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Lernen leicht gemacht

Als Berufsstarter lernst du viel Neues – in der Berufsschule und auch in deinem Ausbildungsbetrieb. Hier erfährst du, wie du in Prüfungen punktest und auch im Job schneller sattelfest wirst.

Hast du schon mit der Ausbildung begonnen? Dann hast du ja inzwischen hautnah erlebt, dass das Berufsleben in vieler Hinsicht ganz anders ist als Schule. Neue Menschen, ungewohnte Aufgaben und Abläufe, dazu die Berufsschule – das ist einerseits spannend und andererseits eine ziemliche Herausforderung. Doch keine Sorge: Du schaffst das!

Solo oder im Team?

Der Lernerfolg hängt zuallererst von deiner Persönlichkeit ab. Verfügst du über viel Selbstdisziplin und möchtest beim Lernen ungestört sein, um dich optimal konzentrieren zu können? Dann brauchst du vor allem eines – deine Ruhe. Aber vielleicht motiviert dich ja eher die Diskussion mit anderen? Dann bilde doch einfach ein Lern-Team mit netten Leuten. Sich beim Lernen wohlzufühlen, ist das A und O. Denn dann macht Lernen mehr Spaß und führt auch zu besseren Ergebnissen.

Welcher Lerntyp bist du?

Manche Menschen können sich Informationen besonders gut merken, wenn sie sie hören. Andere lesen lieber oder brauchen ein Bild oder Video dazu, damit das Wissen hängen bleibt. Und dann gibt es noch diejenigen, die beim Lernen gerne in Bewegung sind und die Sachen im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“ möchten.

Das Ohr lernt mit

Wenn du durch Hören am besten lernst, kannst du den Lernstoff laut vorlesen (es muss ja keiner mitbekommen). Oder du besorgst dir Audio-Dateien zum jeweiligen Thema. Falls das nicht möglich ist, nimmst du sie eben selbst auf und hörst sie dir immer wieder an. Auch Musik lässt „auditive“ Menschen leichter lernen. Oder du sprichst die Lernhinhalte mit jemandem aus dem Freundes- oder Familienkreis durch – das ist ebenfalls eine gute Sache.

Sieh mal an!

Kannst du dir den Lernstoff durch Lesen am besten merken? Dann gilt: Lesen ist Silber, Schreiben ist Gold! Markiere dir wichtige Inhalte im Text und schreibe sie auf, zum Beispiel auf Karteikarten. Außerdem hilft es, wenn du dir im Unterricht oder während der Arbeit möglichst viele Notizen und Skizzen machst.

Wenn du beim Lernen zusätzlich visuelle Anker brauchst, kannst du nach Fotos, Grafiken oder sonstigen bildlichen Darstellungen zum Thema suchen. Im Internet findest du außerdem Videos und Tutorials zu vielen Lernthemen.

Bist du ein Macher?

Motorische Lerntypen sind gerne in Bewegung. Du auch? Dann geh beim Lernen hin und her, spiele mit Stiften, jongliere zwischendurch mit Radiergummis – oder was dir sonst noch Spaß macht. Vielleicht gelingt es dir sogar, beim Sport zu lernen, indem du mit Kopfhörern auf den Stepper gehst oder auf dem Crosstrainer ein Tutorial anschaust. Du musst Vokabeln lernen? Such dir einen kompetenten Gesprächspartner und rede drauflos – so wird auch Wirtschaftsenglisch lebendig.

Übung macht den Meister

Selbst dann, wenn du kein motorischer Lerntyp bist: Die praktischen Fähigkeiten, die dir im Ausbildungsbetrieb vermittelt werden, verinnerlichst du natürlich am besten durch Nachmachen. Autofahren und Einparken lernst du auch nicht auf dem Beifahrersitz, sondern indem du dich selbst ans Steuer setzt.

Wer nicht fragt...

Ob in der Berufsschule oder im Betrieb: Sei nicht schüchtern und frag nach, wenn du etwas nicht weißt oder nicht richtig verstanden hast. Damit zeigst du keine Schwäche, sondern Interesse an der Aufgabe.

Es muss auch nicht unbedingt um Fachfragen gehen. Darf ich als Azubi den Chef duzen? Was soll ich dem Kunden am Telefon sagen, wenn ich in der Sache nicht Bescheid weiß? Wenn ich zwei Arbeitsaufträge gleichzeitig bekomme, welcher ist wichtiger? Frag nach, dann weißt du‘s! Du brauchst keine Angst davor zu haben, etwas falsch zu machen. Fehler gehören zum Lernen dazu und ergeben in der Summe das, was man Berufserfahrung nennt.