Bewerbungsgespräch

Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch ist ein Grund zur Freude. Denn das bedeutet, dass das Unternehmen deinen Lebenslauf interessant findet und dich persönlich kennenlernen möchte. Jetzt gilt es, dich im Gespräch selbstbewusst und freundlich zu präsentieren. Nicht immer einfach, schließlich bist du sicherlich auch ganz schön aufgeregt. Knifflige oder sogar unangenehme Themen bringen dich dann zusätzlich ins Schwitzen. Die IKK classic zeigt dir, wie du dich richtig vorbereitest, um auch bei schwierigen Fragen Ruhe zu bewahren.

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Ein schneller Blick auf die Seite des Unternehmens und du bist informiert? Das reicht leider nicht aus. Denn dein Gesprächspartner wird merken, wie gut du dich vorab mit dem Thema beschäftigt hast. Wie lange gibt es das Unternehmen schon? Was zeichnet es aus oder wie viele Mitarbeiter sind dort angestellt? All diese Infos kannst du ganz leicht googeln und es lohnt sich. Denn so punktest du im Gespräch und das gibt dir eine extra Portion Sicherheit – auch für die schwierigen Fragen.

Ablauf kennen – mit Überraschungen rechnen

Ein Vorstellungsgespräch verläuft meist nach einem bestimmten Muster: Der Interviewer beginnt mit einer kurzen Einführung zum Unternehmen und Arbeitsbereich. Später geht es um deinen Werdegang, deine Fähigkeiten und Erwartungen an die Firma und den Beruf. Am Ende bekommst du die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Der Ablauf unterscheidet sich von Firma zu Firma. Doch das Gerüst bleibt gleich. Deshalb ist das A und O, das zu üben, was du üben kannst. Wenn du zum Beispiel deinen Lebenslauf flüssig erzählst, ist es auch nicht schlimm, wenn du dich bei einer schwierigen Frage mal verhaspelst.  

Kleine Fehler? Kein Problem

Schlechte Note in Mathe oder in der Schule einmal sitzengeblieben? Nicht unbedingt ein Thema, mit dem man hausieren geht. Und doch musst du damit rechnen, dass dein potenzieller Chef dich genau darauf anspricht. Jetzt heißt es: Cool bleiben! Kleine Makel gehören zum Leben. Wichtig ist, was du daraus machst. Überleg dir im Vorfeld, wie du aus dem Negativen etwas Positives machen kannst. Also: Wenn eine super Mathe-Note für den Job nicht gerade eine Voraussetzung ist, betone deine gute Note in einem anderen Fach und erkläre, warum das für dich und den Job wichtig ist. Einmal sitzengeblieben? Kann passieren. Erzähle deshalb, wie dich das geprägt hat und was du aus dieser Erfahrung für die Zukunft mitgenommen hast.

Stärken und Schwächen – die Klassiker

Jeder Bewerber kennt die Frage, nicht jeder weiß, was er sagen soll: „Was sind Ihre Stärken und Schwächen?“ Bei Stärken eigentlich kein Problem. Doch bei Schwächen? Schließlich will niemand seinen potenziellen Chef gleich mit seinen Fehlern abschrecken. Überlege deshalb gut, welche Schwäche in dem Berufsfeld zu verschmerzen ist und nenne gleich im Anschluss ein Beispiel, wie du das Problem angehst. Denn sowohl positive als auch negative Beispiele solltest du mit Bezug zum Alltag erklären. Ein Beispiel für eine Schwäche: Ich bin manchmal zu zurückhaltend im Unterricht und traue mich nicht, gegen andere anzureden. In der letzten Zeit habe ich mich aber ein paar Mal freiwillig für ein Referat gemeldet, um das zu überwinden.

Mögliche Fragen im Bewerbungsgespräch

  • Warum haben Sie sich gerade für diese Ausbildung entschieden?
  • Wissen Sie, was Sie in der Ausbildung erwartet?
  • Warum sollten wir Sie einstellen?
  • Welche Schulfächer fallen Ihnen leicht und welche schwerer?
  • Wie verstehen Sie sich mit Ihren Lehrern?
  • Was haben Sie in Ihrem Praktikum gelernt?
  • Wie gehen Sie mit Fehlern um?

Endspurt: Nur nicht nachlassen

Am Ende des Vorstellungsgesprächs bekommst du die Gelegenheit, ein paar Fragen zu stellen. Gar nicht so leicht! Deshalb solltest du dich bereits bei deiner Recherche darauf vorbereiten.

Beispiele:

  • Was willst du vom Ablauf der Ausbildung wissen?
  • Wie läuft der Schulunterricht im Betrieb ab?
  • Wie sind die Übernahmechancen?

Wichtig: Authentisch und freundlich bleiben. Kommst du sympathisch rüber, verzeiht man dir auch mal ein Fettnäpfchen.

Und immer daran denken: Auch wenn es mit dem Gespräch mal nicht so super laufen sollte, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Denn jedes Vorstellungsgespräch ist auch eine wertvolle Erfahrung für die Zukunft.