Generationen verstehen – Erfolg steigern

Vortrag bei der IKK classic über Generationenzusammenarbeit

Göppingen, 8. November 2017. Eine gelingende Kommunikation zwischen den verschiedenen Generationen innerhalb eines Betriebs war noch nie einfach oder selbstverständlich. Heutzutage werden einerseits ältere Arbeitnehmer möglichst lange im Betrieb gehalten, andererseits bringen sich in der digitalen Welt aufgewachsene junge Menschen der Generation Z zunehmend in die Arbeitswelt ein. Deshalb wird es immer wichtiger, die Unterschiede zwischen den einzelnen Altersklassen zu überwinden und das Verständnis untereinander zu fördern. Grund genug für die IKK classic, Führungskräften aus dem Handwerk ein Seminar mit dem Titel „Generationen verstehen – Erfolg steigern“ anzubieten, das binnen kurzer Zeit ausgebucht war.

Um eine Vorstellung von der Verteilung der einzelnen Altersklassen zu bekommen, hat Roland Schwarz, Regionalgeschäftsführer der IKK classic in der Region Esslingen-Göppingen, die bei der IKK classic in Baden-Württemberg versicherten Beschäftigten im Jahr 2016 nach Alter ausgewertet. Demzufolge machen die Baby-Boomer im Alter über 50 Jahre 30,1 Prozent der Beschäftigten aus. Die Generation X (30 bis 49 Jahre) kommt auf den Löwenanteil von 45,9 Prozent. Die Generationen Y (20 bis 29 Jahre, 21,1 Prozent) und Z (bis 20 Jahre, 3 Prozent) liegen zusammen bei knapp einem Viertel der Beschäftigten. „Dabei sind die Generationen unter völlig unterschiedlichen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Umgebungen aufgewachsen“, sagte Schwarz.

Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Miteinander der Generationen mit ihren unterschiedlichen Prägungen und Werten liegt, wie so oft, in der gelungenen Kommunikation. Deren Basis ist wiederum das Verständnis dem anderen gegenüber. „Es ist wichtig sich hineinzuversetzen, wie die anderen ticken“, betonte Referentin Silke Specht von Nitschke GmbH. Sie skizzierte die unterschiedlichen Ansätze gegenüber Arbeit, die man sich bewusst machen müsse: Während die Baby-Boomer „leben, um zu arbeiten“, habe sich der Ansatz bei der Generation X schon umgekehrt in „arbeiten, um zu leben“. Die Generation Y hingegen versuche, Arbeit und Leben zu verbinden. Die Generation Z wiederum grenze deutlich ab: „Hier die Arbeit, da mein Leben“.

Mit diesen unterschiedlichen Ansätzen zur Arbeit innerhalb eines Betriebs ist es oft nicht mehr möglich, dass der Chef nach althergebrachter Weise konkrete Vorgaben macht, die alle zu befolgen haben. Gerade die Generation Z sei schon von klein auf zu Hause in Entscheidungen eingebunden gewesen und habe ein weitgehendes Mitsprachrecht in allen familiären Angelegenheiten genossen, sagte Silke Specht. Das wolle sie auch im Beruf so leben. Die Referentin empfahl deshalb, Wege gemeinsam zu finden, statt starre Vorgaben zu machen. Oft kämen dann noch andere Aspekte, beispielsweise der Arbeitsorganisation, ans Licht, was durchaus auch positiv für das Unternehmen sein könne.

Mit dem Eisbergmodell verdeutlichte Silke Specht, dass mit dem Verhalten nur ein sehr kleiner Teil einer Person sichtbar ist. Unsichtbar bleiben die Bedürfnisse, Motive, Erfahrungen, Werte, Einstellungen und Gefühle der Person, die das Verhalten beeinflussen. Mit offenen Fragen lassen sich die Hintergründe beleuchten und bei Problemen oder Konflikten auch gemeinsame Wege zu einer Lösung finden.