eine Ärztin und ein Arzt sehen sich gemeinsam eine elektronische Patientenakte an

Die elektronische Patientenakte (ePA)

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf eine kostenlose elektronische Patientenakte – kurz „ePA“. In dieser digitalen Anwendung können Ihre Gesundheitsdaten gespeichert und in die medizinische Behandlung eingebunden werden.

Die Nutzung der ePA ist seit dem 01.10.2025 nach den gesetzlichen Vorgaben auch für alle zugriffsberechtigen Leistungserbringenden verpflichtend. 

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Neu: Forschungsdatenspende

Ab 2027 können mit der Forschungsdatenspende Gesundheitsdaten aus der elektronischen Patientenakte (ePA) für medizinische Forschungsprojekte genutzt werden.

Direkt zur Neuregelung

Was ist die ePA?

Ob Medikation, Vorerkrankungen, Blutwerte oder der Verlauf früherer Behandlungen: Unterschiedlichste Informationen über unsere Gesundheit stehen in den Aktenordnern unserer Arztpraxen. Gehen wir dann zu einem anderen Arzt, liegen viele dieser Informationen über uns nicht vor und Untersuchungen müssen wiederholt werden. Das will die elektronische Patientenakte (ePA) ändern.

Die ePA kann man sich als eine Art „Cloud“ – also einen externen Speicherplatz – für Ihre medizinischen Informationen vorstellen. Diese werden dort gebündelt und ortsunabhängig aufbewahrt. Statt einer Papiersammlung im Aktenordner sind alle wichtigen Dokumente so übersichtlich aufgelistet und einsehbar. Das heißt, Sie können sie jederzeit abrufen und Arztpraxen, Krankenhäusern oder Apotheken einfach und schnell zur Verfügung stellen.

Die Nutzung der ePA ist freiwillig. Wenn Sie der ePA widersprechen und keine ePA nutzen, hat dies keine Nachteile für Ihre Gesundheitsversorgung. Allerdings stehen Ihnen dann auch die Vorteile der ePA nicht zur Verfügung.

Was bedeutet „ePA für alle“?

Bislang (seit Januar 2021) erhielt man die ePA nur auf Antrag (Opt-in-Verfahren). Das heißt, dass jede Patientin und jeder Patient für die Nutzung der Akte aktiv werden und Zugriffe für medizinisches Personal freigeben musste. Das ändert sich mit der Umsetzung des Digitalgesetzes Anfang 2025. Dann wird die ePA standardmäßig für alle Versicherte von den Krankenkassen angelegt – außer Sie widersprechen ausdrücklich (Opt-out-Verfahren). Denn die Nutzung der ePA bleibt freiwillig. Wer also nicht so lange warten möchte, kann seine ePA bereits heute beantragen und nutzen.

Die Anlage der Akten startete ab dem 15. Januar 2025 zunächst in den Testregionen Hamburg und Franken. Seit Ende April 2025 können Arztpraxen, Krankenhäuser oder andere Leistungserbringer bundesweit die ePA zunächst freiwillig befüllen. Die Leistungserbringenden sollen diese Phase dafür nutzen, um sich ausgiebig mit der ePA vertraut zu machen und sie in die Versorgungsabläufe zu integrieren. Seit dem 01.10.2025 ist die Nutzung der ePA nach den gesetzlichen Vorgaben auch für Leistungserbringende verpflichtend.

Was in allen neu angelegten Akten zu Beginn enthalten sein wird, sind eine Medikationsliste mit all Ihren mittels E-Rezept verschriebenen Arzneimitteln und eine Übersicht der von Ihnen in den letzten Jahren in Anspruch genommenen Leistungen.

Arztpraxen, Krankenhäuser oder andere Leistungserbringer haben seit Ende April 2025 Zugriff auf Ihre Akte, sobald Sie sich dort jeweils in Behandlung befinden. Sie müssen den Zugriff vorher nicht mehr aktiv freigeben. Selbstverständlich können Sie auch bestimmen, dass Leistungserbringer keinen Zugriff auf Ihre Patientenakte ab 2025 haben.

ePa, als Wolke dargestellt, ist über gestrichelte Linien mit Ärzten und Patienten vernetzt

Welche Vorteile bietet die ePA?

Mit der ePA werden viele Prozesse rund um Ihre gesundheitliche Versorgung digitalisiert und dadurch einfacher und sicherer, z. B. bei einem umzugsbedingten Arztwechsel. Das sorgt für eine Beschleunigung der Verfahren und eine Reduzierung von Verwaltungsaufwand – auch weil die Kommunikation über Papier durch zeitgemäße elektronische Formen abgelöst wird. Die ePA ist damit Ihr ganz persönliches digitales Gesundheitsmanagementsystem für Ihre Versorgung und begleitet Sie idealerweise Ihr Leben lang.

