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Sommer, Sonne, Sonnenbrand

Der Sommer ist für viele die schönste Zeit des Jahres: Ob im Garten oder Freibad, im Urlaub oder in manchen Berufen auch während der Arbeit – endlich wieder Sonne tanken! Schade nur, wenn uns dann ein Sonnenbrand einen Strich durch die Rechnung macht. Doch soweit muss es nicht kommen.

Sonnenbrand gehört zu den Schattenseiten des Sommers. Dabei entzündet sich die Haut durch zu viel UV-Strahlung. Die Folge: Sie wird rot, juckt oder brennt und im schlimmsten Fall bilden sich sogar Bläschen. Nach einigen Tagen klingen die Symptome ab und die oberste Hautschicht schält sich ab. Besonders gefährdet sind Menschen mit heller Haut.

Souvenirs, die man nicht haben muss

Viele nehmen den Sonnenbrand in Kauf, sozusagen als notwendige Vorstufe der ersehnten Sonnenbräune. Doch Achtung: Ein Sonnenbrand kann Langzeitfolgen haben – je öfter unsere Haut leidet, desto höher die Risiken. Zu viel Sonne lässt die Haut schneller altern, was sich durch Falten oder Flecken bemerkbar macht. Außerdem können Sonnenbrände Hautkrebs fördern.

Das bestätigen auch Hautärzte. Jeder siebte Bundesbürger entwickelt im Laufe seines Lebens Hautkrebs, warnte der Bundesverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) im Mai 2018. Mit steigendem Lebensalter nimmt das Risiko zu, an Hautkrebs zu erkranken. Dermatologen beobachten jedoch auch bei Frauen unter 35 Jahren eine Zunahme der Hautkrebsfälle. Zudem haben Menschen, die häufig draußen arbeiten wie Bauarbeiter, Dachdecker, Landwirte und Postboten, ein erhöhtes Hautkrebsrisiko.

So schützt du dich

Damit du die Sonne unbeschwert genießen kannst, solltest du dich zunächst über deinen Hauttyp informieren. Je heller deine Haut und deine Augen sind, desto vorsichtiger musst du sein. Grundsätzlich gilt: Haut, die bisher wenig Sonne abbekommen hat, muss langsam daran gewöhnt werden. Welcher Hauttyp du bist, kannst du z. B. hier herausfinden: Test "Welcher Hauttyp bist du?". Wie du dich schützen kannst, verraten dir die folgenden Empfehlungen des Bundesamtes für Strahlenschutz:

1. Eincremen

Das A und O für jeden Aufenthalt in der Sonne: Alle unbedeckten Hautstellen müssen eincremt werden. Für Jugendliche und Erwachsene wird ein Lichtschutzfaktor von mindestens 20, für Kinder ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30 empfohlen. Wenn deine Haut sehr hell und empfindlich ist (z. B. Hauttyp 1) oder du in einem Land mit sehr starker Sonneneinstrahlung Urlaub machst, ist sogar ein Lichtschutzfaktor von über 50 empfehlenswert. Wichtig: Die Sonnencreme muss UV-A- und UV-B-Filter haben. Außerdem immer eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt in der Sonne auftragen und anschließend regelmäßig nachcremen. Allerdings lässt sich die für deinen Hauttyp empfohlene Gesamtzeit so nicht verlängern. Das Nachcremen sorgt nur dafür, dass du innerhalb dieser Zeit geschützt bleibst.

2. Starke Sonne meiden

Um die Mittagszeit ist die Sonnenstrahlung am höchsten und damit auch das Risiko für einen Sonnenbrand.

3. Vorsicht im Wasser

Im Wasser ist das Sonnenbrandrisiko besonders hoch, denn es reflektiert die UV-Strahlung und verstärkt damit ihre Wirkung. Achte auf wasserfeste Sonnencreme und creme dich nach dem Bad erneut ein, um die Schutzwirkung zu erhalten.

4. Haut bedecken

Am wirkungsvollsten schützt du dich, wenn du deine Haut bei einem längeren Aufenthalt an der Sonne bedeckst. Im Wasser kannst du je nachdem auch ein T-Shirt überziehen. Kopfhaut, Nacken, Ohren, Nase und Fußrücken sind besonders empfindlich.

5. Augen schützen

Eine Sonnenbrille verhindert Augenschäden. Achte beim Kauf auf die Herstellerangaben, die Brille sollte mit 100 % UV-Schutz bzw. UV 400 gekennzeichnet sein.

6. Vorsicht bei Medikamenten, Parfums etc.

Nimmst du Medikamente ein? Dann lies unbedingt den Beipackzettel oder frage den Arzt oder Apotheker nach möglichen Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Sonnenlicht. Auch auf Parfum, Deo oder andere Kosmetika solltest du vor dem Sonnenbad wegen möglicher Pigmentstörungen verzichten.

7. Solarien bieten keinen vorbeugenden Schutz

Vorbräunen im Solarium bringt nichts. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung verbessert sich der Eigenschutz der Haut nicht durch die künstliche Bräune. Im Gegenteil: Die zusätzliche UV-Belastung schadet der Haut nur.

Mehr über UV-Strahlung und UV-Schutz findest du hier.