Papierflieger fliegt vor einer Weltkarte

Reiseimpfungen und Malaria-Prophylaxe

Von Argentinien bis Zypern: In anderen Ländern lernen Sie nicht nur andere Sitten kennen, ihr Immunsystem trifft auch auf bisher unbekannte Krankheiten. Sorgen Sie deshalb vor – mit den empfohlenen Reiseschutzimpfungen.

Informieren Sie sich rechtzeitig vor Reiseantritt, entweder bei Ihrem Hausarzt, dem Gesundheitsamt, in Ihrer Apotheke, einer reise- oder tropenmedizinischen Einrichtung – oder bei den Experten unserer kostenlosen medizinischen Beratungshotline IKK Med.

Welche Kosten übernimmt die IKK classic?

Wir unterstützen Sie und bieten Ihnen über die gesetzlichen Leistungen hinaus Reiseschutzimpfungen an. Für diesen erweiterten Impfschutz erstatten wir Ihnen die Kosten des Impfstoffes in voller Höhe, abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung. Eventuell anfallende Kosten für ärztliche Leistungen übernehmen wir in Höhe der Vertragssätze.

Außerdem erstatten wir bis zu 50 Euro für die Arzneimittelprophylaxe gegen Malaria.

Reichen Sie nach dem Arztbesuch – neben dem Antrag auf Impfkostenerstattung – bitte folgende Unterlagen bei uns ein:

- Privatrezept für den Impfstoff
- Apothekenquittung über den Impfstoff
- Privatrechnung des Arztes

In einigen Bundesländern können die zusätzlich angebotenen Impfungen auch gegen Vorlage Ihrer IKK-Versichertenkarte in Anspruch genommen werden. Fragen Sie vorher einfach bei Ihrem Arzt nach.

Übermitteln Sie Ihre Unterlagen einfach an uns – ganz praktisch geht dies zum Beispiel über die IKK Onlinefiliale.

Cholera

Cholera ist eine akute, lebensgefährliche Infektionskrankheit, die meist durch verseuchtes Wasser, aber auch von Mensch zu Mensch übertragen wird. Nach einer kurzen Inkubationszeit von bis zu fünf Tagen können Symptome wie Bauchkrämpfe, Erbrechen und wässriger Durchfall auftreten.

Eine Impfung wird bei Reisen in Choleragebiete empfohlen, zum Beispiel Ersthelfern in Krisen- und Katastrophengebieten.

FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Viren hervorgerufene Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Sie wird zumeist durch Zecken, selten auch über Nahrungsmittel übertragen, wie durch verunreinigte, nicht pasteurisierte Milch.

Neben Menschen, die in den Risikogebieten leben und arbeiten, wird eine Impfung gegen FSME auch Urlaubern für die Risikogebiete Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen und Thüringen empfohlen.

Gelbfieber

Gelbfieber ist eine schwere Virusinfektion, die durch eine Stechmückenart (Aedes) übertragen wird. Gelbfieber tritt vor allem im äquatorialen Afrika sowie in Mittel- und Südamerika auf. Nach einer Inkubationszeit von drei bis sechs Tagen folgt ein schneller Fieberanstieg, häufig begleitet von verlangsamtem Puls und einer Bindehautentzündung.

Bei einem schweren Verlauf des Gelbfiebers können Leber- und Nierenversagen zum Tod des Infizierten führen. Eine Gelbfieber-Impfung sollte mindestens zehn Tage vor der Einreise geschehen, danach hält sie ein Leben lang.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine ansteckende Leberentzündung. Sie kommt weltweit vor, am häufigsten in tropischen Regionen und in Ländern, in denen die hygienischen Verhältnisse mangelhaft sind. Im Gegensatz zu Hepatitis B und C heilt Hepatitis A von selbst, kann jedoch bei Patienten über 50 Jahren zu akutem Leberversagen führen.

Eine Ansteckung mit Hepatitis A erfolgt fast immer fäkal-oral, Krankheitssymptome treten meistens nicht auf. Eine Impfung schützt bereits zwei bis vier Wochen nach der ersten Injektion. Eine Auffrischung nach sechs bis zwölf Monaten führt zu einer langfristigen bis lebenslangen Immunität.

Hepatitis B

Hepatitis B wird in Deutschland zumeist über sexuellen Kontakt übertragen, aber auch über mit Blut verunreinigte Gegenstände wie Spritzen oder Tätowierinstrumente. In vielen Teilen der Welt ist Hepatitis B eine führende Ursache der Leberzirrhose und von Leberkrebs.

Bei Neugeborenen und Kindern verlaufen 50 bis 90 Prozent der Infektionen chronisch. Daher wird üblicherweise eine Immunisierung bereits in den ersten Lebensmonaten verabreicht.

Influenza (Grippe)

Besonders chronisch Kranke, Menschen ab 60 Jahren sowie Schwangere sollten sich gegen eine echte Virusgrippe (Influenza) impfen lassen. Die Impfung sollte jedes Jahr erfolgen, vorzugsweise im Spätherbst.

Eine Grippeimpfung bietet keinen umfassenden Impfschutz vor Erkältungen.

