Landkreis Dingolfing-Landau hat Rücken

Bewegung hilft

Mehr Patienten im Landkreis Dingolfing-Landau haben Rückenerkrankungen – Anzahl der Röntgenuntersuchungen, MRT und CT im Landkreis höher als in Bayern – am besten ausreichend bewegen.

(Ingolstadt, 3. Januar 2017). Rückenschmerzen begleiten drei von vier Deutschen im Alltag. Wird der Schmerz quälend, geht die Mehrheit der Geplagten zum Arzt – oft sogar mehrmals. Die Anzahl Behandlungsfälle aufgrund von Rückenschmerzen variiert regional erheblich. In manchen Kreisen und Städten gibt es mehr als doppelt so viele Fälle, wie in anderen, so auch im Landkreis Dingolfing-Landau. „Zwischen 2009 und 2015 gab es dort jährlich durchschnittlich 730,2 Behandlungsfälle pro 1.000 Versicherte. Damit liegt der Landkreis in Bayern an der Spitze. Zum Vergleich: Der Freistaat kam auf 482,7 Fälle pro Jahr“, sagt Markus Neumeier von der Krankenkasse IKK classic in Ingolstadt und hat dafür aktuelle Daten von „Faktencheck Gesundheit 2016“ der Bertelsmann Stiftung ausgewertet.

Mehr bildgebende Diagnostik im Landkreis

„Zur Diagnosestellung werden sehr häufig bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchungen, MRT oder CT eingesetzt. Hier liegt der Landkreis mit 457,3 Bildgebungen je 1.000 Versicherte pro Jahr ebenfalls über dem Bayern-Schnitt von 414,2“, so Neumeier weiter. Der bundesweite Durchschnittwert liegt bei 397,6 Bildern. Experten der Bertelsmann Stiftung gehen jedoch davon aus, dass sich bei vier von fünf Patienten mit Rückenschmerzen – auch nach gründlicher Diagnostik – keine spezifische Schmerzursache finden lässt. Eine Bildgebung hilft hier also nicht weiter und sollte deshalb nicht zu früh durchgeführt werden.

Bewegung ist die beste Medizin

Denn: Die Ursachen von Rückenschmerzen sind häufig Verspannungen durch Überlastungen oder einseitige Haltung. Auch die Psyche kann eine Rolle spielen: Stress, Ängste und depressive Verstimmungen können Rückenschmerzen verursachen. „Die Mehrheit der Deutschen ist aber eher von Bewegungsmangel betroffen. Regelmäßige Bewegung ist deshalb die beste Prävention gegen Rückenschmerzen“, weiß Neumeier. Sehr wirkungsvoll sind sogenannte Gesundheitskurse, die von den gesetzlichen Krankenkassen in Bayern bezuschusst werden. In diesen Kursen werden sowohl Techniken für eine rückenschonende Bewegung und Entspannung vermittelt als auch Wege aus der „Komfortzone“ aufgezeigt.
Weitere Informationen auch unter: www.ikk-classic.de/gesundheitskurse

Hinweis für die Redaktion:
Als ein Behandlungsfall zählt ein Patient, der einen Arzt ein- oder mehrmals pro Quartal aufgesucht hat.