Rückblick auf Influenza-Saison: Heftige Grippewelle in Niedersachsen

Risikogruppen sind nur teilweise geimpft

Hannover, 05.05.2017. In Niedersachsen fiel die Grippesaison 2016/2017 heftig aus. In Niedersachsen wurden von Oktober 2016 bis Ende April 2017 5.230 Influenza-Infektionen gemeldet, 2015/2016 gab es im gleichen Zeitraum 3.959 registrierte Fälle.

„Landesweit verzeichnen wir die dritte starke Influenza-Saison in Folge“, sagt Thomas Wiechert von der IKK classic. Nach einem ersten starken Anstieg der Erkrankungen Anfang Januar erreichte die diesjährige Grippewelle ihren Höhepunkt im Februar. Seit Ende März klingt die Grippewelle kontinuierlich ab.

Schutz vor der Grippe kann eine Impfung bieten. Diese wird insbesondere Risikopatienten empfohlen. Dazu zählen Menschen über 60 Jahren, Schwangere, medizinisches Personal und Personen mit chronischen Erkrankungen. Bei den über 60-Jährigen ist aktuellen Daten zufolge aber nur jeder Dritte gegen Grippe geimpft. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für alle Risikogruppen. Manche Kassen, darunter die IKK classic, bezahlen die Impfung für alle Versicherten. Thomas Wiechert weist darauf hin, dass die Impfung jedes Jahr erneuert werden muss.

Stichwort: Grippe

Die Grippe ist eine plötzlich einsetzende Atemwegserkrankung. Betroffene bekommen Fieber, Halsschmerzen und trockenen Husten, oftmals begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen. Ausgelöst wird die stark ansteckende Krankheit durch Viren. Beim Niesen, Husten oder Sprechen gelangen winzige, virushaltige Tröpfchen von Erkrankten in die Luft und können von anderen Menschen in der Nähe eingeatmet werden. Die Erreger haften auch an Händen und Gegenständen, die von Infizierten angefasst wurden. Über den Kontakt mit Schleimhäuten in Mund und Nase können sie dann in den Körper eindringen und krank machen. Die Gefahr, an einer Grippe zu erkranken, ist in der nasskalten Jahreszeit am größten, wenn die Abwehrkraft der Schleimhaut in den Atemwegen durch Kälte und trockene Heizungsluft geschwächt ist. Daher geht man davon aus, dass die Grippesaison in der Regel von Oktober bis Ende April angesetzt werden muss. Während der Grippesaison sollte man auf konsequente Handhygiene achten. Eine Antibiotika-Behandlung ist im Krankheitsfall unnütz, weil der Grippe-Erreger ein Virus und kein Bakterium ist.

Hinweis für die Redaktionen:
Die Zahlen der gemeldeten Influenza-Infektionen stammen aus der Gesundheitsdatenbank des Robert-Koch-Instituts (https://survstat.rki.de/). Zahlen für einzelne niedersächsische Kreise auf Anfrage.