Starke Grippesaison in Hessen

Rückblick: Die vergangene Grippesaison fiel deutlich stärker aus als 2015/2016.

Wiesbaden, 20.06.2017 – Die Grippesaison in Hessen fiel nach Angaben der IKK classic schwerer aus als im Vorjahr. Von Oktober 2016 bis Ende Mai 2017 wurden 5130 Influenza-Infektionen gemeldet, 2015/2016 gab es „nur“ 3020 registrierte Fälle. „Es war insgesamt eine heftige Grippesaison mit deutlich mehr Erkrankungen als im vergangenen Jahr. Ihren Höhepunkt erreichte die Grippewelle im Februar und März, seit Anfang April klingt sie kontinuierlich ab“, sagt Sven Keiner von der IKK classic.

Schutz vor der Grippe kann eine Impfung bieten. Diese sollte jedes Jahr, vorzugsweise im Oktober oder November, durchgeführt werden und wird insbesondere Risikopatienten empfohlen. Dazu zählen Menschen über 60 Jahren, Schwangere, medizinisches Personal und Personen mit chronischen Erkrankungen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der Grippeimpfung für die genannten Risikogruppen.

Stichwort Grippe

Die Grippe ist eine plötzlich einsetzende Atemwegserkrankung. Betroffene bekommen Fieber, Halsschmerzen und trockenen Husten, oftmals begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen. Ausgelöst wird die stark ansteckende Krankheit durch Viren. Beim Niesen, Husten oder Sprechen gelangen winzige, virushaltige Tröpfchen von Erkrankten in die Luft und können von anderen Menschen in der Nähe eingeatmet werden. Die Erreger haften auch an Händen und Gegenständen, die von Infizierten angefasst wurden. Über den Kontakt mit Schleimhäuten in Mund und Nase können sie dann in den Körper eindringen und krank machen. Die Gefahr, an einer Grippe zu erkranken, ist in der nasskalten Jahreszeit am größten, wenn die Abwehrkraft der Schleimhaut in den Atemwegen durch Kälte und trockene Heizungsluft geschwächt ist. Daher geht man davon aus, dass die Grippesaison in der Regel von Oktober bis Ende April angesetzt werden muss. Während der Grippesaison sollte man auf konsequente Handhygiene achten. Eine Antibiotika-Behandlung ist im Krankheitsfall unnütz, weil der Grippe-Erreger ein Virus und kein Bakterium ist.

 

Hinweis für die Redaktionen:
Die Zahlen der gemeldeten Influenza-Infektionen stammen aus der Gesundheitsdatenbank SurvStat des Robert-Koch-Instituts. Zahlen für andere Landkreise auf Anfrage.