Hamburger Handwerk: Fast die Hälfte der Mitarbeiter in 2016 nicht einen Tag krankgeschrieben

IKK classic analysiert Arbeitsunfähigkeitsdaten

Anteil der Hamburger Handwerker mit Krankschreibungen ist im letzten Jahr gesunken – mehr Arbeitsunfähigkeitstage wegen Landzeiterkrankungen – betriebliches Gesundheitsmanagement senkt Fehlzeiten im Betrieb

Gute Nachrichten für das Hamburger Handwerk: Im vergangenen Jahr ist die Gesundheitsquote, die den Anteil der Arbeitnehmer ohne krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeiten anzeigt, deutlich gestiegen. „2016 waren 48,2 Prozent der im Handwerk beschäftigten Hamburger keinen einzigen Tag krankgeschrieben“, resümiert Peter Rupprecht von der IKK classic den aktuellen Arbeitsunfähigkeitsbericht der größten deutschen Handwerkerkrankenkasse. „2015 lag dieser Wert nur bei 45,1 Prozent.“ Auch der Vergleich mit den bundesweiten Zahlen fällt für Hamburg positiv aus: Lediglich 40,4 Prozent aller Handwerkerkunden der IKK classic kamen ohne gelben Schein durchs Jahr 2016.

Trotzdem lag der Krankenstand im Hamburger Handwerk mit 5,1 Prozent (2015: 5,2 Prozent) nur unwesentlich unter dem bundesweiten Krankstand im Handwerk von 5,2 Prozent. Wie kann das sein? „Ursache dafür ist, dass in der Hansestadt bei den Handwerkern der Anteil der Langzeiterkrankungen am Krankheitsgeschehen überproportional hoch ist“, erläutert Rupprecht. „52,1 Prozent aller AU-Tage wurde 2016 von Arbeitsunfähigkeiten verursacht, die länger als 42 Tage andauerten. Bundesweit beträgt dieser Wert nur 48,9 Prozent.“ Das bedeutet: Wenige Arbeitnehmer mit langwierigen Erkrankungen verursachten sehr viele Fehltage.

Dass in Hamburg viele Handwerker mit Langzeiterkrankungen zu kämpfen haben, liegt auch der älter werdenden Gesellschaft. Jüngere Mitarbeiter sind zwar häufiger, aber meistens nur kurz arbeitsunfähig. Ältere Mitarbeiter sind seltener krank, dann aber häufig für einen längeren Zeitraum, weil die Erkrankungen schwerwiegender und oftmals chronisch sind. Wie in der gesamten Gesellschaft, steigt auch das Durchschnittsalter bei den im Hamburger Handwerk beschäftigten Arbeitnehmern kontinuierlich an. Im vergangenen Jahr war der bei der IKK classic versicherte durchschnittliche Handwerker in der Hansestadt 43,9 Jahre alt, 2015 war er noch ein halbes Jahr (= 43,6 Jahre) und 2013 sogar über zwei Jahre (= 41,8 Jahre) jünger.

Rückenprobleme verursachen die meisten Fehltage

Den mit Abstand größten Anteil an allen krankheitsbedingten Ausfallzeiten im Hamburger Handwerk im Jahr 2016 haben mit 26,3 Prozent Krankheiten des Muskel- und Skelettsystems (2015: 25,8 Prozent). Das ist nicht neu. Seit Jahren führen entsprechende Erkrankungen quer durch alle Branchen die Fehlzeitenstatistiken an. „Ihr Anteil ist im Hamburger Handwerk aber höher als der Hamburger Durchschnittswert, der im vergangenen Jahr bei der IKK classic bei 24,2 Prozent lag.“, sagt Peter Rupprecht.

Handwerker haben stärker mit Rückenproblemen zu kämpfen. Eine Ursache sind die körperlichen Belastungen, denen sie ausgesetzt sind – trotz moderner Hilfsmittel: schwere Gegenstände müssen bewegt werden, oftmals verlangen Arbeitsabläufe rückenunfreundliche Zwangshaltungen und Routinetätigkeiten fördern einseitige Körperbelastungen. Das bietet aber einen guten Ansatz für betriebliches Gesundheitsmanagement, mit dem personelle Ressourcen geschützt und Fehlzeiten im Betrieb nachhaltig gesenkt werden können.

Die trainierte Rückenmuskulatur hält den alltäglichen Belastungen deutlich stärker stand. Arbeitsplatzanalysen zeigen häufig Möglichkeiten auf, rückenschädigende Arbeitsplätze und -abläufe ohne viel Aufwand zu verbessern. Eine größere Gesundheitskompetenz der Mitarbeiter verhindert Fehlverhalten im Berufsalltag.

Die IKK classic bietet dabei praxisnahe Unterstützung. Mit Experten, Seminaren und viel Engagement hilft die Handwerkerkrankenkasse, Unternehmen rückenfit zu machen. Betriebsinhaber und Führungskräfte, die aktiv werden und von der Erfahrung der IKK classic-Gesundheitsberater profitieren möchten, sollten sich unverbindlich beraten lassen.

Weitere Informationen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement der IKK classic und Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte im Internet unter: www.ikk-classic.de/BGM