Stress für die Augen …

… durch Bildschirmarbeit, Smartphones und Tablet-PCs

(Bielefeld, 04.08.2017). Das Auge ist das wichtigste Sinnesorgan des Menschen. Nur mithilfe der Augen sind wir in der Lage, Bilder zu erkennen. Ganz grob gesagt nimmt das Auge visuelle Reize von außen wahr und wandelt sie in elektrische Impulse um. Anschließend werden die Informationen über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet.

Was das Auge stresst

Das Sehorgan bewegt sich dadurch kaum und wir blinzeln zu selten. Ist die Schrift auch noch sehr klein, kann sich das Auge schnell überanstrengen. Die Folgen: trockene Augen und Kurzsichtigkeit. Das „Trockene Auge“ ist Medizinern zufolge bereits zur Volkskrankheit geworden. Es äußert sich durch Augenbrennen und -rötungen, Druckgefühl, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen. Um die Augen zu entspannen, raten Mediziner dazu, ein Post-it an den PC-Bildschirm zu heften auf dem steht: Blinzeln nicht vergessen. „Außerdem hilft es, den Blick regelmäßig auf entferntere Gegenstände zu richten – ob auf ein schönes Bild an der Wand oder den Baum vor dem Fenster. Regelmäßige Perspektivwechsel entlasten die Augen“ erläutert Stefanie Weier.

Gesundheitliche Folgen

Damit das „Trockene Auge“ nicht chronisch wird oder durch den verminderten Tränenfilm zu Infektionen führt, sollten Betroffene bereits bei den ersten Anzeichen zum Augenarzt gehen. Unterstützen können sogenannte „künstliche Tränen“. Diese sollte man sich aber nicht einfach so ohne ärztliche Diagnose kaufen.

Auf jeden Fall zum Arzt

Der ständige Blick auf den Bildschirm von Smartphone, Tablet oder PC belastet die Augen sehr. Der Arbeitnehmer eines Bildschirmarbeitsplatzes wechselt beispielsweise 33.000 Mal vom Bildschirm zu seiner Vorlage und zurück. Unterschiedliche Helligkeiten sorgen zusätzlich für circa 17.000 Pupillenreaktionen. „Privat ist das Smartphone zum Alltagsbegleiter geworden. Wann fährt die nächste U-Bahn? Was gibt es zum Mittagessen beim Italiener? Wie wird das Wetter? Studien zufolge blickt jeder deutsche Smartphone-Besitzer alle 18 Minuten auf sein Display, um im Internet beispielsweise nach Informationen zu suchen, Nachrichten oder E-Mails zu checken“, sagt Stefanie Weier von der IKK classic. Dabei blicken wir zumeist starr, aus geringer Entfernung, auf einen nahen Punkt.

Lese- oder Gleitsichtbrille?

Bei vielen Menschen ab dem 30., spätestens aber ab dem 40. Lebensjahr lässt das Sehvermögen nach. „Beim Lesen der Zeitung oder gar eines Beipackzettels für Medikamente werden die Arme dann immer länger“, weiß Stefanie Weier. Das ist ganz normal, die Augen können sich dann nämlich nicht mehr so gut auf unterschiedliche Sehabstände einstellen – die sogenannte Alterssichtigkeit beginnt. Für viele Aktivitäten wird dann eine Lese- oder Gleitsichtbrille benötigt. Für das Arbeiten am Bildschirm sind hingegen spezielle Brillen ratsam. Sind diese Sehhilfen sogar medizinisch notwendig und normale Sehhilfen nicht geeignet, trägt der Arbeitgeber die Kosten für eine Bildschirmarbeitsplatzbrille (ArbMedVV, Teil 4 Abs. 2 Ziffer 1). Die Brille ist dann Eigentum des Arbeitgebers und muss nur am Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden. Betriebliche Vereinbarungen über den erweiterten Einsatz sind möglich.

 Brille mit PC-Tastatur

Foto: pa Picture-Alliance
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