Schließen

Gutes Timing ist alles

Die Ausbildungszeit kann ziemlich stressig sein. Lange Arbeitstage, für die Berufsschule lernen, dazu die täglichen Dinge im Haushalt erledigen – viel Freizeit bleibt da nicht mehr übrig. Zum Glück gibt es Strategien, mit denen du deinen Alltag besser organisieren kannst. Hier findest du nützliche Tipps für dein persönliches Zeitmanagement.

Tipp 1: Überblick verschaffen

In stressigen Zeiten verliert man leicht den Überblick über die zu erledigenden Aufgaben. Doch Chaos führt nur zu noch mehr Stress. Also machst du dir am besten erst einmal in Ruhe klar, was überhaupt zu tun ist. Notiere, für welche Dinge du zwingend Zeit einplanen musst. Dazu gehören deine Arbeits- und Unterrichtszeiten sowie Fahrtzeiten zur Arbeit oder Berufsschule, feststehende Termine und Aufgaben im Haushalt. Schreibe auch die Dinge auf, die dir privat wichtig sind, zum Beispiel Verabredungen, Sport und Zeiten, in denen du auch mal nichts tun möchtest.

Tipp 2: Zeitfenster sichtbar machen

Als Schüler hattest du einen Stundenplan. In der Ausbildung ist ein Wochenplaner eine wichtige Grundlage für dein Zeitmanagement. Übertrage die Termine und Aufgaben, die du dir zuvor notiert hast, in den Wochenplaner – natürlich inklusive Zeitbedarf. So siehst du gleich, welche Zeitfenster dir noch zur freien Verfügung stehen. Je konkreter deine verfügbare Zeit in deinem Gehirn wird, desto besser kannst du dich organisieren.

Tipp 3: Realistisch bleiben

Gehe jetzt durch deinen Zeitplan und überlege dir, für welche Termine und Aufgaben du zusätzlich Zeit brauchst. Zum Beispiel für die Nachbereitung des Unterrichts oder zur Vorbereitung auf eine Prüfung. Hast du alle Informationen, die du zum Lernen benötigst? Anschließend überschlägst du den Zeitbedarf und suchst nach geeigneten Zeitfenstern in deinem Plan. Wichtig ist, dass der Zeitplan realistisch bleibt. Also unbedingt auch regelmäßige Pausen und Zeitpuffer für Unvorhergesehenes vormerken. Denn bei aller Selbstoptimierung gilt: Menschen sind keine Maschinen!

Tipp 4: Nicht nervös werden

Die Zeiten für feststehende Abläufe hast du jetzt schon ganz gut organisiert. Nun geht es um die Frage, wie du dich organisieren kannst, wenn es wirklich stressig wird. Nämlich dann, wenn mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen sind und du nicht mehr weißt, wo du überhaupt anfangen sollst. Das Allerwichtigste in dieser Situation: Ruhig bleiben und durchatmen. Dann weitermachen mit Tipp 5!

Tipp 5: Mach’s wie Eisenhower!

Von den vielen Zeitmanagement-Techniken, die es gibt, ist eine besonders einfach und wirkungsvoll: die Eisenhower-Methode. Der ehemalige General und spätere US-Präsident Dwight D. Eisenhower entwickelte sie für seine politischen Planungen. Kurz gesagt geht es darum, wichtige von unwichtigen Aufgaben zu unterscheiden und nach Dringlichkeit zu bearbeiten. Lege eine To-do-Liste mit Aufgaben an und sortiere sie nach diesen Kriterien:

  • Wichtig und dringend
  • Wichtig und weniger dringend
  • Nicht wichtig und dringend
  • Nicht wichtig und nicht dringend

Was wichtig und dringend ist, musst du sofort selbst erledigen – etwa für eine Prüfung am nächsten Tag lernen. Das, was wichtig und weniger dringend ist, erledigst du sobald Punkt 1 abgearbeitet ist. Das könnte beispielsweise eine weitere Prüfung in der kommenden Woche sein oder ein Projekt, das in den nächsten Tagen fertiggestellt sein muss. Was für dich nicht wichtig, aber trotzdem dringend ist, solltest du möglichst an jemand anders weitergeben: ein Geburtstagsgeschenk für eine Kollegin besorgen, Getränke für die Büroküche einkaufen, zuhause putzen, Wäsche waschen und bügeln, Lebensmittel einkaufen etc. Kann jemand von den Kollegen die Aufgabe übernehmen oder im privaten Bereich ein Familienmitglied oder ein Freund? Probiere es aus, meist findet sich da eine Lösung. Zu Punkt 4: Was nicht wichtig und nicht dringend ist, kannst du – zumindest in stressigen Zeiten – ganz von deiner Liste streichen.

Tipp 6: Not-to-do-Listen anlegen

Genauso sinnvoll wie To-do-Listen sind Not-to-do-Listen. Das bedeutet, du schreibst auf, was du nicht machen möchtest (oder solltest). Denn je mehr du dich verzettelst, desto weniger Freizeit hast du. Was hindert dich daran, bestimmte Aufgaben zu erledigen? Mache dir bewusst, was dich ausbremst. Du musst ja gar nicht auf diese Dinge verzichten – sie sollen dich nur nicht stören, wenn du gerade Eiliges und Dringendes zu tun hast.