Krankenkassen unterstützen Präventionsprojekte für Menschen mit Behinderung und für Kinder psychisch kranker Eltern mit 300.000 Euro

Neues Förderverfahren

Gemeinsame Pressemitteilung der Verbände der gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen:
AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen, BKK Landesverband Mitte, IKK classic, Knappschaft – Regionaldirektion Nord, SVLFG als Landwirtschaftliche Krankenkasse, Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) – Landesvertr. Niedersachsen

Hannover/Osnabrück, 11. Januar 2018. Die Krankenkassen in Niedersachsen unterstützen über ein neues gemeinsames Förderverfahren zwei Präventionsprojekte für sozial benachteiligte Zielgruppen: Mit 250.000 Euro wird eine dreijährige Maßnahme der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück (Landkreis Osnabrück) in Werkstätten für Menschen mit Behinderung ermöglicht. Dabei sollen die Gesundheitskompetenzen der Menschen, zum Beispiel zur Stressbewältigung, gestärkt und Gesundheitsrisiken wie Bewegungsmangel im Lebens- und Arbeitsumfeld reduziert werden. 50.000 Euro stehen für das Hannoversche Präventionskonzept für Kinder psychisch erkrankter Eltern zur Verfügung. Das Projekt zielt auf die Unterstützung der psychosozialen Gesundheit und verknüpft Angebote für Kinder und Eltern.

Die Krankenkassen in Niedersachsen hatten infolge des Präventionsgesetzes entschieden, ihr Engagement für die Gesundheitsförderung sozial benachteiligter Zielgruppen zu verstärken und dabei auch gemeinsam vorzugehen. Für Antragsteller entsprechender Projekte steht dabei seit dem Frühjahr 2017 eine „Gemeinsame Stelle der GKV“ zur Verfügung, angesiedelt bei der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen (www.gemeinsame-stelle-gkv-nds.de). Niedersachsen ist das erste Bundesland mit einem solchen Angebot. Nunmehr haben die Krankenkassen erstmals über Projektanträge entschieden, die bei der Gemeinsamen Stelle eingegangen sind. „Wir können durch unsere Förderentscheidungen gute Impulse für die Gesundheitsförderung in Niedersachsen geben. Dazu haben wir ein transparentes und effizientes Antragsverfahren etabliert, das schon kurz nach dem Start von Antragstellern genutzt wird“, sagten Sprecher der Krankenkassen. „Unser gemeinsames Vorgehen ergänzt die vielfältigen weiteren Präventionsaktivitäten der Krankenkassen, bei denen sich ein kassenindividuelles Handeln bewährt hat.“