Durch die zentrale Verfügbarkeit der Daten reduziert sich auch für Ärzteschaft und andere Heilberufler der Aufwand, den sie für die Informationsbeschaffung aufbringen müssen, um die für Sie bestmögliche therapeutische Entscheidung treffen zu können, unerwünschte Wirkungen abzuwenden sowie unnötige Behandlungen oder belastende Mehrfachuntersuchungen zu vermeiden.

Mehr Transparenz, mehr Sicherheit und mehr Komfort: So lassen sich die wichtigsten Vorteile der ePA zusammenfassen.

Was kann in der ePA gespeichert werden?

In der ePA können alle wichtigen medizinischen Informationen und Daten durch alle an Ihrer Behandlung beteiligten Leistungserbringenden gespeichert werden. Die ePA ist in verschiedene Dokumentenarten und Kategorien unterteilt, die beispielsweise die Daten von Leistungserbringenden und Krankenkassen enthalten. Auch Sie selbst können persönliche Gesundheitsdaten speichern.

Das alles passt in die ePA: Arztbriefe, Notfalldatensätze, Medikationspläne, Therapiemaßnahmen, Befunde, Diagnosen, Impfpass

Zu diesen Informationen und Daten zählen bereits heute:

  • Befunde, Diagnosen, durchgeführte und geplante Therapiemaßnahmen, Früherkennungsuntersuchungen, Behandlungsberichte und sonstige untersuchungs- und behandlungsbezogene medizinische Informationen wie Aufzeichnungen aus dem telemedizinischen Monitoring, einer Röntgen- oder MRT-Untersuchung

  • elektronische Arztbriefe (eArztbriefe)

  • elektronischer Medikationsplan (eMP)

  • Daten zum E-Rezept (Verordnungsdaten und Informationen zu deren Einlösung)

  • Notfalldatensätze (NFDM)

  • Impfungen bzw. Impfpass (eImpfdokumentation)

  • Zahnbonusheft (eZahnbonusheft)

  • Mutterpass (eMutterpass)

  • Untersuchungsheft für Kinder (eU-Heft)

  • elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU)

  • sonstige medizinische Daten, z. B. Daten aus Disease Management Programmen (DMP); auch aus dem DMP-Programm „Rheumatoide Arthritis“

  • Daten aus Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA – sofern die DiGA die Datenspeicherung in der ePA unterstützt

  • Informationen über in Anspruch genommene Leistungen (bereitgestellt von der IKK classic)

  • Erklärungen zur Organ- und Gewebespende

  • Ablage eigener Daten, wie z. B. ein Tagebuch über Blutzuckermessungen, digitalisierte Befunde aus früheren Behandlungen oder eigene Aufzeichnungen (als PDF/A-Dokument möglich)

  • Daten zur pflegerischen Versorgung

  • Daten der Heilbehandlung und Rehabilitation

  • Abschriften der Behandlungsdokumentation von Leistungserbringereinrichtungen (z. B. Krankenhäusern) nach § 630 g BGB

  • Hinweise zu Aufbewahrungsorten und dem Vorhandensein von Erklärungen zur Organ- und Gewebespende, Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen

  • Anbindung des TI-Messengers

  • direkter Absprung zum nationalen Gesundheitsportal gesund.bund

  • 2026: Start der Pilotphase für den elektronischen Medikationsplan (eMP) als Teil des digital gestützten Medikationsprozesses (dgMP) in den TI-Modellregionen Hamburg und Franken

Bestimmte Dokumente wie Impfpass, Mutterpass, Notfalldaten oder das Zahnbonusheft (sogenannte Medizinische Informationsobjekte – kurz MIO) können nur von Leistungserbringenden in der ePA gespeichert werden.

Hinzu kommen 2027:

  • Ausleitung von Daten aus dem MIO Elektronische Medikationsliste (eML) ans Forschungsdatenzentrum (FDZ) Gesundheit

Sie können auch selbst Dokumente in der IKK classic ePA-App hinterlegen

Um eigene Dokumente in der App abzulegen, nutzen Sie am besten unsere IKK classic ePA-App. Alle Informationen zur App finden Sie hier.

Wenn Sie die IKK classic ePA-App nicht nutzen, haben Sie die Möglichkeit, Dokumente von der IKK classic in Ihre Patientenakte hochladen zu lassen – allerdings ausschließlich durch eine persönliche Übergabe der Unterlagen in einem unserer Servicecenter.

Um lange Wartezeiten zu vermeiden, vereinbaren Sie einfach einen Termin in Ihrem Servicecenter vor Ort. Nutzen Sie dafür unseren praktischen Online-Terminservice. Hier finden Sie auch Ihr nächstgelegenes IKK Servicecenter. 

Bitte beachten Sie: 
Dokumente, die Sie per Post oder E-Mail an die IKK classic senden, können nicht in die ePA aufgenommen werden.

Wie kann ich auf die ePA zugreifen?

