Welche Widerspruchsmöglichkeiten gibt es?
Ob Sie die ePA nutzen möchten oder nicht, ist Ihre freiwillige Entscheidung. Wenn Sie keine ePA nutzen möchten, müssen Sie gegenüber Ihrer Krankenkasse einen Widerspruch einlegen. Die IKK classic hat zwischen August und November 2024 ihre Versicherten per Brief über die Nutzung der ePA und die Widerspruchsmöglichkeiten informiert. Hier wurden auch einfache Möglichkeiten des Widerspruchs angeboten.
Ein grundsätzlicher Widerspruch ist auch nach Anlage einer ePA jederzeit möglich und führt zu einer Löschung der Akte mit allen darin gespeicherten Daten. Einen Widerspruch gegen die ePA können Sie gegenüber Ihrer Krankenkasse jederzeit widerrufen. Wenn Sie die ePA nutzen wollen, müssen Sie nichts weiter tun. Sie wurde 2025 automatisch für Sie angelegt.
Auch mitversicherte Kinder erhalten eine ePA. Mit Vollendung des 15. Lebensjahres können sie selbstbestimmt und eigenverantwortlich die ePA nutzen. Bis zum Alter von 15 Jahren entscheiden die Erziehungsberechtigten, ob eine ePA zur Verfügung gestellt oder der Bereitstellung widersprochen werden soll.
Ärztliche Praxen, Apotheken und Krankenhäuser sind seit dem 15.01.2025 grundsätzlich zum Zugriff auf Ihre ePA befugt und verpflichtet, bestimmte Daten in die ePA einzustellen. Die Zugriffsberechtigungen und die Zugriffsdauer variieren je nach Art der Leistungserbringereinrichtung und der gespeicherten Daten. Für Ärztinnen und Ärzte ist der Zugriff auf abgelegte Daten grundsätzlich für 90 Tage nach Behandlung möglich. Welche Daten in der ePA gespeichert werden, wer darauf zugreifen kann oder was gelöscht werden soll, entscheiden am Ende Sie. Der Widerspruch kann dabei vor oder nach dem Besuch in der entsprechenden Leistungserbringereinrichtung in der IKK classic ePA-App erteilt werden. Hierüber können einzelne Dokumente „verschattet“ werden. Das hat zur Folge, dass KEIN Leistungserbringer mehr darauf Zugriff hat. Soll nur bestimmten Leistungserbringenden der Zugriff auf die Dokumente in Ihrer ePA entzogen werden, ist dies über die Sperrung von einzelnen Leistungserbringenden über die ePA-Ombudsstelle der IKK classic möglich.