Seit Mitte der Zehnerjahre haben sich die Kosten für Hilfsmittel (z. B. Rollatoren, Hörgeräte, Inkontinenzhilfen) mehr als verdreifacht – auf über 11 Mio. Euro (2024). Gründe dafür sind in erster Linie der gestiegene Leistungsbedarf einer immer älter werdenden Bevölkerung und der technologische Fortschritt.
Um in Zukunft eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte, aber auch finanzierbare Versorgung mit Hilfsmitteln sicherzustellen, stellt die IKK classic sieben Forderungen auf:
- den ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 % auf alle Hilfsmittel anzuwenden;
- das Ausschreibungsverfahren zur Hilfsmittelversorgung gesetzlich zu verankern;
- ein vereinfachtes Vertragsrecht anzuwenden;
- eine Stärkung des Hilfsmittelverzeichnisses;
- Transparenz bei Mehrkosten herzustellen;
- die Rahmenbedingungen für eine digitale Hilfsmittelversorgung im Prozess und bei Produkten zu verbessern;
- den Versorgungsprozess zu entbürokratisieren.
Nur durch ein Zusammenspiel von Qualität, Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Digitalisierung ist eine gute Versorgung möglich.