Schön locker bleiben

Unsere 656 Muskeln leisten täglich eine ganze Menge. Kein Wunder, dass sie bei falscher, einseitiger oder übermäßiger Belastung verspannen und schmerzen. Mit diesen einfachen Übungen, die du ganz nebenbei machen kannst, beugst du vor.

Von Kopf bis Fuß – viele Menschen in Deutschland leiden an Verspannungen. Besonders häufig betroffen sind Hals und Schultern, da wir beruflich und privat immer mehr Zeit vor PC-Bildschirmen und Displays verbringen. Besonders Smartphones und Tablets verlangen unserer Halsmuskulatur viel ab, weil wir den Kopf bei der Benutzung dieser Geräte in einem ungesunden Winkel nach unten beugen. „Handy-Nacken“ nennen Fachleute das neue Volksleiden, analog zum „Handy-Daumen“, der durch ständiges Tippen auf dem Display strapaziert wird.

Die gute Nachricht: Du kannst jederzeit etwas gegen diese Verspannungen tun und dabei sogar eine Menge Spaß haben.

Tipp 1: Lach doch mal!

Lachen ist gesund: Lachforscher (ja, so etwas gibt es tatsächlich) haben herausgefunden, dass eine Minute Lachen so wirkungsvoll ist wie eine Dreiviertelstunde Entspannungstraining. Beim Lachen werden etwa 135 Muskeln bewegt, von den Gesichts- über die Halsmuskulatur bis hin zum Zwerchfell und dem geraden Brustmuskel. Natürlich kannst du im Job nicht ständig draufloslachen, aber Lächeln bringt auch schon viel!

Tipp 2: Reck und streck dich.

Schon morgens beim Aufwachen kannst du dich im Bett in alle Richtungen ausstrecken – dann wissen auch deine Muskeln, dass es Zeit zum Aufstehen ist. Gut für geplagte Lendenmuskeln: Auf dem Rücken liegend immer abwechselnd die Beine nach vorne schieben. Die Siegerpose vor dem Badspiegel (hüftbreit stehen und die Arme weit nach oben ausstrecken) macht ebenfalls locker und Lust auf einen erfolgreichen Tag. Tagsüber kannst du deine Muskeln dehnen, zum Beispiel indem du den Kopf vorsichtig zur Seite und nach vorne neigst. Super für die Nackenmuskeln ist die „Keine Ahnung“-Übung: Schultern hochziehen und fallen lassen. Bei überstrapazierten Handgelenken hilft die „Give-me-5“-Übung: Arm ausstrecken und alle fünf Finger zeigen. Schieb auch ruhig mal deine Ellenbogen nach hinten, so dehnst du deine Brustmuskulatur.

Tipp 3: Zwischendurch zappeln.

Wenn du im Job viel sitzen oder lange in einer bestimmten Körperhaltung arbeiten musst, freuen sich deine Muskeln, wenn du sie ein bisschen zappeln lässt. Schüttle dazu zwischendurch immer mal wieder die Arme und Beine kräftig aus. Du kannst auch einige Male hüpfen, das tut deinen Bandscheiben gut. Wenn das alles im Job nicht unauffällig machbar ist, kannst du auch einfach zwischendurch immer mal wieder aufstehen. Jede Art von Bewegung tut gut! Deine Hüft- und Gesäßmuskulatur kannst du auch im Sitzen unauffällig lockern: Aufrecht hinsetzen, Beine hüftbreit aufstellen und dann die Hüfte abwechselnd nach vorne schieben.

Tipp 4: Trommelwirbel!

Gute Laune ist hier inklusive: Durch leichtes Klopfen kannst du deine geplagten Muskeln sehr wirkungsvoll lockern. Da so auch der Kreislauf in Schwung kommt, wirst du zusätzlich gleich viel wacher. Du kannst dir auf die Schultern klopfen, die Arme und Beine rauf und runter, auf den Brustkorb oder auch im Sitzen auf die Oberschenkel. Probier’s einfach aus – das macht wirklich Spaß.