Trainingscamp für junge Fußballer in der Sportschule Hennef

23 Jugendliche haben ein dreitägiges Fußballcamp der IKK classic und der Handwerkskammer zu Köln in der Sportschule Hennef absolviert und dabei auch viel über die Perspektiven im Handwerk gelernt.

(Bergisch Gladbach, 27.04.2017) Viele freie Ausbildungsplätze, doch kaum Bewerber in Sicht: Betriebe finden immer schwerer Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk. Die Gründe dafür sind vielfältig: Neben der demographischen Entwicklung und der zunehmenden „Studierlust“ kommt häufig auch noch die Unkenntnis über das Handwerk hinzu. „Viele Jugendliche haben immer noch im Kopf „nur mit dem Abitur wirst du was“ und übersehen dabei die zahlreichen Möglichkeiten und Chancen einer betrieblichen Ausbildung“, so Landesgeschäftsführer Thomas Lamberz von der IKK classic. „Darum haben wir gemeinsam mit der Handwerkskammer zu Köln das Trainingscamp veranstaltet, bei dem junge Fußballer nicht nur an ihrem fußballerischen Können feilen konnten, sondern auch einen praktischen Einblick in das Handwerk bekommen haben.“

Insgesamt 23 Jungen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren nahmen an dem Trainingscamp in der Sportschule Hennef teil und trainierten zwölf Stunden unter der Anleitung von zwei zertifizierten Trainern des Fußball-Verbands Mittelrhein. Zusätzlich informierten Praktiker aus dem Handwerk und Ausbildungsexperten über die verschiedenen Ausbildungsberufe und übten Bewerbungsgespräche mit den Jugendlichen. Besonders überrascht waren die Jugendlichen über ein Studienergebnis, das ihnen Angela Arndt von der Handwerkskammer zu Köln präsentierte. Sie konnte den Jugendlichen zeigen, dass Akademiker mit (Fach-)Hochschulabschluss ein durchschnittliches Brutto-Lebensentgelt von 2,37 Millionen Euro erhalten, Arbeitnehmer mit einem Fortbildungsabschluss, also Berufsausbildung plus Weiterqualifizierung, aber auch auf ein durchschnittliches Brutto-Lebensentgelt von 1,94 Millionen Euro kommen. Ein Ergebnis, das vielen Teilnehmern zu denken gab.

Einen praktischen Einblick in das Handwerk hatte der KFZ-Meister Yilmaz Dogan vom Bildungszentrum der Handwerkskammer am Butzweilerhof vorbereitet. Die Teilnehmer mussten einen Holzkasten samt Schaltkreis bauen und auf die Oberfläche des Kastens ein Spielfeld malen. Der Clou dabei: War alles richtig verschraubt, geklebt und verdrahtet, ergab sich ein Ratespiel, bei dem eine grüne Lampe in der Spielfeldmitte leuchtete, wenn auf eine Frage die richtige Antwort erfolgte.

Zum Schluss des Trainingscamps waren sich die Jugendlichen einig: „Natürlich sind wir hauptsächlich wegen des Fußballs gekommen, aber dass wir zusätzlich so viel über die Möglichkeiten im Handwerk erfahren würden, hätten wir nicht gedacht. Viele von uns werden jetzt sicherlich über eine Ausbildung in diesem Bereich nachdenken“.