Im Jahr 2023 liegt Baden-Württemberg mit 466,8 Krankenhausbetten je 100.000 Einwohner unter dem Bundesdurchschnitt (564,3). Mit der anstehenden Krankenhausreform verschiebt sich der Fokus der Planung jedoch weg von der reinen Bettenanzahl hin zu einer bedarfsorientierten Zuweisung von Leistungsgruppen. Dies ermöglicht eine transparente und qualitätsorientierte Steuerung des Versorgungsangebots. „Gerade in den städtischen Regionen Baden-Württembergs braucht es eine konsequente Bündelung spezialisierter stationärer Leistungen, während in der Fläche die Grundversorgung gezielt gesichert werden muss“, fordert Hippler.
Zu einer bedarfsgerechten Krankenhausplanung gehörten zudem ausreichende Investitionen in die Infrastruktur. „Es ist positiv, dass Baden-Württemberg die Investitionsaufwendungen in den vergangenen Jahren deutlich erhöht hat. Der tatsächliche Bedarf wird jedoch weiterhin nicht gedeckt.“ Nur eine verlässliche Investitionskostenfinanzierung ermögliche langfristig eine bedarfsorientierte, qualitativ hochwertige und zugleich wirtschaftlich tragfähige Krankenhausstruktur.
„Medizinischer Fortschritt und demografischer Wandel werden in den kommenden Jahren tiefgreifende Anpassungen erforderlich machen“, betont Hippler. Die neue Landesregierung müsse sich deshalb aktiv einer sektorenübergreifenden und qualitätsgesicherten Gesundheitsversorgung widmen – über die stationäre Versorgung hinaus.
„Das Gesundheitssystem ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und ein zentraler Pfeiler gesellschaftlicher Stabilität. Es braucht Entscheidungen mit Weitblick und eine Strategie, die langfristig, legislaturperiodenübergreifend und überparteilich trägt. Nur so können wir die kommenden Herausforderungen bewältigen.“
Die gesundheitspolitischen Positionen der IKK classic zur Landtagswahl in Baden-Württemberg finden Sie hier.
Die IKK classic betreut rund 548.000 Versicherte mit Wohnort in Baden-Württemberg (Stand Februar 2026).