Mit Stäbchen essen ist nicht einfach

Ernährungsprojekt in der Kita der Markusgemeinde mit der IKK classic

Pforzheim, 21.06.2017. „Die Kleinen stark machen“ heißt das Projekt der IKK classic, das die evangelische Kindertageseinrichtung der Markusgemeinde Pforzheim abgeschlossen hat. Ziel dieses Projektes ist, dass Fehlernährung und den daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen bereits im Kindesalter entgegengewirkt werden kann.

Dienstagmorgen, kurz nach neun: Die Gro-Ki-Ba-Kinder der Kita, die nach den Sommerferien in die Schule kommen, sitzen um einen großen Tisch und schnippeln unter der Anleitung von Diplom-Oecotrophologin Susanne Keppler hochkonzentriert Gurken und Tomaten. Heute stellt sich die Frage, was Kinder in anderen Ländern essen: Couscous steht auf dem Speiseplan. Doch auch die Esswerkzeuge sind nicht überall gleich. Viel Spaß haben die kleinen Köche beim Versuch, Trauben und Salzstängelchen mit Essstäbchen zu greifen. Insgesamt neun Mal kam die Gesundheitsexpertin Keppler im Auftrag der Krankenkasse IKK classic zu den Kindergartenkindern und brachte ihnen spielerisch eine gesunde Ernährung näher.

Zu Beginn jeder Doppelstunde begrüßt Susanne Keppler die Kinder mit der Handpuppe Mikki, und alle singen gemeinsam ein Lied. „Die Kinder freuen sich immer, wenn die Susanne und der Mikki kommen“, erzählen die Erzieherinnen Barbara Konanz und Sonja Hutzler, die die Stunden begleiten und später die Inhalte des Projekts weiter im Kindergarten vertiefen. Denn Nachhaltigkeit ist eine zentrale Idee des Projekts. Deshalb erhalten die Kinder der Ernährungsgruppe einen Ordner mit den Rezepten und allem, was sie in diesem Jahr mit Susanne und Mikki gelernt haben. So können sie die Gerichte zu Hause mit den Eltern nachkochen. Außerdem werden beim Sommerfest Kostproben für die ganze Familie angeboten und die Kinder präsentieren stolz gelernte Tänze und Lieder zum Thema Ernährung.

"Um gesunde Verhaltensweisen auf Dauer in den Alltag zu integrieren, muss Gesundheitsförderung so früh wie möglich einsetzen und dort passieren, wo sich Kinder aufhalten. Deshalb freuen wir uns, wenn Kindergärten oder Kindertagesstätten unser Projekt umsetzen“, sagt Maritta Goll, Regionalgeschäftsführerin der IKK classic in der Region Nordschwarzwald. Zum Dank und als Anerkennung überreichte sie der Leiterin der Kita, Ruth Eißler, die Urkunde der IKK classic mit dem Titel „Die Kleinen stark machen – wir waren dabei!“

Das Ernährungs- oder Bewegungsprojekt mit dem Namen „Die Kleinen stark machen“ kann in Kindergärten oder in Kindertagesstätten umgesetzt werden. Das ganze Kindergartenjahr lang begleitet eine von der IKK classic beauftragte Gesundheitsfachkraft Kinder und Erzieherinnen. Ziel des Bewegungsprojekts ist, dass die Kinder durch Lauf- und Bewegungsspiele ihre Kondition verbessern, ihre Muskeln stärken und dadurch auch ihre Haltung verbessern. Gleichzeitig schulen sie ihre Wahrnehmung, Koordination, die Reaktions-, Gleichgewichts- und Rhythmusfähigkeit sowie die räumliche Orientierung. Mit dem Ernährungsprojekt lernen die Kinder spielerisch den verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten. Durch Spiele, praktische Übungen und das gemeinsame Zubereiten und Verzehren der Mahlzeiten werden alle Sinne angesprochen. Und nicht zuletzt erhalten die Erzieherinnen Anregungen für ein größeres Bewegungsangebot oder frühkindliche Ernährungserziehung im Kindergarten, damit sie nach dem Projekt die Inhalte fortführen können. Auch die Eltern werden in das Gesundheitsprojekt mit einbezogen. Sie erhalten vor Projektbeginn ausführliche Informationen und bleiben auch das ganze Jahr über auf dem Laufenden.

Kindergärten oder Kitas, die Interesse an dem kostenfreien Projekt „Die Kleinen stark machen“ haben, können sich im Internet unter www.ikk-classic.de/kindergesundheit informieren oder sich direkt bei Jana Mayer von der IKK classic in Pforzheim melden (mailto:jana.mayer@ikk-classic.de oder Tel. 07231 3707-25).