Weintechnologe/-technologin

„In vino veritas“, wussten schon die alten Römer.  Wörtlich übersetzt heißt das: Im Wein liegt die Wahrheit. Vielleicht liegt ja auch deine Zukunft im Wein? Wenn du einen Beruf zwischen Tradition und Innovation suchst, dann entscheidest du dich mit einer Ausbildung zum Weintechnologen oder zur Weintechnologin goldrichtig. In diesem Beruf stellst du Wein, Traubensaft und weinhaltige Getränke her. Du begleitest die Trauben auf ihrem gesamten Weg von der Maische bis in die Flasche. Mithilfe unterschiedlicher Maschinen zerkleinerst und mahlst du die Trauben und sorgst dafür, dass der Most ausgepresst, vorgeklärt und vergoren wird. Du überwachst den Gärprozess, prüfst den fertigen Wein auf seine Qualität und sorgst dafür, dass er wohlbehalten beim Kunden ankommt.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3 Jahre 

Schulabschluss: Es ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis werden vor allem Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss eingestellt.

Arbeitszeit: Du bist flexibel? Prima, denn manchmal ist auch Wochenendarbeit angesagt, z. B. im Herbst.

Gehalt Land- und Forstwirtschaft/Weinbau:

  • 1. Jahr: 520–630 Euro
  • 2. Jahr: 570–675 Euro
  • 3. Jahr: 615–730 Euro

Gehalt im öffentlichen Dienst:

  • 1. Jahr: 902 Euro
  • 2. Jahr: 956 Euro
  • 3. Jahr: 1.006 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du bewegst dich viel. So bleibst du fit – dein Körper freut sich!
  • In Weinkellern, Abfüllhallen und Lagerräumen arbeitest du bei Hitze, Kälte und auch mal bei Zugluft. Das trainiert deine Abwehrkräfte.
  • Um die Qualität des Weins richtig beurteilen zu können, brauchst du einen intakten Geschmacks- und Geruchssinn und gute Augen. Lass dich ärztlich beraten, wenn du unsicher bist.
  • Die Arbeit ist zumindest teilweise körperlich anstrengend.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung wirst du mit Prozessen vertraut gemacht, die die meisten Menschen erst einmal im Lexikon nachschlagen müssen. Dazu gehört, wie man Trauben entrappt und einmaischt und für die Herstellung von Rosé, Rotwein und Weißwein behandelt. Du lernst, Jungwein und Wein sensorisch zu prüfen, bei Bedarf den Säuregehalt anzupassen und fachgerecht zu lagern. Weitere wichtige Themen sind die Sterilfiltration und keimfreie Abfüllung sowie die Durchführung und Dokumentation von Hygienemaßnahmen. Ein weiterer Teil deiner Ausbildung ist die Überwachung und Steuerung von Gärprozessen sowie der Umgang mit Abfüllanlagen. Auch Themen wie Verkostung, Versand und Verkauf stehen auf dem Stundenplan.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Weintechnologe/-technologin (PDF)

  • Jeder Deutsche trinkt im Durchschnitt über 20 Liter Wein im Jahr. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Weinkonsum im Vatikan ist sogar mehr als doppelt so hoch.
  • Riesling, Müller-Thurgau und Silvaner sind die wichtigsten weißen deutschen Rebsorten. Spätburgunder, Dornfelder und Portugieser sind die wichtigsten roten deutschen Rebsorten.
  • Weinreben wurden schon vor 5000 Jahren angebaut.
  • Jemand, der nach erfolgreich bestandener Prüfung die Korken knallen lässt.
  • Angehende/r Weinküfermeister/in oder sogar ein zukünftiger Bachelor im Studienfach Weinbau/Önologie.
  • Der Schrecken aller Weinbergschnecken.

Dos

  • Gute Noten in Biologie/Chemie, Mathematik und Werken/Technik vorlegen.
  • Dich vor dem Gespräch über Weinbau informieren und gezielte Fragen stellen.
  • Darstellen können, warum Weintechnologe oder Weintechnologin dein Traumberuf ist.

Don‘ts

  • Zugeben, dass du eigentlich gar keine Lust auf Arbeit hast.
  • Dich für ein absolutes Alkoholverbot stark machen.
  • Sagen, dass du selbst gerne viel Alkohol trinkst.

In diesem Beruf arbeitest du auch an lauten Maschinen, z. B. Abfüllanlagen, und musst vorgeschriebene Hygienestandards einhalten. Daher trägst du Arbeitskleidung und manchmal auch Gummistiefel und Handschuhe oder Gehörschutz.

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Trainiere deinen Geschmacks- und Geruchssinn!

In der Weinkunde gibt es das sogenannte Aromarad. Es beschreibt über hundert verschiedene Aromen, die wir riechen und schmecken können. Lies am besten einmal im Internet unter dem Stichwort „Aromarad“ nach, welche Aromen es gibt. Du wirst staunen, wie viele Nuancen es gibt. Achte im Alltag auf verschiedene Gerüche und Geschmackserlebnisse. Kannst du sie dem Aromarad zuordnen? Gar nicht so einfach, oder?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.