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Frank Hippler zum GKV-Tag: Jetzt Strukturreformen angehen

Deutschland verfügt über ein leistungsfähiges Gesundheitssystem. Damit das auch künftig so bleibt, müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden.

Ein leistungsfähiges Gesundheitssystem zeichnet sich nicht dadurch aus, dass möglichst viele Leistungen erbracht werden. Entscheidend ist, dass die richtigen Leistungen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Damit das gelingt, müssen die anstehenden Strukturreformen jetzt konsequent vorangebracht werden. Es braucht eine bessere Steuerung der Versorgung, eine konsequente Digitalisierung und Transparenz und einen stärkeren Fokus auf Prävention.

Wir erwarten von dem neuen Bundesgesundheitsminister, diese großen Aufgaben entschlossen anzugehen. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat die gesetzlichen Krankenkassen kurzfristig finanziell entlastet. Doch langfristige finanzielle Stabilität und ein zukunftsfestes System werden wir nur erreichen, wenn wir neue Strukturen schaffen und die vorhandenen Ressourcen besser verteilen. Es geht darum, mit den verfügbaren Mitteln mehr Gesundheit zu erreichen und die Patientinnen und Patienten noch stärker in den Mittelpunkt der Versorgung zu rücken.

Mit dem Gesetz zur Reform der Notfallversorgung und dem Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen stehen noch in diesem Jahr hierfür essenzielle Themen auf der Agenda der Bundesregierung. Auch das Thema Primärversorgung will die Bundesregierung noch in diesem Jahr angehen. Ich bin sicher, eine vernetzte Primärnavigation kann Patientinnen und Patienten schneller und gezielter in die passende Versorgung führen. Gleichzeitig müssen alle Gesundheitsberufe ihre Kompetenzen stärker einbringen können. Digitale Instrumente tragen dazu bei, Versorgungswege effizienter zu gestalten und die vorhandenen Ressourcen gezielter einzusetzen.

Doch über den Erfolg notwendiger Strukturreformen entscheidet am Ende nicht allein die Qualität der Konzepte. Entscheidend wird auch die Bereitschaft aller Akteure sein, Veränderungen mitzutragen und gemeinsame Lösungen über Partikularinteressen zu stellen. Konstruktive Kritik gehört zu jedem Veränderungsprozess. Jedoch werden sich die Herausforderungen im Gesundheitswesen weder durch gegenseitige Schuldzuweisungen, Blockaden, Scheindebatten oder Festhalten an veralteten Strukturen bewältigen lassen.

Als Vertreter von rund 75 Millionen Versicherten steht die Gesetzliche Krankenversicherung bereit, den Reformprozess konstruktiv mitzugestalten.

GKV-Tag:

Die 93 gesetzlichen Krankenkassen haben ein gemeinsames Ziel: die gesundheitliche Absicherung ihrer rund 75 Millionen Versicherten. Sie setzen sich dafür ein, dass die GKV-Beiträge ihrer Versicherten und deren Arbeitgebenden für eine hochwertige und zugleich wirtschaftliche Versorgung eingesetzt werden – und dass Ausgaben für Gesundheit fair verteilt werden. Alle gesetzlichen Krankenkassen stehen aus Überzeugung hinter einem Solidarsystem, das heute 90 Prozent der Bevölkerung absichert – unabhängig von Alter, Einkommen und Krankheitsrisiko. Es ist wichtig, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, statt zu spalten. Es gilt, ein insgesamt gut funktionierendes Gesundheitssystem weiterzuentwickeln, statt es kaputtzureden. Einmal im Quartal weisen die Krankenkassen gemeinsam auf zentrale Anliegen der Gesetzlichen Krankenversicherung hin. Einmal im Quartal ist GKV-Tag. Denn #wirsindGKV.

Ansprechpartnerinnen

Juliane Mentz
Juliane Mentz
Pressesprecherin
Viktoria Durnberger
Viktoria Durnberger
Stv. Pressesprecherin
Smartphone-Besitzer erhält Nachrichten auf sein Gerät, angedeutet durch Briefumschläge.

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