Gute Laune durch Vitamin D

Jetzt noch jeden Sonnenstrahl ausnutzen

Sonnenlicht bewirkt bei uns Menschen nicht nur gute Laune, sondern ist wichtig für die Bildung von Vitamin D. In den nächsten Tagen und Wochen sollten wir unbedingt noch jeden Sonnenstrahl ausnutzen, rät Stefanie Weier von der IKK classic.

Der Körper produziert viel Vitamin D selbst

Vitamin D ist wichtig für den Calciumhaushalt und reguliert den Auf- und Abbau der Knochen. Außerdem trägt das auch als „Prohormon“ bezeichnete Vitamin dazu bei, dass wir im Winter gesund bleiben. Der Körper produziert bis zu 90 Prozent des Bedarfs selbst, wenn er genügend Sonnenstrahlen erhält. „Im Herbst und Winter – zwischen November und April – ist dies jedoch ein eher schwieriges Unterfangen“, sagt Weier. Die Produktion erfolgt nämlich in der Haut und ist von der Jahreszeit, vom Breitengrad, Sonnenstand, Wetter, Alter sowie von der Hautfarbe und -bedeckung abhängig.

Sonne auf Vorrat tanken

„Noch sind die Tage ungefähr zehn bis zwölf Stunden lang und hoffentlich noch eine Weile sonnig, deshalb sollte man jetzt noch jeden sonnigen Augenblick draußen im Freien genießen“, so Weier. Vitamin D wird über einen längeren Zeitraum im Körper gespeichert und kann diesen die dunklen Monate über versorgen, in denen nicht genug Sonnenlicht durch die Atmosphäre gelangt. Experten raten dazu, sich in den Sommermonaten etwa 5-20 Minuten pro Tag und ohne Sonnencreme im Freien aufzuhalten (außer Säuglinge), wenn Gesicht, Arme und Dekolleté unbedeckt sind. Vorsicht: Eine Rötung der Haut oder gar ein Sonnenbrand sollten aber unbedingt vermieden werden.

Vitamin D-Mangel selten

Zu wenig Vitamin D ruft meist schlechte Stimmung, Schlafstörungen, Nervosität, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme hervor. Ob wir ausreichend versorgt sind, misst man anhand der Konzentration von Calcidiol im Blut – das ist die Vorstufe für das aktive Vitamin D-Hormon. Einen „schwerwiegenden“ Vitamin D-Mangel – unter 20 nmol/l – haben Experten zufolge in Deutschland aber nur wenige Menschen. Rund 60 Prozent der Erwachsenen weisen jedoch im Winterhalbjahr einen zu niedrigen Spiegel von unter 50 nmol/l im Blut auf. Gerade in der dunkleren Jahreszeit werden in den Medien häufig Nahrungsergänzungspräparate gegen einen Mangel an Vitamin D angepriesen. Manchmal sind sie sogar sinnvoll – zum Beispiel für Säuglinge, um Rachitis vorzubeugen oder für Ältere als Sturz- und Frakturprophylaxe oder zur Behandlung von Osteoporose. „Wer die oben genannten Zustände bei sich entdeckt, sollte auf jeden Fall – und vor der Einnahme eines entsprechenden Präparates – zum Arzt gehen“, so Weier.

Die richtigen Lebensmittel

Reich an dem fettlöslichen Vitamin sind Fettfische. Mit 67 Gramm Hering, 100 Gramm Aal oder 125 Gramm Lachs lässt sich der tägliche Bedarf decken. Besonders im Winter sollten daher regelmäßig Gerichte mit Fettfischen auf dem Speiseplan stehen. „Da Vitamin D durch Hitze oder Lagerung nicht zerstört wird, kann man auch auf Fischkonserven – zum Beispiel Hering in Tomatensauce – zurückgreifen“, weiß Weier. Weitere Lieferanten sind – wenn auch in deutlich geringerem Maße (bis zu 6 µg pro 100 g) – Eigelb, Pilze wie Champignons, Steinpilze oder Pfifferlinge, Milch, -produkte und Käse. Auch angereicherte Lebensmittel können zur Bedarfsdeckung beitragen. Derzeit gibt es Margarine, Mischfette, Speiseöle, Pflanzencremes, Frischkäsezubereitungen und Frühstückscerealien mit einem Vitamin D-Zusatz auf dem Markt. Hier hilft ein Blick auf das Etikett.

Weitere Informationen gibt es auf: www.ikk-classic.de/vitamind

Eine Frau sitzt in urbaner Umgebung auf dem Boden und blickt in die Ferne. Am Horizont geht die Sonne unter.

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