Mehr als jeder dritte Papa in Hamburg nimmt Elternzeit

37,3 Prozent der Väter in Hamburg nehmen Elternzeit – Wert liegt über dem Bundesdurchschnitt – Tipps für den Antrag

Hamburg, 05.07.2017 - In Hamburg haben 7.106 Väter, deren Kind im Jahr 2014 zur Welt kam, Elterngeld bezogen. Gemessen an der Gesamtzahl der in dem Jahr geborenen Kinder lag der Anteil bei 37,3 Prozent (2013: 35,2 Prozent). Somit nutze mehr als jeder dritte Papa das Angebot, um sich um die Betreuung seines Kindes zu kümmern. „Die Quote der männlichen Elterngeldbezieher in Hamburg liegt über dem Bundesschnitt von 34,2 Prozent“, erläutert Peter Rupprecht von der Krankenkasse IKK classic die Zahlen der aktuellen Elterngeldstatistik des Statistischen Bundesamtes. Die durchschnittliche Bezugsdauer lag bei den Hamburger Vätern bei 3,2 Monaten, ihr durchschnittliches Elterngeld betrug monatlich 1.253 Euro. Bundesweit lag die Bezugsdauer im Schnitt bei 3,1 Monaten mit einem monatlichen Elterngeld von durchschnittlich 1.186 Euro. Die höchste Quote von Vätern in der Bundesrepublik, die in dem ausgewerteten Zeitraum Elternzeit nahmen, hat mit 44,2 Prozent Sachsen, die niedrigste mit 23 Prozent das Saarland.

Höhe des Elterngeldes

Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem Nettoeinkommen, das der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte. Grundlage der Berechnung sind in der Regel die Lohn- und Gehaltsbescheinigungen der letzten zwölf Kalendermonate vor der Geburt des Kindes. Das Elterngeld ersetzt mindestens 65 Prozent des nach der Geburt des Kindes wegfallenden monatlichen Erwerbseinkommens. Es beträgt mindestens 300 Euro bis maximal 1.800 Euro. Übrigens: Den Mindestbetrag von 300 Euro erhalten auch Eltern, die vor der Geburt kein Erwerbseinkommen hatten.

Elterngeldantrag und zuständige Stelle

Das Elterngeld muss schriftlich bei der Elterngeldstelle des Bezirks beantragt werden. Jeder Elternteil kann für sich einen Antrag auf Elterngeld stellen. Der Antrag muss nicht sofort nach der Geburt des Kindes gestellt werden. Rückwirkend werden Zahlungen jedoch nur für die letzten drei Monate vor Beginn des Monats geleistet, in dem das ausgefüllte Formular bei der Elterngeldstelle eingegangen ist. Außerdem gilt: „Bei der gesetzlichen Krankenkasse besteht die Mitgliedschaft fort, solange Elterngeld bezogen wird. Aus dem Elterngeld sind keine Beiträge zu leisten. Diese Beitragsfreiheit gilt jedoch nur für das Elterngeld selbst, nicht für mögliche andere Einnahmen“, sagt Peter Rupprecht. Die IKK classic rät Versicherten, sich vor Beantragung des Elterngeldes bei ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung beraten lassen.

Weitere Informationen rund um das Thema Elterngeld sowie einen Elterngeldrechner finden Interessierte auf der Internetseite www.familien-wegweiser.de des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.