Fünf Gelsenkirchener Kitas erhalten „SunPass-Zertifikat“

Großes Engagement zum Schutz der Kinder(haut)

Gemeinsame Presseinformation mit der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen

(Gelsenkirchen, 12.10.2017). Fünf Gelsenkirchener Kitas haben sich in diesem Jahr wahrlich ins Zeug gelegt und aktiv etwas dafür getan, dass die Kids ohne Sonnenbrand durch den Sommer kommen. Das klingt selbstverständlich, ist aber nicht immer leicht umzusetzen. Denn obwohl die Sonnentage Spaß machen und auch guttun, ist unbestritten, dass die im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung die Haut schädigen kann. Kinder sind besonders gefährdet. Ihre Haut ist sehr dünn und hat nur einen sehr geringen natürlichen Eigenschutz. Jeder Sonnenbrand im Kindesalter erhöht deutlich das Risiko, im Laufe des Lebens an Hautkrebs zu erkranken. Daher ist es wichtig, schon frühzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit der Sonne zu erlernen. Dieses Anliegen verfolgt die Aktion „SunPass“ der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. in Kooperation mit der IKK classic, die im Frühjahr in den Gelsenkirchener Kitas begonnen hatte.

Im Rahmen einer feierlichen Stunde und zu Gast in der städtischen Tageseinrichtung für Kinder in der Johannes-Rau-Allee 60, überreichten die Initiatoren nun die „Sonnenschutz-Zertifikate“ an die fünf beteiligten Kitas. Ausgezeichnet wurden die städtischen Tageseinrichtungen für Kinder in der Freiligrathstraße 80, der Irmgardstraße 12, der Johannes-Rau-Allee 60 und der Middelicher Straße 316 sowie die städtische Tageseinrichtung für Kinder „Florastraße“.

Seit dem Projektstart im Frühjahr haben die Kitas den Sonnenschutz zielstrebig umgesetzt – mit Spaß und großem Engagement. Dies bedeutete zusätzliche Arbeit: Schulungen, Ortsbegehungen sowie die Installation von Sonnensegeln in den Kitas. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krebsgesellschaft NRW und IKK classic, Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern und nicht zuletzt die Kinder haben gemeinsam beraten, diskutiert und das getan, was es braucht, um die Kitas „sonnenschutz-fit“ zu machen. „Festgehalten sind alle wichtigen Punkte in einer Sonnenschutzvereinbarung, die konsequent umgesetzt wird, um die Kinder vor UV-Strahlen zu schützen.

Kitas, die alle Punkte der vorgegebenen Vereinbarungen erfüllen, werden als ‚Sonnenschutzkindergarten‘ ausgezeichnet“, berichtet Professor Dr. med. Eggert Stockfleth, Direktor der Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am St. Josef-Hospital Bochum. Er ist Vorsitzender der Europäischen Hautkrebsstiftung (European Skin Cancer Foundation, kurz ESCF), die das Konzept „SunPass“ entwickelt hat und seit 2009 mit Partnern in ganz Europa durchführt.

„Es ist essentiell und von nachhaltiger Wirkung, den Umgang mit der Sonne so früh wie möglich zum Thema zu machen“, betont Stockfleth: „Kindergärten sind dafür geeignete Orte. Jedes fünfte Kind im Kindergartenalter hatte schon einmal einen Sonnenbrand. Das zeigt eine ESCF-Umfrage bei rund 3.400 Familien. Viele Eltern unterschätzen offenbar die Gefahr der Sonne. In der Umfrage gaben nur 14 Prozent der Eltern an, ihren Kindern Mützen zum Spielen im Freien mitzugeben. Lediglich jeder fünfte Elternteil achtete darauf, dass ihre Kinder Kleidung tragen, die sie vor der Sonne schützt.“

Um das Bewusstsein in Sachen Hautschutz zu schärfen, ist es den „SunPass“-Initiatoren wichtig, die Kitas nicht einfach „nur zu informieren“, sondern den aktiven Austausch der Erzieherinnen und Erziehern mit den Eltern anzuregen. „Das große Interesse und die Lust, die Vorgaben auch kreativ umzusetzen, haben uns dabei sehr begeistert“, berichtet Uwe Hauptreif, Regionalgeschäftsführer der IKK classic: „Die Kinder haben Sonnenecken gestaltet, Lieder gedichtet und gesungen, gemalt und gebastelt.“ All dies hat zum Gelingen der Aktion beigetragen und wird nun zu recht mit dem „Sonnenschutz-Zertifikat“ belohnt. „Wir wollen dieses Engagement unbedingt hervorheben, da es keine Selbstverständlichkeit ist“, ergänzt Pia Jansen von der Krebsgesellschaft NRW: „Dennoch bedeutet die Auszeichnung nicht, dass sich die Kitas nun nicht mehr kümmern müssen. Das Zertifikat ist erst der Anfang, mit dem sich die Kitas verpflichten, die festgelegten Maßnahmen kontinuierlich fortzuführen und wenn nötig, jedes Jahr zu überarbeiten.“ Denn so viel ist sicher: Der nächste Sommer kommt bestimmt!

Uwe Hauptreif und Pia Jansen (1., 2.v.l.) überreichten das „Sonnenschutz-Zertifikat“ den stolzen Kindern der Kita Johannes-Rau-Allee in Gelsenkirchen mit ihrer Leiterin Kerstin Hubrich (3.v.l.)

Uwe Hauptreif und Pia Jansen (1., 2.v.l.) überreichten das „Sonnenschutz-Zertifikat“ den stolzen Kindern der Kita Johannes-Rau-Allee in Gelsenkirchen mit ihrer Leiterin Kerstin Hubrich (3.v.l.).
©Krebsgesellschaft NRW

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