Masern: Auch Erwachsene sollten Impfstatus prüfen

2017 gab es 21 Masernfälle im Lahn-Dill-Kreis – Impfung gilt als wirksamster Schutz

Wiesbaden, 10.01.2018 – 2017 war ein Masernjahr: In Hessen wurden insgesamt 76 Infektionen registriert, 2016 waren es gerade einmal 10. Der Lahn-Dill-Kreis zählte vergangenes Jahr 21 Erkrankungen, während es 2016 keinen registrierten Fall gab. Das berichtet die IKK classic, die Daten des Robert Koch-Instituts ausgewertet hat.

Masern sind extrem ansteckend und können leicht beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen werden. Der beste Schutz gegen eine Infektion ist die Impfung. „Wer Masern bei sich oder seinem Kind vermutet, sollte schnell einen Arzt aufsuchen und dabei möglichst nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. In der Arztpraxis ist dann bereits am Empfang auf die mögliche Erkrankung hinzuweisen“, sagt Sven Keiner von der IKK classic in Hessen.

Bereits seit 1991 empfiehlt die Ständige Impfkommission eine erste und zweite Masern-Impfung mit dem Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) für alle Kinder und Jugendliche. Auch Erwachsene können an Masern erkranken, der Krankheitsverlauf ist dann meist noch schwerer als bei Kindern. „Bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, fehlen oft wichtige Auffrischungsimpfungen oder neu empfohlene Impfungen“, sagt Sven Keiner. Er rät daher zu einem regelmäßigen Blick in den Impfpass. „Wer sich unsicher ist, ob ein ausreichender Impfschutz besteht, sollte mit seinem Hausarzt Rücksprache halten. Durch eine Impfung schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch andere.“

Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Schutzimpfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Weitere Informationen sowie einen aktuellen Impfkalender zur Orientierung gibt es im Internet unter http://www.impfen-info.de/.