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Zahntechniker/in

Wenn bei Kindern die Milchzähne ausfallen, kommt bekanntlich die Zahnfee und bringt ein kleines Geschenk. Bei Erwachsenen lässt sie sich dummerweise nicht mehr blicken, wenn ein Zahn beschädigt ist oder gar verloren geht. Wie gut, dass es die Zahntechnikerinnen und Zahntechniker gibt! Sie stellen in Handarbeit festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnersatz her – von Zahnkronen, Brücken und Implantaten bis hin zu Teil- oder Vollprothesen. Auch kieferorthopädische Geräte wie Zahnspangen entstehen unter ihren fachkundigen Händen. Bist du feinmotorisch geschickt, arbeitest sorgfältig und hast ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen? Liebst du gestaltende Tätigkeiten? Volltreffer: Dann ist die Zahntechniker-Ausbildung die goldene Brücke zu deinem Traumjob!

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3,5 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. Bewerbungen von Auszubildenden mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife haben die besten Chancen.   

Arbeitszeit: Du arbeitest werktags.

Gehalt:

Die monatliche Ausbildungsvergütung ist je nach Bundesland unterschiedlich, zum Beispiel:

  • 1. Jahr: 320–560 Euro
  • 2. Jahr: 450–635 Euro
  • 3. Jahr: 520–715 Euro
  • 4. Jahr: 530–895 Euro

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Du trainierst deine Feinmotorik und perfektionierst sie immer weiter.
  • Du musst dich körperlich nicht besonders anstrengen.
  • Die Tätigkeit ist eher bewegungsarm.
  • Bei manchen Arbeitsschritten kommst du mit Dämpfen von Chemikalien oder Schleifstaub in Kontakt. Mit der vorgeschriebenen Schutzkleidung und -ausrüstung kann jedoch nichts passieren.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du, festsitzenden und herausnehmbaren Zahnersatz wie Kronen, Brücken und Prothesen herzustellen. Dazu lernst du zunächst die Grundlagen kennen, z. B. die Arbeitsgeräte und Werkzeuge, Werk- und Hilfsstoffe sowie die Herstellungsverfahren. Später wirst du anhand von Abformungen Modelle aus Hartgips selbst anfertigen. Diese Modelle werden benötigt, um anschließend den Zahnersatz zunächst aus Wachs vorzubereiten und später mithilfe modernster Verfahren fertigzustellen. Neben der praktischen Umsetzung geht es in der Ausbildung auch um die Planung und Bewertung von Zahnersatz in seiner ganzen Bandbreite. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Zahnrekonstruktion. Auch lernst du, wie man therapeutische und kieferorthopädische Geräte plant und anfertigt.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Zahntechniker/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Trainiere deine Feinmotorik!

Besorge dir etwas Knete (nein, kein Geld – richtige Knete!) und etwas, das ungefähr die Größe und Form von Zähnen hat, zum Beispiel getrocknete Maiskörner. Du kannst auch Kandisstückchen, kleine Steine oder andere getrocknete Hülsenfrüchte verwenden – deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Versuche, mit der Knete die halbrunde Form des Kiefers zu modellieren und anschließend die „Zähne“ dort einzusetzen. Würde es dir gefallen, so etwas auf Profi-Niveau zu können? Worauf müsstest du achten, wenn es sich hier um richtigen Zahnersatz handeln würde? Welche vorbereitenden Tätigkeiten, welche Werkzeuge und Fähigkeiten sind erforderlich, um einen rundum perfekten Zahnersatz herzustellen?

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.