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Keine Angst vor Fehlern

Fehler sind keine Karrierekiller – ganz im Gegenteil: Fehler gehören zum Leben dazu. Wenn du aus deinen Fehlern lernst, schaffst du beste Voraussetzungen für deinen beruflichen Erfolg.

Würden Menschen keine Fehler machen, wäre Amerika vielleicht noch nicht entdeckt worden. Christoph Kolumbus segelte damals irrtümlich Richtung Westen, weil er dort einen schnellen Weg nach Indien vermutete. Er landete versehentlich in Amerika – eine Entdeckung, die die Welt veränderte. Auch viele weitere Entdeckungen kamen nur zustande, weil jemand einen Fehler machte, der sich als Glücksfall erwies.

Eine der spektakulärsten Zufallsentdeckungen war der Arzneistoff Penicillin, mit dem bakterielle Infektionen heute erfolgreich behandelt werden. Der schottische Mediziner Alexander Fleming ließ 1928 vor seinem Sommerurlaub das Fenster seines Labors offen, in dem Versuchsplatten mit Eitererregern offen herumstanden. Als er zurückkehrte, hatten sich Pilzsporen auf den Proben niedergelassen und die Bakterien abgetötet. Für seinen "Fehler" erhielt er später den Nobelpreis.

Warum wir Fehler nicht mögen

Dennoch gilt es hierzulande nicht als erstrebenswert, Fehler zu machen. Viele Menschen haben Angst, sich auf diese Weise zu blamieren oder einen Schaden anzurichten, für den sie Ärger bekommen könnten. Deshalb halten sie sich zurück, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Nach dem Motto: Wer nichts macht, macht auch nichts falsch. Andererseits: Wer nichts tut, entwickelt sich nicht weiter – und landet beruflich vielleicht in der Sackgasse.

Hinfallen, aufstehen, weitermachen!

Erfahrung ist das Ergebnis von Fehlern, die wir irgendwann mal gemacht und aus denen wir etwas gelernt haben. Kinder lernen zum Beispiel laufen, indem sie hinfallen (und sich dabei auch mal blaue Flecken holen), wieder aufstehen und weitermachen. Und sie lernen sprechen, indem sie am Anfang lustiges Kauderwelsch von sich geben und so lange üben, bis Aussprache und Grammatik sitzen.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Kein Ausbildungsbetrieb erwartet von seinen Azubis, dass sie schon alles können. Fehler sind verzeihlich, wenn sie nicht absichtlich begangen werden und man etwas daraus lernt. Natürlich lässt sich das Fehler-Risiko schon im Vorfeld senken:

  • Hör gut zu und schau genau hin, was dir die "alten Hasen" im Betrieb vormachen.
  • Schreibe dir die Dinge auf, die du dir nicht merken kannst und stelle Fragen, wenn du etwas nicht verstehst.
  • Bitte zwischendurch um Feedback zu deiner Arbeit. So kannst du rechtzeitig gegensteuern und Fehler vermeiden.

Du wirst sehen, man wird dein Engagement zu schätzen wissen – und dir garantiert nicht den Kopf abreißen, wenn mal was schiefgeht.

Wie gehe ich mit Fehlern um?

Fehler passieren. Nicht umsonst treffen sich erfolgreiche Menschen auf der ganzen Welt zu sogenannten "FuckUp-Nights", wo sie von gescheiterten Projekten berichten und was sie daraus gelernt haben. Geh selbst auch offen und ehrlich mit Fehlern um. Sprich mit deinem Vorgesetzten. Erkläre, was passiert ist, wie es dazu kommen konnte und was du künftig anders machen wirst.