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Lücken im Lebenslauf

Es passiert schneller, als man denkt: Die Schulzeit ist vorbei und man hat noch keinen Plan, wie es weitergehen soll. Oder man bricht die Ausbildung oder das Studium ab, weil es doch die falsche Wahl war. Nicht immer finden sich auf Anhieb die passenden Alternativen – und plötzlich ist die Lücke im Lebenslauf da. Wie geht man damit bei der nächsten Bewerbung um?

Keine Panik – wenn dein Lebenslauf nicht perfekt ist, geht die Welt nicht unter. Natürlich sollten die Lücken nicht zu groß werden. Wer nach dem Schulabschluss erst einmal ein paar gemütliche Jahre im Hotel Mama oder mit Partymachen verbringt, wird das einem Personaler nur schwer erklären können. Einige Monate der Untätigkeit lassen sich dagegen im Normalfall gut begründen. Hier einige Tipps, wie du mit Lücken oder Brüchen im Lebenslauf souverän umgehst.

Tipp 1: Positiv denken

Du hattest Anlaufschwierigkeiten beim Berufseinstieg oder hast mitten in der Ausbildung die Notbremse gezogen? Du hast deinen Job verloren und damit auch irgendwie dein Selbstbewusstsein? Was es auch war: Wichtig ist, wie du damit umgegangen bist. Immerhin nimmst du jetzt einen neuen Anlauf und das zeigt, dass du die Hürde aus eigener Kraft überwunden und dich weiterentwickelt hast. Je positiver deine Einstellung zu dir selbst ist, desto überzeugender wird auch deine Ausstrahlung.

Tipp 2: Keine Tricks

Es ist keine Lösung, im Lebenslauf auf die Monatsangaben zu verzichten. Personaler kennen diesen Trick und werden die Lücken umso intensiver hinterfragen. Lügen darf man schon gar nicht, etwa indem man Sprachkurse oder Praktika erfindet, die man nicht gemacht hat. Das kann sogar arbeitsrechtliche Konsequenzen haben, falls du dir so einen Ausbildungsplatz oder einen Job erschwindelst und das später herauskommt.

Tipp 3: Einfach erklären

Meistens sind Lücken im Lebenslauf gar keine Lücken, weil du dich ja in dieser Zeit wahrscheinlich schon mit irgendetwas beschäftigt hast. Hast du einige Monate im Ausland verbracht? Gejobbt, um Geld zu verdienen? Dich um Angehörige gekümmert? Oder hast du Bewerbungen geschrieben und immer wieder Absagen erhalten? Das kann man im Lebenslauf und auch im Bewerbungsgespräch kurz darstellen. Krankheiten musst du übrigens nicht näher erklären. Da reicht die Info „Krankheitsbedingte Auszeit“ – alles andere ist Privatsache.

Tipp 4: Kein schlechtes Gewissen

Sogenannte Patchwork-Lebensläufe sind heutzutage gar nicht so selten. Steh einfach dazu. Bleibe im Bewerbungsgespräch auf jeden Fall sachlich. Du brauchst dich nicht für deinen Lebenslauf zu entschuldigen. Bringe stattdessen auf den Punkt, welche positiven Erkenntnisse und Erfahrungen du aus dieser Zeit mitgenommen hast. Das kann zum Beispiel die Erkenntnis sein, dass du eine schwierige Situation durch Eigeninitiative oder Disziplin gemeistert hast oder dass du Mut zu einer beruflichen Veränderung hattest.

Tipp 5: Lücken sinnvoll überbrücken

Bist du derzeit noch auf der Suche nach einer neuen Perspektive? Dann solltest du die Zeit nutzen, während du dich beruflich orientierst: Du kannst zum Beispiel Sprach- oder PC-Kurse belegen, um dich weiterzubilden, ein Praktikum machen oder dich ehrenamtlich engagieren. All das schließt die Lücken im Lebenslauf und bringt dir bei deiner nächsten Bewerbung Pluspunkte.