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Zweiradmechatroniker/in

Du hast schon als Kind mit deiner selbst gebauten Seifenkiste jedes Rennen gewonnen? Du fährst lieber mit dem Fahrrad als dem Schulbus und dein Traum ist eine Motorradtour auf der legendären Route 66 in den USA? Dann solltest du definitiv eine Ausbildung zum/zur Zweiradmechatroniker/in machen. Egal, ob du dich für den Schwerpunkt Fahrrad oder Motorrad entscheidest – tüfteln, schrauben und einstellen sind bei beiden deine Hauptaufgaben. Neben Zusammenbau, Reparatur, Umbau und Instandhaltung kümmerst du dich auch um deine Kunden: mit einer fachgerechten Beratung zum passenden Modell und dem abschließenden Verkauf. Bereit? Dann tritt in die Pedale und mach dein Hobby zum Beruf.

Eckdaten zur Ausbildung

Art der Ausbildung: Dual

Dauer: 3,5 Jahre

Schulabschluss: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgegeben. Bewerbungen von Auszubildenden mit Hauptschul- und mittlerem Bildungsabschluss werden gern gesehen.  

Arbeitszeit: Du arbeitest in der Regel werktags.

Gehalt (Stand: 01.08.2018)*

Fachrichtung Motorradtechnik

  • 1. Jahr: 645–805 Euro (Handel), 645–796 Euro (Handwerk), 976–1.053 Euro (Industrie)
  • 2. Jahr: 710–905 Euro (Handel), 670–856 Euro (Handwerk), 1.029–1.102 Euro (Industrie)
  • 3. Jahr: 830–1.045 Euro (Handel), 690–956 Euro (Handwerk), 1.102–1.199 Euro (Industrie)
  • 4. Jahr: 990–1.085 Euro (Handel), 730–1.013 Euro (Handwerk), 1.141–1.264 Euro (Industrie)

Fachrichtung Fahrradtechnik

  • 1. Jahr: 645–805 Euro (Handel), 976–1.053 Euro (Industrie)
  • 2. Jahr: 710–905 Euro (Handel), 1.029–1.102 Euro (Industrie)
  • 3. Jahr: 830–1.045 Euro (Handel), 1.102–1.199 Euro (Industrie)
  • 4. Jahr: 990–1.085 Euro (Handel), 1.141–1.264 Euro (Industrie)

* je nach Bundesland unterschiedlich

Gesundheits-Check: Pro

Gesundheits-Check: Kontra

  • Die Abwechslung zwischen Verkauf, Büro und Werkstatt sorgt für einen Ausgleich von körperlich anstrengender Tätigkeit und Bildschirmarbeit.
  • Die Arbeit, zum Beispiel beim Einstellen einer Schaltung, hält dich geistig fit, du musst nicht nur technisches Verständnis, sondern auch ganz viel intuitives Feingefühl anwenden.
  • Du musst in der Werkstatt häufiger in Zwangshaltungen arbeiten – achte auf einen angemessenen Bewegungsausgleich.
  • Du arbeitest mit verschiedenen Chemikalien und Lösungsmitteln – nutze hier die entsprechende Schutzkleidung (Atemschutz und Handschuhe).

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernst du, wie Fahrzeuge zusammengesetzt sind, welche Einzelteile welche Aufgabe haben, wie du sie reparierst und wieder montierst. Dazu gehört es, verschiedene Betriebseinrichtungen und Systeme zu bedienen, die passenden Messgeräte auszusuchen, Mängel zu entdecken, zu untersuchen und zu beheben. Während der Ausbildung entscheidest du dich für den Schwerpunkt Fahrrad- oder Motorradtechnik. Hier kommen dann spezifische Ausbildungsinhalte hinzu. Zum Beispiel lernst du, wie du elektronische oder mechanische Bremssysteme, Schaltanlagen und Fahrwerkkomponenten justierst oder Speichenräder zentrierst. Der Umgang mit Motoren, Vergasern und Einspritzsystemen wird bald kein Problem mehr sein. Ebenso stehen die Kommunikation mit Kunden und das Einhalten von rechtlichen Vorgaben und Richtlinien auf dem Lehrplan.

Für alle, die es genau wissen möchten: detaillierte Ausbildungsinhalte Zweiradmechatroniker/in (PDF)

Bist du fit für den Job?

Deine Aufgabe: Frühjahrs-Check

Nach einem langen Winter, wenn die Fahrräder endlich wieder aus dem Keller geholt werden können, sollte immer ein Frühjahrs-Check gemacht werden. Überlege dir, welche einzelnen Schritte dabei nötig sind, mach dir Notizen und führe deine Ideen aus. Schau auf YouTube nach Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Lass die Fahrtauglichkeit aber vor der ersten Probetour von einem Profi überprüfen. Selbsthilfewerkstätten stehen dir immer mit freundlicher Unterstützung zur Seite. Erstelle nun eine Anleitung, die du deinen Freunden an die Hand geben kannst.

Quelle: Alle Informationen in den Berufsbeschreibungen basieren auf Informationen der Bundesagentur für Arbeit und anderen Quellen. Die Höhe des tatsächlichen Verdienstes kann – abhängig von Region und Arbeitgeber – von den genannten Angaben abweichen.