Mehr Keuchhustenfälle in Hessen

Noch nie wurden so viele Keuchhusten-Erkrankungen registriert wie 2016 – Babys sollten geimpft werden

Wiesbaden, 23.03.2017 – Der Keuchhusten ist auf dem Vormarsch: Im Jahr 2016 registrierte das Robert Koch-Institut in Deutschland mehr als 22.000 Fälle – mit Abstand die meisten seit dem Beginn der bundesweiten Meldepflicht im Jahr 2013. In Hessen gab es vergangenes Jahr mit 1.720 Keuchhusten-Erkrankungen ebenfalls einen neuen Höchststand. 2015 waren es noch 860 (2014: 1070; 2013: 780). Das berichtet die Krankenkasse IKK classic in Hessen, die Daten des Robert Koch-Instituts ausgewertet hat.

Besonders gefährlich ist der Keuchhusten (Pertussis) für Säuglinge, vergangenes Jahr starben in Deutschland drei Babys an der Infektion. „Die Bakterien verbreiten sich sehr leicht und die Ansteckung erfolgt oft über enge Kontaktpersonen, ohne dass diese sich dessen bewusst sind. Deshalb raten wir, die empfohlenen Impfungen bei Säuglingen und Kindern vorzunehmen“, sagt Sven Keiner von der IKK classic. Die Ständige Impfkommission empfiehlt mit der Impfung gegen Keuchhusten ab dem zweiten Lebensmonat zu beginnen. Aufgefrischt wird sie im Alter von fünf bis sechs Jahren sowie im Jugendalter. Auch Erwachsene sollten die Impfung regelmäßig erneuern, da diese nicht ein Leben lang hält.

Keuchhusten wird durch Tröpfchen-Infektionen übertragen. Die hochansteckende Krankheit kann mehrere Wochen bis Monate andauern. Anfangs kommt es zu Schnupfen, manchmal in Kombination mit Heiserkeit und Husten. Nach ein bis zwei Wochen entstehen heftige Hustenanfälle, die mit Erbrechen einhergehen und vier bis sechs Wochen dauern können.

Informationen zum Thema Impfen gibt es unter www.ikk-classic.de/impfungen