Stationäre somatische Versorgung neu ausrichten – effizient, qualitätsorientiert, patientenzentriert

Die stationäre Versorgung macht mit rund 102 Milliarden Euro im Jahr 2024 den größten Kostenblock der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus. Das entspricht etwa einem Drittel der gesamten Leistungsausgaben. Das System ist ineffizient: Überkapazitäten stehen einem akuten Fachkräftemangel gegenüber, während strukturelle Fehlanreize und eine Unterfinanzierung der Investitionskosten durch die Länder die Versorgung belasten. Aktuell wird weniger als die Hälfte der notwendigen Investitionen durch die Länder finanziert.

Die aktuellen Reformvorhaben (Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz KHVVG und Krankenhausreformanpassungsgesetz KHAG) greifen aus Sicht der IKK classic zu kurz. Sie lassen Ansätze zur Ambulantisierung sowie für eine bedarfsgerechte Steuerung vermissen. Die IKK classic fordert daher eine umfassende Neuausrichtung entlang fünf zentraler Handlungsfelder:

  • Patientensteuerung als Schlüssel zur Effizienzsteigerung: Mithilfe digitaler Navigationssysteme und verbindlicher Versorgungspfade müssen Patienten effektiver durch das Gesundheitssystem geleitet werden.
  • Bedarfsgerechte Strukturplanung und nachhaltige Finanzierung: Die Krankenhausplanung muss sich strikt am tatsächlichen Bedarf orientieren. Zudem ist eine gesetzliche Verpflichtung der Bundesländer zur vollen Übernahme ihrer Investitionsverantwortung unumgänglich.
  • Qualität als Leitprinzip: Verbindliche Qualitätsstandards und Mindestmengen dürfen nicht durch Ausnahmeregelungen aufgeweicht werden.
  • Digitalisierung als Hebel für Transformation: Der Einsatz von Telemedizin, künstlicher Intelligenz und interoperablen IT-Systemen ist notwendig, um das Personal spürbar zu entlasten und die Patientensicherheit zu erhöhen.
  • Stärkung der Gesundheitskompetenz und Patientenbeteiligung.

Ansprechpartner

Juliane Mentz
Juliane Mentz
Pressesprecherin
Viktoria Durnberger
Viktoria Durnberger
Stv. Pressesprecherin
Dr. Christian Korbanka
Dr. Christian Korbanka
Leiter Politik
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