Mehr pflegebedürftige Menschen im Kreis Pinneberg

Immer mehr Menschen in Schleswig-Holstein benötigen Pflege – im Kreis Pinneberg liegt die Steigerung über dem Landesdurchschnitt – die meisten Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt

Hamburg, 16.06.2017 - Die Situation pflegebedürftiger Menschen ist in Deutschland ein wichtiges Thema. Nicht ohne Grund: Die Deutschen werden immer älter und das führt auch dazu, dass die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Von 2013 bis 2015 hat sich in Schleswig-Holstein die Anzahl der Empfänger von Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung von gut 83.000 auf fast 90.000 erhöht, eine Steigerung von über acht Prozent. Im Kreis Pinneberg liegt die Steigerung sogar darüber. Von 2013 bis 2015 sind im Kreis die Zahlen um zehn Prozent von 8.404 auf 9.250 Leistungsbezieher gestiegen. Mit einem Plus von 12,4 Prozent verzeichnete der Kreis Nordfriesland den stärksten Zuwachs im nördlichsten Bundesland innerhalb der zwei Jahr. Am geringsten fiel er mit unter einem Prozent in der Landeshauptstadt aus. Das berichtet die Krankenkasse IKK classic und bezieht sich dabei auf Daten der Statistikamts Nord.

Der überwiegende Anteil der pflegebedürftigen Kreisbewohner (64,38 Prozent) lässt sich in den eigenen vier Wänden versorgen. Die meisten von ihnen, 3.773 Personen, werden von Privatpersonen betreut und erhalten Pflegegeld. 2.182 Personen haben für die Pflege einen professionellen Pflegedienst engagiert. Die Situation unterscheidet sich nicht wesentlich zu der im Jahr 2013. Der Anteil der Pflegebedürftigen im Kreis, die die Versorgung im Pflegeheim vorziehen, ist in den zwei Jahren aber gesunken, 2013 waren es 37,03 Prozent (3.112 Personen), 2015 waren es 35,62 Prozent (3.295 Personen).

Menschen, die für sich oder einen Angehörigen die Pflege organisieren müssen und beispielsweise nach einem geeigneten Pflegedienst oder Pflegeheim suchen, unterstützt die IKK classic unter www.ikk-classic.de/pflege mit einem kostenlosen Online-Angebot. Dort sind auch alle Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung leicht verständlich aufgeführt.

Pflegestatistik Schleswig-Holstein (PDF)