Ausbildung im Ausland

Andere Sprachen und Kulturen interessieren dich und du würdest gerne einen Teil deiner Ausbildung im Ausland verbringen? Dann pack deinen Koffer! Denn eine Ausbildung im europäischen Ausland oder weltweit bringt dir unheimlich viel – persönlich und auch für deine berufliche Zukunft.

Internationale Beziehungen aufbauen

Viele Unternehmen in Deutschland haben enge Geschäftsbeziehungen ins Ausland. Daher suchen sie Mitarbeiter, die mit internationalen Partnern kommunizieren können und fit für den globalen Markt sind. Während deiner Zeit in einem fremden Land lernst du nicht nur, dich in einer anderen Sprache zu verständigen, sondern dich auf neue Bräuche, Gewohnheiten und Arbeitsweisen einzulassen. Deine Persönlichkeit und dein Selbstbewusstsein werden durch diese Herausforderung gestärkt. Auslandserfahrung kommt deshalb bei deinen Chefs mit Sicherheit gut an.

Interne Auslandsangebote

Je nachdem, wie international dein Ausbildungsbetrieb aufgestellt ist, kannst du firmeneigene Angebote für einen Auslandsaufenthalt nutzen. Frag am besten bei deinem Ausbilder danach. Bei einigen Unternehmen ist ein Austausch ohnehin fest eingeplant. Das ist ein großer Vorteil.

Organisation ist gefragt

Kümmerst du dich selbst um eine Stelle im Ausland, dann ist eine gute Organisation wichtig. Zunächst benötigst du das Einverständnis deines Ausbilders, der Berufsschule und natürlich ein überzeugendes Bewerbungsschreiben sowie gute Fremdsprachenkenntnisse, meist englisch. Erste Anlaufstelle sind die Mobilitätsberater bei der Handwerkskammer und der IHK. Sie beantworten dir folgende Fragen:

  • Wird deine Auslandslehre anerkannt?
  • Wie findest du ein Unternehmen im Ausland?
  • Wie finanzierst du den Aufenthalt?
  • Was musst du genau organisieren?

In Baden-Württemberg ersetzt das Projekt „Go for Europe“ die Mobilitätsberater. In den Servicestellen helfen dir die Ansprechpartner bei deinen Fragen weiter.

Finanzielle Hilfe für die Ausbildung im Ausland

Gerade die Finanzierung ist ein ganz entscheidender Faktor, wenn es um eine Ausbildung im Ausland geht. In der Regel erhältst du deine Ausbildungsvergütung durch deinen Betrieb in Deutschland weiter. Aber die Kosten vor Ort können auch schnell in die Höhe steigen. Zwar kannst du weltweit eine Stelle annehmen, Förderprogramme gibt es aber nur für eine Ausbildung in Europa. Dazu gehören Erasmus und der Europäische Sozialfonds für Deutschland. Die Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte bietet Austauschprogramme für verschiedene Ausbildungsberufe an. Hier muss dein Betrieb den Antrag stellen. Sprich am besten direkt mit deinem Ausbildungsleiter darüber.

Unabhängig vom Förderprogramm solltest du dich rechtzeitig informieren und auch deine Bewerbungen schreiben. Denn mit einem Jahr Vorlauf und Vorbereitung musst du meist rechnen.

Wichtige Fakten

Die wichtigsten Rahmenbedingungen rund um einen Auslandsaufenthalt:

  • Du darfst 25 Prozent deiner Lehrzeit im Ausland absolvieren.
  • Du musst eine Freistellung bei der Berufsschule beantragen.
  • Versäumten Schulstoff musst du nach deiner Rückkehr nachholen.
  • Was du im ausländischen Betrieb lernst, wird zuvor mit deinem Ausbilder, dem Auslandsunternehmen und dir vereinbart. Alles wird dann im Ausbildungsvertrag festgehalten.

Hast du eine Stelle erhalten, dann wünschen wir dir eine ganz tolle und erfolgreiche Zeit. Von deinen Auslandserfahrungen wirst du in jedem Fall profitieren.