Frauengesundheit ist von hoher medizinischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Relevanz. Die Pro-Kopf-Krankheitskosten von Frauen liegen deutlich über denen von Männern. Gründe dafür sind nicht nur Schwangerschaft und Geburt, sondern auch ihre höheren geschlechtsspezifischen Krankheitslasten in verschiedenen Lebensphasen. Zudem ist die Lebenserwartung von Frauen höher.
Die gesundheitlichen Bedarfe und Risiken von Frauen verändern sich im Laufe des Lebens, werden aber weder in Prävention noch Versorgung bislang ausreichend berücksichtigt. Zudem orientiert sich gesundheitliche Versorgung grundsätzlich am männlichen Normpatienten, wodurch geschlechtsspezifische Unterschiede in Diagnostik und Therapie häufig außer Acht bleiben.
In ihrem Grundsatzpapier zeigt die IKK classic auf, wie Frauengesundheit lebensphasenbezogen, präventiv und geschlechtersensibel weiterentwickelt werden kann. Im Mittelpunkt stehen konkrete gesundheitspolitische Handlungsansätze von der Präpubertät und Pubertät über die reproduktive Phase bis zur Menopause sowie übergreifende Themen wie Gendermedizin, geschlechtsspezifische Forschung und Gewaltprävention.