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Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Wenn du große Produktionsmaschinen siehst, kribbelt es dir schon in den Händen und du willst gleich selbst loslegen? Dir ist es wichtig, mit deiner Arbeit ein Produkt herzustellen, das du am Ende des Tages in den Händen halten kannst? Dann ist eine Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik genau das Richtige für dich. Du kannst dich zwischen sieben verschiedenen Fachrichtungen entscheiden: Bauteile, Compound- und Masterbatchherstellung (Verbundstoffe und Farbgranulate), Faserverbundtechnologie, Formteile, Halbzeuge, Kunststofffenster und Mehrschichtkautschukteile. In allen Bereichen planst, fertigst, mischst, überwachst und kontrollierst du den Produktionsvorgang. Folge deiner Neugier und wähle einen Job mit Zukunft.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. Bewerbungen von Auszubildenden mit mittlerem Bildungsabschluss haben in allen sieben Fachrichtungen die besten Chancen.  

Arbeitszeit: Du arbeitest im Schichtdienst.

Gehalt (Stand: 01.08.2018)*:

  • 1. Jahr: 683–928 Euro
  • 2. Jahr: 725–960 Euro
  • 3. Jahr: 767–1.032 Euro

* je nach Bundesland unterschiedlich

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du bist viel in Bewegung und nutzt häufig deine Muskelkraft – das erspart dir das Fitnessstudio.
  • In der Regel hast du ein festes Kollegium – das stärkt dein soziales Netzwerk und sorgt für die Wohlfühlatmosphäre.
  • Du wirst mitunter schwere Materialsäcke heben müssen – achte hierbei immer darauf, aus der Hocke mit aufrechtem Rücken zu heben und die Last nahe am Körper zu halten.
  • In Produktionshallen ist es häufig sehr laut – achte nicht nur auf einen Gehörschutz, sondern auch auf „stille Zeiten“ in deiner Freizeit.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du, welche Mischverfahren es gibt, wie du die Mengenverhältnisse einzelner Komponenten errechnest und beim Anrühren auf die korrekte Ausführung achtest. Welche Messgeräte es gibt, wie du sie handhabst und wie du Messwerte wie beispielsweise Temperatur, Zeit, Druck und Masse im Auge behältst und dokumentierst, gehört zum Grundwissen. Je nach Fachrichtung wirst du in spezifischen Fächern unterrichtet. Du lernst zum Beispiel, wie du Rohrleitungsbauteile nach technischen Zeichnungen anfertigst, wie du Aushärteverfahren den Faserverbundbauteilen zuordnest oder wie du physikalische und chemische Prüfungen von polymeren Werkstoffen (Kunststoffen) vornimmst, um die Zähflüssigkeit, Farbe oder Dichte festzustellen.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Verfahrenstechniker/in Kunststoff/Kautschuk (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Probiere es einfach aus

Für diesen Job empfiehlt es sich, in den Ferien ein Praktikum zu absolvieren. So kannst du dir ein umfassendes Bild vom Beruf machen. Bestenfalls suchst du dir mehrere Betriebe mit verschiedenen Fachrichtungen heraus. Einige Firmen bieten auch Infotage für Schüler an – informiere dich, wann und wo du in deiner Gegend einen Schnuppertag einlegen kannst und sprich direkt mit den Arbeitern vor Ort.  

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.