationsfähigkeit, Geduld und Ausdauer. Du prüfst, reparierst und wartest mechanische und elektronische Klein- und Großuhren aller Art. Mit Fingerspitzengefühl zerlegst du sie in ihre Einzelteile und setzt sie fachgerecht wieder zusammen. Natürlich lernst du auch, Uhren und andere Zeitmessgeräte selbst herzustellen. Uhrmacher arbeiten in erster Linie in Werkstätten. Wenn du gerne mit Menschen zu tun hast, kannst du auch bei einem Juwelier arbeiten und Kunden kompetent beraten.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Der Gesetzgeber schreibt keine bestimmte Schulbildung vor. Handwerksbetriebe stellen Auszubildende mit Hauptschulabschluss, mittlerem Bildungsabschluss und Hochschulreife ein. In der Industrie werden ein mittlerer Bildungsabschluss oder die Hochschulreife gerne gesehen.

Arbeitszeit: Werktags, wenn du in einer Werkstatt oder im Einzelhandel arbeitest. Durch die geregelten Arbeitszeiten kannst du deine Freizeitaktivitäten dann gut planen. In manchen Industriebetrieben ist Schichtarbeit üblich.

Gehalt:

  • 1. Jahr: 975 Euro
  • 2. Jahr: 1.036 Euro
  • 3. Jahr: 1.127 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Die Arbeit ist weder hektisch noch körperlich anstrengend.
  • Brillenträger können den Beruf problemlos ausüben.
  • Du bist auf deine Hände und Sinnesorgane angewiesen. Bei Verletzungen oder Krankheiten kannst du deinen Beruf eventuell nicht mehr richtig ausüben.
  • Du solltest keine Allergien, z. B. gegen Metalle oder Reinigungsmittel, haben.
  • Du arbeitest in geschlossenen Räumen und meistens im Sitzen. Durch Sport in deiner Freizeit tankst du frische Luft und bleibst in Bewegung.

Ausbildungsinhalte

Manche Uhren sind richtig wertvoll und da bekommt das Sprichwort „Zeit ist Geld“ gleich eine ganz andere Bedeutung. In der Ausbildung dreht sich alles darum, wie man Uhren herstellt, wartet, repariert und reinigt – also ihren Wert erhält. Du lernst verschiedene Mess- und Prüfverfahren sowie Werkzeuge und Maschinen kennen. Dazu wirst du in handwerklichen Tätigkeiten wie Feilen, Bohren und Drehen geschult. Diese Fähigkeiten bilden die Grundlage für das Anfertigen, Montieren und Justieren von Uhren. Dabei sind Ruhe, Sorgfalt und Liebe zum Detail gefragt. Keine Sorge: Es ist kein Meister vom Himmel gefallen. Wie man Präzision und Feingefühl entwickelt, lernst du im Laufe deiner Ausbildung.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Uhrmacher/in (PDF)

  • Jedes Jahr werden in Deutschland etwa fünf Milliarden Euro mit Uhren und Schmuck verdient.
  • Der Trend geht seit Jahren zu hochwertigen mechanischen Uhren. Diese müssen regelmäßig gewartet oder repariert werden.
  • In den letzten Jahrzehnten wurden immer weniger Uhrmacher ausgebildet. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist deshalb enorm.
  • Eine in der Uhrenindustrie dringend gesuchte Fachkraft.
  • Ein Uhrmacher auf dem Weg zur Meisterprüfung und mit Plänen für ein Studium der Feinwerktechnik.
  • Der für den Nobelpreis nominierte Erfinder der „Zeitmaschine 4.0“.

Dos

  • Von deinen Hobbys berichten, bei denen du deine feinmotorischen Fähigkeiten einsetzt, Modellbau oder Zeichnen zum Beispiel.
  • Gepflegte Hände und saubere Fingernägel haben.
  • Eine Uhr tragen und wissen, was dir daran gefällt.

Don‘ts

  • Dich als einen ungeduldigen Menschen darstellen.
  • Erklären, dass du dich nicht für Technik interessierst.
  • Zu spät kommen, weil du die Zeit vergessen hast.

Ein gepflegtes Äußeres ist wichtig. Ganz besonders dann, wenn du Kundenkontakt hast, etwa in einem Geschäft. In der Werkstatt trägst du in der Regel einen Arbeitskittel und Arbeitshandschuhe. Auch eine Lupe wirst du oft brauchen.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Werde zum Uhrendoktor! 

Frag im Familien- oder Bekanntenkreis nach einer mechanischen Uhr, die nicht mehr gebraucht wird. Ein Wecker geht natürlich auch. Nimm dir Zeit, die Uhr auseinander- und wieder zusammenzubauen. Welche Werkzeuge brauchst du dazu? Wie kannst du improvisieren, falls dir ein Werkzeug fehlt? Wenn du die Uhr auseinander nimmst, sieh dir alles genau an. Hast du vielleicht sogar eine Lupe, mit der du alles noch genauer betrachten kannst? Fertige für jeden Arbeitsschritt eine Skizze an. So weißt du, wie du am Ende alles wieder richtig zusammensetzen kannst.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.