Japanische Enzephalitis

Die Japanische Enzephalitis (Gehirnentzündung) ist eine Tropenerkrankung, die durch Viren ausgelöst wird. Sie kommt vor allem im südasiatischen Raum vor. Nach der Infektion durch einen Mückenstich äußern sich erste Beschwerden nach ca. fünf bis 15 Tagen. Die Symptome ähneln einer Grippe. Nach zwei bis vier weiteren Tagen entwickeln sich neurologische Symptome und es kann zu Lähmungen und Krämpfen kommen.

Dieser schweren Virusinfektion des Gehirns kann durch Impfung vorgebeugt werden. Eine Impfung wirkt nach ca. 10 Tagen nach der 2. Dosis. Eine Wiederimpfung wird nach 12 bis 24 Monaten empfohlen. Die Impfung wirkt ungefähr 10 Jahre.

 

Meningokokken

Meningokokken sind selten, aber gefährlich. Sie werden von Mensch zu Mensch und über Schmierinfektion übertragen. Dabei verursachen Bakterien meist eitrige Hirnhautentzündungen, die sogenannte Meningitis, seltener eine Blutstrominfektion.

Erste Beschwerden äußern sich zwei bis zehn Tage nach Ansteckung, die Betroffenen sind bis zu sieben Tage davor ansteckend. Eine Impfung wird für alle Kinder im Alter von zwölf bis 23 Monaten empfohlen.

Tollwut

Diese tödliche und unheilbare Krankheit gilt in Deutschland als ausgerottet. Dennoch kann sie durch eine Rückkehr von Reisen in Risiko-Länder eingeschleppt werden, weswegen eine Impfung von Reisenden stets empfohlen wird.

Die Schutzdauer des Tollwut-Impfstoffs beträgt bei vollständiger Grundimmunisierung bis zu fünf Jahre. Dafür sind bis zu fünf Impfungen nötig.

Typhus

Bei Typhus handelt es sich um eine schwere bakterielle Infektion, die durch verseuchtes Trinkwasser und Nahrungsmittel übertragen wird. Zwei bis 21 Tage nach einer Infektion treten erste Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Fieber auf. Komplikationen wie Hirnhautentzündung oder Perforation des Darms können folgen.

Eine Impfung ist mittels Schluckimpfung oder Injektion möglich und wirkt bereits sieben bis 14 Tage nach Verabreichung. Die Schutzdauer beider Impfarten beträgt ca. drei Jahre.

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Malaria-Prophylaxe

Malaria (auch Wechselfieber genannt) ist eine Infektionskrankheit, die durch einen Stich der Anophelesmücke übertragen wird. Sie ist hauptsächlich in den Tropen und Subtropen verbreitet. Das typische Symptom sind Fieberschübe, die sich mit fieberfreien Intervallen abwechseln. Des Weiteren können auch allgemeines Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen sowie Schwindel auftreten.

Malaria kann mit Medikamenten behandelt werden. Besser ist es jedoch vorzubeugen – sprich gar nicht erst gestochen zu werden. Also am besten die Haut durch lange Hosen, langärmelige Hemden oder Blusen sowie mit abwehrenden Mittel vor einem Stich schützen und unter einem Moskitonetz schlafen.

Wem diese vorbeugenden Maßnahmen noch zu unsicher sind, der kann auch vorbeugend Medikamente einnehmen (Arzneimittelprophylaxe). Diese erstatten wir bis zu einem Betrag in Höhe von maximal 50 Euro.

Für jedes Malariagebiet ergeben sich spezielle medikamentöse Empfehlungen, die regelmäßig aktualisiert werden. Deshalb sollten Sie die medikamentöse Malaria-Prophylaxe vorab immer mit einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt abklären.

Impfberatung von IKK Med

Die medizinische Beratung vor einer Reise ist eine gute Gelegenheit, den allgemeinen Impfschutz zu überprüfen und zu vervollständigen. Generell sollte in Deutschland jeder Erwachsene einen kompletten Schutz gegen Bräune (Diphtherie), Wundstarrkrampf (Tetanus) und Kinderlähmung (Poliomyelitis) haben. Welche weiteren Impfungen nötig sind, hängt vom Reiseziel und Reisestil ab. In exotischen Ländern sind Rucksacktouristen anderen Infektionsgefahren ausgesetzt als Badeurlauber in Urlaubsressorts. Unsere Experten erreichen Sie täglich rund um die Uhr unter der der kostenfreien Rufnummer 0800 455 1000. Über unsere IKK Onlinefiliale bieten wir Ihnen außerdem eine Videoberatung an.

Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche

Sie wollen Ihr Kind vor gefährlichen Krankheiten wie einer Hirnhautentzündung schützen? Wir übernehmen die Impfungen gegen Meningokokken und viele weitere Immunisierungen. Mehr erfahren

Schutzimpfungen für Erwachsene

Auch im Erwachsenenalter schützen Impfungen gegen gefährliche Infektionskrankheiten. Die IKK classic übernimmt deshalb für Erwachsene alle empfohlenen Impfungen und viele zusätzliche Immunisierungen. Mehr erfahren

IKK Impfschutz Plus

 Jeden Tag begegnen wir einer Vielzahl von Bakterien und Viren – und einige Erreger können lebensbedrohliche Krankheiten auslösen. Die effektivste Gegenmaßnahme: gar nicht erst krank werden! Mit IKK Impfschutz Plus erhalten Sie deshalb den bestmöglichen Impfschutz.

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