Über 2.700 Pflegebedürftige in Ingolstadt

Ende 2015 waren 2.759 Schanzer pflegebedürftig – bis 2030 Steigerung um rund 40 Prozent – bald weniger Pflege im häuslichen Umfeld – Renten- und Arbeitslosenversicherung für Pflegepersonen dank neuer Pflegereform.

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Ingolstadt steigt zwar an, jedoch im bayerischen Vergleich unterdurchschnittlich, dies zeigen Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik, die die Krankenkasse IKK classic ausgewertet hat. Waren 2013 noch 2.708 Menschen pflegebedürftig, so stieg die Zahl bis Dezember 2015 um knapp zwei Prozent auf 2.759. Im Freistaat stieg die Anzahl im gleichen Zeitraum um 5,8 Prozent.

Es werden immer mehr

„Allerdings ist dies ist erst der Anfang. Laut aktuellen Prognosen wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Ingolstadt bis zum Jahr 2030 nochmals um rund 40 Prozent steigen“, sagt Markus Neumeier, Pressereferent der IKK classic in Ingolstadt. „Der medizinische Fortschritt hat dazu beigetragen, dass immer mehr Erkrankungen auch im hohen Alter geheilt, behandelt und gelindert werden können. Es gibt also immer mehr ältere Menschen, die gepflegt werden müssen.“

Bald weniger Pflege im häuslichen Umfeld

Noch werden 65,2 Prozent der Pflegebedürftigen in Ingolstadt überwiegend zu Haue gepflegt, etwa zwei Drittel von den eigenen Angehörigen. „Allerdings wird sich dieses Verhältnis in Zukunft stark verändern. Die Zahl der alleinstehenden Älteren nimmt zu und die potenzielle Zahl von Helfern aus dem familiären Umfeld wird abnehmen. Hier kommen auf die Gesellschaft noch große Herausforderungen zu“, so Neumeier.

Renten- und Arbeitslosenversicherung für Pflegende

Für Pflegepersonen bringt die neue Pflegereform ab 2017 einige Vorteile: Künftig zahlt die Pflegeversicherung Rentenbeiträge für alle Pflegepersonen, die einen Bedürftigen mit Pflegegrad zwei bis fünf mindestens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf mindestens zwei Tage, zu Hause pflegen. Auch bei der Arbeitslosenversicherung wurde nachgebessert: Für Pflegepersonen, die für die Pflege Angehöriger aus dem Beruf aussteigen, zahlt die Pflegeversicherung künftig die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Pflegende haben damit Anspruch auf Arbeitslosengeld und Leistungen, falls ein nahtloser Einstieg in eine Beschäftigung nach Ende der Pflege nicht gelingt.

Weitere Information – unter anderem zu der Leistungshöhe je Pflegegrad – finden Interessierte unter: www.ikk-classic.de.