Kostenübernahme von Medikamenten

Damit Sie schnell wieder gesund werden, übernimmt die IKK classic die Kosten für alle apothekenpflichtigen Arzneimittel, wenn diese notwendig und verordnungsfähig sind. Ihr Arzt entscheidet, welches Medikament für Sie am besten geeignet ist.

Diese Medikamente kann der Arzt verschreiben

Aufgrund der verschiedenen Rezeptformen kann Ihr Arzt Ihnen alle Arzneimittel verschreiben, die in Deutschland zugelassen sind. Aber die Krankenkasse darf Ihnen nicht alle Arzneimittel bezahlen. Welche verschreibungspflichtigen Medikamente Ihre gesetzliche Krankenkasse abdeckt, regelt ein Katalog in der „Richtlinie über die Verordnung von Arzneimitteln in der vertragsärztlichen Versorgung“. Ihr Arzt wird Sie darauf hinweisen, wenn er ein Medikament für erforderlich hält, das nicht im Katalog enthalten ist.

Was die Farben des Rezeptes bedeuten

  • Das rosa Kassenrezept ist das gebräuchlichste. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für die darauf verordneten Medikamente (maximal drei). Der Versicherte leistet nur die gesetzliche Zuzahlung, auch Rezeptgebühr genannt. Das rosa Kassenrezept gilt ab Ausstellungsdatum für 28 Tage.

  • Das blaue Rezept bekommen Sie, wenn die darauf verordneten verschreibungspflichtigen Medikamente (maximal drei) nicht zum Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung gehören. Diese müssen Sie selbst bezahlen. Das blaue Rezept ist ab Ausstellung drei Monate gültig

  • Auf dem grünen Rezept notiert Ihr Arzt rezeptfreie Medikamente, deren Dosierung und weitere Informationen zur Einnahme. Diese Medikamente sind nur eine Empfehlung Ihres Arztes und müssen daher grundsätzlich aus eigener Tasche bezahlt werden. Nur in sehr wenigen Fällen erstattet die Krankenkasse die Kosten. Allerdings können Sie die Ausgaben unter Vorlage von Rezept und Apothekenquittung als außergewöhnliche Belastung bei der Einkommensteuer geltend machen.

Zuzahlungen und Mehrkosten

Sie leisten in der Apotheke eine gesetzliche Zuzahlung. Diese sogenannte Rezeptgebühr beträgt 10 Prozent des Abgabepreises des Arzneimittels, mindestens 5 Euro, maximal 10 Euro, aber nicht mehr als die Kosten des Arzneimittels.

Für viele Medikamente ist ein sogenannter Festbetrag festgelegt, also eine Höchstgrenze, bis zu der die Krankenkasse die Kosten übernehmen darf. Liegt der Preis des Arzneimittels darüber, zahlen Sie den übersteigenden Betrag als Mehrkosten zusätzlich zur gesetzlichen Zuzahlung. Die Mehrkosten müssen Sie auch zahlen, wenn Sie von der Zuzahlung befreit sind.

Von der Zuzahlung ausgenommen

Patienten bis 18 Jahre leisten keine Zuzahlungen.

Auch Verordnungen bei Schwangerschaftsbeschwerden oder im Zusammenhang mit Entbindungen sind zuzahlungsfrei.

Die Zuzahlung entfällt außerdem, wenn der Patient ein verschreibungspflichtiges Medikament benötigt, dessen Verkaufspreis mindestens 30 Prozent unter dem Festbetrag liegt, sogenannte zuzahlungsbefreite Arzneimittel. Weitere Informationen hierzu und eine Übersicht finden Sie beim Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung. Gern können Sie auch beim Team von IKK Med, der Medizinischen Hotline der IKK classic, nachfragen.

Darüber hinaus sind viele Rabattarzneimittel der IKK classic von der Zuzahlung befreit.

Keine Kostenübernahme

Für Privatrezepte (blaues Rezept) und nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel (grünes Rezept) dürfen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten grundsätzlich nicht übernehmen.

Für Patienten über 18 Jahren können für folgende verschreibungspflichtige Arzneimittel ebenfalls keine Kosten übernommen werden:

  • Arzneimittel zur Anwendung bei Erkältungskrankheiten (Schnupfenmittel, Hustenlöser etc.)

  • Mund- und Rachentherapeutika, ausgenommen bei Pilzinfektionen

  • Abführmittel

  • Arzneimittel gegen Reisekrankheit

  • Potenzmittel

  • Mittel zur Raucherentwöhnung, Zügelung des Appetits, Regulierung des Körpergewichtes oder Haarwuchsmittel

Ausnahmefälle

In Ausnahmefällen darf die Krankenkasse auch für nicht verschreibungspflichtige Medikamente die Kosten übernehmen.

Entweder bei Patienten unter 12 Jahren oder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, wenn Entwicklungsstörungen vorliegen. Ausnahmen sind auch möglich, wenn das Mittel bei einer schwerwiegenden Krankheit zum Therapiestandard gehört. Auch anthroposophische und homöopathische Arzneimittel können bei bestimmten Erkrankungen verordnet werden, wenn sie als Therapiestandard gelten.

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