Dauerhafte Hilfe bei Heuschnupfen und Co.

Jetzt ist die richtige Zeit für die „Impfung“ gegen Allergien

Hannover, 16.10.2017. Zwischen 16 und 18 Millionen Deutsche leiden nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes unter einer Pollenallergie. Besonders im Frühjahr plagen sich viele mit juckenden, laufenden Nasen, ständigem Niesen und tränenden Augen. Im Herbst und Winter ist die richtige Zeit, um mit einer Hyposensibilisierung – der Impfung gegen bestimmte Allergieauslöser – zu beginnen, rät die Krankenkasse IKK classic.

Endlich wieder durchatmen

Viele Allergiker, die unter Heuschnupfen leiden, nehmen Medikamente ein, um die Symptome zu lindern. Die Ursache wird dadurch jedoch nicht behoben. „Die Hyposensibilisierung ist die einzige Behandlungsmethode, welche die überempfindliche Reaktion des Körpers normalisieren kann“, sagt Thomas Wiechert von der IKK classic. Bei dieser Therapie wird das Immunsystem des Patienten umerzogen. Es „lernt“, dass der allergieauslösende Stoff nicht schädlich ist.

Therapieformen: Tablette, Tropfen oder Spritze

In den meisten Fällen erfolgt die Immunisierung mit Hilfe von Injektionen. Die Therapie dauert etwa drei Jahre, in denen die Konzentration des Allergieauslösers langsam gesteigert wird. In der ersten Phase injiziert der Mediziner das Allergen wöchentlich, später einmal pro Monat. Da es bei dieser Methode zu allergischen Reaktionen kommen kann, bleibt der Patient nach der Injektion zur Beobachtung rund 30 Minuten in der Arztpraxis. Möglich ist die Hyposensibilisierung auch in Form von Tropfen oder Tabletten. „Der Allergiker nimmt das Allergenextrakt täglich ein, ebenfalls über einen Zeitraum von drei Jahren“, so Wiechert.

Hohe Erfolgsraten bei langfristiger Behandlung

Die Erfolgsaussichten der Behandlung sind gut. Bei 70 bis 80 Prozent der Patienten können die Beschwerden meist dauerhaft gelindert werden. In einigen Fällen verschwinden sie sogar völlig. Geeignet ist die Therapie für Erwachsene ohne schwere Begleiterkrankungen und für Kinder ab dem Schulalter. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.