IKK classic: Landesbeirat in Bayern formiert sich neu

24 neue Mitglieder im Landesbeirat Bayern – Finanzergebnis ausgeglichen – Neuausrichtung der Kundenbetreuung bis 2020

(Regensburg, 26.07.2017). Nach der jüngsten Sozialwahl (Mai 2017) trat der Landesbeirat Bayern der Krankenkasse IKK classic kürzlich in Regensburg zu seiner ersten konstituierenden Sitzung zusammen. Peter Prison, alternierender Vorsitzender des Landesbeirats und Vertreter der Versichertenseite, sowie Klaus Dank, alternierender Vorsitzender des Landesbeirats der IKK classic für die Arbeitgeberseite, wurden dabei in ihrem Amt bestätigt.

Peter Prison freut sich über die 24 neuen Mitglieder die in das paritätisch besetzte Gremium gewählt wurden, darunter 11 Frauen. Die Listenträger DGB Bayern und der Unternehmerverband des Bayerischen Handwerks haben damit auch einen Generationswechsel eingeleitet. Karl Simon, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Bayern, begrüßt das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder: „Regionalität ist für uns ein wesentliches Anliegen. Die Mitglieder im Landesbeirat wirken darauf hin, dass regionale Interessen aus Gesellschaft, Wirtschaft und vor allem aus dem Handwerk ausreichend berücksichtigt werden“. Auf der Tagesordnung der Sitzung standen die Schwerpunkt-Themen Finanzen und Digitalisierung im Gesundheitswesen. 

Jahresrechnung 2016 mit 109 Millionen Euro Überschuss

Im ersten Quartal 2017 erzielte die IKK classic bei Ausgaben von rund 2,6 Milliarden Euro ein annähernd ausgeglichenes Finanzergebnis (-1,9 Millionen Euro). Die Leistungsausgaben stiegen in den ersten drei Monaten des Jahres insgesamt um 6 Prozent pro Versichertem. Deutliche Ausgabenzuwächse verzeichnete die Kasse bei Heil- und Hilfsmitteln (+9,6 Prozent), Arzneimitteln (+8,9 Prozent) und Krankenhäusern (+6,1 Prozent). Die Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlungen wuchsen pro Kopf um 3 Prozent, die für Krankengeld um 5,7 Prozent. Die Netto-Verwaltungskosten entwickelten sich moderat (+3,8 Prozent). Für das Jahr 2016 weist das Jahresrechnungsergebnis der IKK classic bei Gesamtausgaben von rund 10,5 Milliarden Euro ein Plus von 109 Millionen Euro aus.

Digitalisierung bestimmt Gesundheitswesen

Die IKK classic ist – wie alle Krankenkassen, Banken oder Versicherungen – an einem Strukturwandel der Dienstleistungsbranche beteiligt, der durch das Internet und die Möglichkeiten der Digitalisierung bestimmt wird. „Wir können unsere Augen nicht vor dem sich ändernden Nutzerverhalten vieler Kunden verschließen, die einfach und zu jeder Zeit per Tablet-PC oder Smartphone ihre Geschäfte erledigen wollen“, sagt Klaus Dank. Das war der Grund eine moderne, passwortgeschützte Online-Filiale zu etablieren. „Seit ihrem Start im April haben sich in der Online-Filiale bereits über 19.000 Versicherte und 1.000 Arbeitgeber registriert“.

„Zur Entlastung der Kundenberatung, und damit auch weiterhin eine rasche Bearbeitung der Kundenanliegen gewährleistet ist, werden so genannte kundenferne Aufgaben zunehmend zentralisiert“, ergänzt Peter Prison. „Das schafft mehr Freiraum für Beratungsgespräche“.

Für Versicherte mit eingeschränkter Mobilität oder Pflegebedürftige und deren Angehörige wird eine mobile Kundenbetreuung organisiert. Bis zum Jahr 2020 soll die Neuorganisation abgeschlossen sein. „So wollen wir den veränderten Erwartungen unserer Versicherten gerecht werden“, sagt Karl Simon.

Handwerkskammer-Präsident Dr. Georg Haber betonte in seiner Rede, wie wichtig – trotz rasanter technologischer Entwicklung – nach wie vor das Gespräch von Angesicht zu Angesicht ist: „Ein persönlicher Austausch, wie er auch hier und heute bei der Landesbeiratssitzung passiert, ist Gold wert und nicht online zu ersetzen. Denn hier werden Positionen erarbeitet, Meinungen geteilt und diskutiert“.