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Bedenke, was du tattoost!

Für manche Menschen sind sie ein Zeichen für gegenseitige Zuneigung und Verbundenheit, für andere ein Symbol für wichtige Ereignisse im Leben. Für die nächsten wiederum einfach nur ein Kunstwerk auf ihrem Körper: Tattoos. Die Zeiten, in denen Tätowierungen bestimmte Einkommensschichten oder Subkulturen kennzeichneten, sind lange vorbei. Heute trägt schätzungsweise jeder vierte bis fünfte Erwachsene in Deutschland den bleibenden Körperschmuck. Falls auch du dich dafür interessierst, erfährst du hier, was du vor dem Gang ins Studio bedenken solltest.

Am beliebtesten sind bei Frauen Bilder am Fuß oder Knöchel, gefolgt von Schultern und Rücken. Männer bevorzugen Tattoos auf den Oberarmen, ebenfalls an zweiter Stelle stehen Schultern und Rücken. Neben den 24 Prozent der Erwachsenen, die laut statista.de bereits ein oder mehrere Tattoos haben, denken weitere 21 Prozent über eine Tätowierung nach (Stand: Juni 2017).

Tattoos haben Tradition

Tattoos sind trendy – genau genommen seit einigen Tausend Jahren. Bereits "Ötzi", der "Mann aus dem Eis", der 1991 nach etwa 5.300 Jahren in den Ötztaler Alpen gefunden wurde, war tätowiert: Über 60 Kohlebilder hatten seinen Körper fürs Leben gezeichnet. Heute gelangt beim Stechen der Tattoos allerdings deutlich mehr Chemie in den Körper.

Mögliche Risiken kennen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt seit Langem vor den gesundheitlichen Folgen. Denn Tätowiermittel werden ebenso wie Permanent-Make-up-Farben unter die Haut eingebracht. Dabei werden organische Pigmente, Eisenoxide und auch Ruße verwendet. Das alles kann zu Entzündungen, Narbenbildung oder allergischen Reaktionen führen.

Tattoo-Entfernung selbst bezahlen

Es gibt einige Gründe, warum man ein Tattoo wieder loswerden will. Zum Beispiel, weil es eine Liebeserklärung an eine Person war, von der man sich getrennt hat. Oder weil man es irgendwann einfach nicht mehr sehen mag. Die Frisur oder den Kleidungsstil kann man leicht ändern. Im Falle von Tattoos ist die Sache nicht ganz so einfach. Bei der Entfernung mit Hilfe von Laserstrahlen kann es zu allergischen Reaktionen und Narbenbildung kommen. Zudem ist der Erfolg nicht garantiert. Ebenfalls wichtig zu wissen: Die Kosten für eine Tattooentfernung muss man selbst tragen, da sie in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Tattoos entfernen lassen

Bei der Entfernung können Farbpigmente und andere Inhaltsstoffe im Körper zurückbleiben. Um das Risiko von Folgeschäden so gering wie möglich zu halten, sollte man sich an einen erfahrenen Dermatologen wenden. Dieser verfügt unter anderem über medizinische Lasersysteme zum professionellen Entfernen von Tattoos.