In Bielefeld starker Anstieg von Rotavirus-Infektionen

Anzahl der gemeldeten Infektionen in 2017 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt – bei Infektion droht starker Flüssigkeitsverlust – Säuglinge ggf. impfen lassen und verstärkt auf Hygiene achten.

(Bielefeld, 25.01.2018). Die Zahl der Rotavirus-Infektionen in Bielefeld ist verglichen mit dem Vorjahr deutlich nach oben geschnellt. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts für meldepflichtige Infektionskrankheiten hervor. „Wurden im Jahr 2016 in Bielefeld noch 78 Infektionen mit dem Rotavirus ärztlich festgestellt, so waren es im vergangenen Jahr 155“, sagt Stefanie Weier von der Krankenkasse IKK classic. „Und die wirkliche Zahl der Infektionen dürfte noch wesentlich höher sein, da nicht jeder Betroffene zum Arzt geht und in die Statistik einfließt.“

Ursache und Wirkung

Das Rotavirus ist die weltweit häufigste Ursache für schwere Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kindern. Es ist hochansteckend und wird leicht übertragen. Auch Erwachsene können sich mit dem Virus infizieren. Durch den starken Durchfall verlieren die Patienten viel Flüssigkeit, was besonders für Säuglinge und Kleinkinder lebensbedrohlich sein kann. Eltern sollten daher unbedingt einen Arzt aufsuchen. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Schmierinfektion. Die Viren werden dabei durch kleinste Stuhl-Reste an den Händen weitergegeben und können von der Hand in den Mund gelangen. Als Infektionsquelle dienen verunreinigte Lebensmittel oder Gegenstände. Weil Kleinkinder häufig Sachen in den Mund nehmen, sind sie besonders gefährdet. Zudem ist ihr Immunsystem noch nicht so stark ausgebildet wie bei Erwachsenen. Hat eine Infektion stattgefunden, setzt nach ein bis drei Tagen Durchfall ein, der innerhalb weniger Stunden immer schlimmer wird. Oftmals kommen Übelkeit, Erbrechen, starke Magenschmerzen oder Fieber hinzu.

Behandlung und Vorsorge

Medikamente gegen das Virus gibt es nicht. Der Arzt kann lediglich Mittel verordnen, die die Symptome lindern. Ganz wichtig ist es, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und ausreichend viel zu trinken. Um kein unnötiges Risiko einzugehen, ist eine ärztliche Betreuung nötig. Eine Impfung gegen Rotaviren gibt es für Säuglinge. „Die Ständige Impfkommission empfiehlt seit 2013 die Schluck-Impfung gegen Rotaviren für Säuglinge unter sechs Monaten. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen“, so Stefanie Weier und weist darauf hin, besonders auf Hygienemaßnahmen zu achten. Ganz wichtig ist es, sich regelmäßig und gewissenhaft die Hände zu waschen. Lebensmittel, die roh verzehrt werden, wie Obst, Salat und Gemüse, sollten sehr gründlich gewaschen werden. Hat sich ein Familienmitglied mit dem Rotavirus infiziert, am besten während der Krankheitsphase ein Desinfektionsmittel verwenden und alles, was der Patient benutzt hat, säubern – bei Kindern insbesondere das Spielzeug und die Wickelunterlage.

Online-Service und persönliche Beratung

Rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche können Versicherte unter https://meine.ikk-classic.de/ beispielsweise Adress- oder Kontaktdaten ändern, eine neue eGK in Auftrag geben, Erstattungen von Leistungen aus dem IKK-Gesundheitskonto wie professionelle Zahnreinigung oder Gesundheitskurse beantragen oder Belege und Bescheinigungen per Upload direkt übermitteln. Das gilt auch für AU-Bescheinigungen, die so schnell und unkompliziert bei der IKK classic eingereicht werden können. Und für die persönlichen Belange erreichen Versicherte und Betriebe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in zahlreichen Servicecentern. Rufnummern, Adressen und Öffnungszeiten unter: www.ikk-classic.de/servicecenter

 

Rotaviren 2016

Rotaviren 2017

RB Detmold

513

979

Kreisfreie Stadt Bielefeld

78

155

Kreis Gütersloh

94

123

Kreis Herford

40

124

Kreis Höxter

39

89

Kreis Lippe

102

273

Kreis Minden-Lübbecke

47

99

Kreis Paderborn

113

116

RB Arnsberg

623

1161

RB Münster

494

1039

NRW

3356

6065