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IKK classic unterzeichnet „European Declaration on Heat and Health“

Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz: IKK classic unterstützt europäische Forderungen und setzt auf Prävention im Handwerk

Dresden, 31. August 2026. Die IKK classic hat im August die „European Declaration on Heat and Health“ unterzeichnet. Mit der Erklärung fordern mehr als 80 europäische Organisationen die Europäische Union zu einem konsequenteren Schutz vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze auf. Initiatoren sind die europäischen Partner der Planetary Health Alliance und die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V. (KLUG). Die Erklärung richtet sich an die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und den Rat der Europäischen Union. Zudem sollen die Forderungen in die laufenden Arbeiten der Europäischen Kommission am „European Climate Resilience Framework“ einfließen. Das Rahmenwerk soll Ende 2026 verabschiedet werden.

Hitze ist eine Gesundheitsgefahr

Die „European Declaration on Heat and Health“ setzt bei einer Entwicklung an, die zunehmend auch Deutschland betrifft: Hitze ist eine ernsthafte Gesundheitsgefahr. Nach Angaben aus dem Europa-Bericht 2026 des „Lancet Countdown on Health and Climate Change“ ist die hitzebedingte Sterblichkeit in fast allen untersuchten europäischen Regionen zwischen den Jahren 2015 und 2024 gestiegen. Allein 2024 gab es demnach rund 63.000 hitzebedingte Todesfälle in Europa. Besonders gefährdet sind unter anderem ältere Menschen, Kinder, Schwangere, chronisch Kranke sowie Menschen, die im Freien arbeiten.

Forderungen für mehr Hitzeschutz

Die Unterzeichner der Erklärung fordern von der EU, aus bestehenden Klimaschutz- und Anpassungsplänen verbindliche Maßnahmen zu machen. Dazu gehört ein europäischer Hitzeschutzplan mit einem Notfall-Anpassungsfonds. Damit sollen Gemeinden widerstandsfähiger gegen Hitze sowie Gesundheitseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen klimafest werden. Auch beim Arbeitsschutz sehen die Initiatoren Handlungsbedarf: Verbindliche, regional angepasste Temperaturschwellen sollen die Beschäftigten besser vor Hitze schützen.

Darüber hinaus fordern die Unterzeichner sichere Temperaturen in Wohnungen für besonders gefährdete Menschen. Klimaschutz müsse stärker als Teil der Gesundheitspolitik verstanden werden. Gesundheit, wissenschaftliche Erkenntnisse und Gerechtigkeit müssten deshalb ins Zentrum der europäischen Klimapolitik rücken. 

Hitzeschutz ist auch Arbeitsschutz

Für die IKK classic als Krankenkasse für das Handwerk hat das Thema Klima- und Gesundheitsschutz eine besondere Bedeutung. Viele Handwerkerinnen und Handwerker arbeiten im Freien und sind Hitze, UV-Strahlung und anderen Wetterextremen unmittelbar ausgesetzt. Die IKK-Studie „So gesund ist das Handwerk“ zeigte bereits im Jahr 2022, wie deutlich die Folgen jetzt schon sind: Mehr als jeder vierte Befragte (27,3 Prozent) gab an, den Einfluss des Klimawandels bei der täglichen Arbeit stark oder sehr stark zu spüren. Besonders betroffen von Hitze, starker Sonneneinstrahlung und Extremwetter sind unter anderem das Holz-, Bau- und Ausbaugewerbe. 

„Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise. Gerade im Handwerk erleben viele Beschäftigte bereits heute, wie sich Hitze, UV-Strahlung und Extremwetter auf ihre Arbeit und ihre Gesundheit auswirken.“

Thomas Sleutel

Geschäftsführer des Geschäftsführungsbereichs Markt der IKK classic

Die Unterzeichnung der „European Declaration on Heat and Health“ ist mehr als ein politisches Signal. Sie steht für einen Gesundheitsbegriff, der die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen mitdenkt. Klimaschutz ist dabei auch Gesundheitsschutz. Gerade für das Handwerk gilt: Wer Beschäftigte vor den Folgen des Klimawandels schützt und sie auf veränderte Arbeitsbedingungen vorbereitet, schützt ihre Gesundheit und stärkt zugleich die Zukunftsfähigkeit der Betriebe.

Hier finden Sie ausführliche Informationen über European Declaration on Heat and Health und über Planetary Health.

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Juliane Mentz
Juliane Mentz
Pressesprecherin
Viktoria Durnberger
Viktoria Durnberger
Stv. Pressesprecherin
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