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Forsa-Umfrage der IKK classic: Vorsorge ist den Deutschen wichtig – doch viele nutzen die Angebote nicht


  • 97 Prozent der Befragten halten Vorsorgeuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen für sinnvoll
  • Bei der tatsächlichen Teilnahme zeigt sich jedoch eine deutliche Lücke – besonders bei Darmkrebs- und Hautkrebsfrüherkennung
  • 29 Prozent haben schon einmal wegen Problemen bei der Terminvergabe auf eine Vorsorgeuntersuchung verzichtet

Dresden, 25. August 2026. Gesundheitsvorsorge hat in der deutschen Bevölkerung inzwischen einen hohen Stellenwert erlangt. 78 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten zwischen 35 und 75 Jahren halten die von Krankenkassen angebotenen Vorsorgeuntersuchungen für sehr sinnvoll. Weitere 19 Prozent bewerten sie als eher sinnvoll. Damit beurteilen insgesamt 97 Prozent die Angebote positiv. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Befragung im Auftrag der IKK classic unter 1.004 gesetzlich Versicherten im Alter von 35 bis 75 Jahre.

Deutliche Lücke zwischen Zustimmung und tatsächlicher Teilnahme

Doch zwischen der grundsätzlichen Zustimmung und der tatsächlichen Teilnahme klafft eine Lücke. Besonders deutlich wird das bei der Darmkrebsvorsorge und beim Hautkrebs-Screening. Während 85 Prozent die Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren kennen, nehmen sie nur 66 Prozent derjenigen, die auf sie Anspruch haben und sie kennen, regelmäßig wahr. Ähnlich sieht es beim Hautkrebs-Screening aus: 83 Prozent kennen die Untersuchung. Regelmäßig nutzen sie jedoch nur 58 Prozent derjenigen, die Anspruch darauf haben und das Angebot kennen.

Am meisten nehmen die Befragten die Zahnvorsorge wahr. 87 Prozent derjenigen, die die Untersuchung kennen und die einen Anspruch darauf haben, gehen regelmäßig zur Kontrolle. Auch den allgemeinen Gesundheits-Check-up nutzen viele: 74 Prozent derjenigen, die ihn kennen und nutzen könnten, nehmen ihn regelmäßig wahr.

Frauen gehen häufiger zur Vorsorge

Bei der regelmäßigen Teilnahme zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Frauen nehmen Vorsorgeuntersuchungen häufiger wahr. Zur Zahnvorsorge gehen 82 Prozent der Frauen regelmäßig, bei den Männern liegt die Quote bei lediglich 70 Prozent. Auch beim Gesundheits-Check-up liegen Frauen mit 67 Prozent vor den Männern mit 56 Prozent.

Terminprobleme bremsen Vorsorge

Warum verzichten Menschen trotz der hohen Bedeutung auf Vorsorge? Am häufigsten liegt es an praktischen Hürden. 29 Prozent der Befragten berichten, schon einmal wegen Problemen bei der Terminvergabe auf eine für sie geeignete Vorsorge- oder Früherkennungsuntersuchung verzichtet zu haben.

Für 23 Prozent ist Vorsorge grundsätzlich kein Thema: Sie gehen nach eigenen Angaben nur zum Arzt, wenn sie krank sind. 19 Prozent sagen, dass sie bislang weder von ihrer Krankenkasse noch von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt auf Vorsorgeuntersuchungen angesprochen wurden. Jeweils 16 Prozent nennen fehlende Informationen oder Zeitmangel als Grund.

Persönliche Ansprache kann motivieren

Die Befragung zeigt zugleich, dass Krankenkassen mit gezielter Ansprache Menschen erreichen können. 25 Prozent der Befragten sagen, eine persönliche Einladung ihrer Krankenkasse zu einer Vorsorgeuntersuchung würde sie stark dazu motivieren, regelmäßig entsprechende Angebote wahrzunehmen. Weitere 31 Prozent würden sich dadurch etwas motivieren lassen. Insgesamt könnten somit mehr als die Hälfte der Befragten durch eine persönliche Einladung zumindest teilweise zusätzlich angesprochen werden. Auch ein Bonus der Krankenkasse kann ein Anreiz sein: 29 Prozent würden dadurch stark, weitere 28 Prozent etwas zur regelmäßigen Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen motiviert.

„Vorsorge kann Krankheiten verhindern oder frühzeitig erkennen. Umso wichtiger ist es, dass aus der grundsätzlichen Zustimmung auch eine regelmäßige Teilnahme wird. Darum informiert die IKK classic ihre Versicherten auch regelmäßig über die Vorsorgeuntersuchungen und belohnt die Teilnahme zudem mit einem Bonus “, so Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic.

Für die Untersuchung wurden im Auftrag der IKK classic vom 4. bis 10. August 2026 von Forsa insgesamt 1.004 gesetzlich Krankenversicherte im Alter von 35 bis 75 Jahren befragt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt in der Gesamtstichprobe +/- 3 Prozentpunkte.

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Juliane Mentz
Juliane Mentz
Pressesprecherin
Viktoria Durnberger
Viktoria Durnberger
Stv. Pressesprecherin
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