Mit der IKK classic ePA-App

Zum Zugriff auf Ihre ePA über ein geeignetes Endgerät benötigen Sie die IKK classic ePA-App auf Ihrem Smartphone. Die ePA-App baut über das Internet eine Verbindung zur Telematikinfrastruktur (TI) auf, in der die eigentliche ePA liegt. An dieses Netzwerk sind bzw. werden die verschiedenen Leistungserbringenden im deutschen Gesundheitswesen angeschlossen.

Die ePA-App ermöglicht es Ihnen, Ihre ePA selbstständig zu verwalten, Dokumente zu löschen oder zu verbergen, Zugriffsberechtigungen zu erteilen oder zu entziehen sowie Vertretungen zu benennen.

ePA Desktop-Client

Sie können Ihre ePA über den ePA Desktop-Client auch über einen PC oder Laptop verwalten. Damit Sie am PC oder Laptop auf Ihre ePA zugreifen können, benötigen Sie Ihre elektronische Gesundheitskarte und PIN sowie ein Kartenlesegerät. Die Registrierung und Identifizierung können Sie auch direkt im ePA Desktop-Client auf Ihrem PC oder Laptop vornehmen.

Den ePA Desktop-Client können Sie sich hier herunterladen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zu technischen Voraussetzungen und zugelassenen Kartenlesegeräten.

Ohne App

Die ePA lässt sich auch ohne eigenes mobiles Endgerät nutzen: In diesem Fall benötigen Sie nur Ihre elektronische Gesundheitskarte (eGK).

Ihre behandelnde Ärztin oder Arzt kann nach Stecken der eGK Daten in Ihre ePA laden oder entsprechend Dokumente auslesen. Sprechen Sie Ihre Arztpraxis für das ersten Befüllen Ihrer ePA an. Die Praxen erhalten dafür eine entsprechende Aufwandsentschädigung.

Alternativ dazu können Sie auch eine Person Ihres Vertrauens als Vertretung im Zusammenhang mit der ePA bestimmen.

Über unsere Ombudsstelle können Sie den Zugriff einzelner Leistungserbringender auf die ePA steuern sowie Einsicht in die Protokolldaten Ihrer ePA erlangen.

Wer außer mir hat Zugriff auf die ePA?

  • Leistungserbringer und Leistungserbringereinrichtungen

    Ärztliche Praxen, Apotheken und Krankenhäuser haben sich bereits an die Telematikinfrastruktur angeschlossen. Sollte sich Ihre Ärztin oder Ihr Arzt weigern, die ePA zu befüllen, können Sie sich an die für die Ärztin oder den Arzt zuständige Kassenärztliche Vereinigung wenden. Nähere Informationen gibt es auch auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). 

    Für Hebammen und physiotherapeutische Praxen sowie Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen ist dies derzeit noch freiwillig.

  • Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TI)

    z. B. E-Rezept

  • Personen Ihres Vertrauens

    als Ihre Vertretung

  • behandlungsunterstützende Anwendungen

    Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) und Digitale Pflegeanwendungen (DiPA)

  • Ombudsstelle:

    Ombudsstelle (Umsetzung von Widersprüchen und Widerrufen sowie Bereitstellung von Protokolldaten und Sperren/Entsperren von Leistungserbringenden auf Wunsch der Versicherten

Gut zu wissen

Die IKK classic hat keinen Zugriff auf die Daten der ePA ihrer Versicherten.

Welche Anwendungsfälle gibt es?

Die ePA unterstützt bestimmte medizinische Anwendungsfälle, die gesetzlich festgelegt sind.

  • Digital gestützter Medikationsprozess (dgMP)

    Mit dem dgMP erhalten Versicherte von Beginn an eine vollständige, weitestgehend automatisiert erstellte, digitale Medikationsübersicht in ihrer ePA.

  • Übertragung von Abrechnungsdaten der IKK classic

    Daten zu Befunden, Diagnosen, durchgeführten und geplanten Therapiemaßnahmen, Früherkennungsuntersuchungen, Behandlungsberichten und sonstige untersuchungs- und behandlungsbezogene medizinische Informationen

  • E-Rezept-Fachdienst

    Einstellung von Daten aus dem E-Rezept-Fachdienst

  • Nutzung von Forschungsdaten

    Voraussichtlich ab Januar 2027 werden schrittweise Daten zu Forschungszwecken aus der ePA an das Forschungsdatenzentrum (FDZ) Gesundheit weitergeleitet. Das erfolgt automatisch und in pseudonymisierter Form.

    Mehr erfahren

Welche Widerspruchsmöglichkeiten gibt es?

Ob Sie die ePA nutzen möchten oder nicht, ist Ihre freiwillige Entscheidung. Wenn Sie keine ePA nutzen möchten, müssen Sie gegenüber Ihrer Krankenkasse einen Widerspruch einlegen. Die IKK classic hat zwischen August und November 2024 ihre Versicherten per Brief über die Nutzung der ePA und die Widerspruchsmöglichkeiten informiert. Hier wurden auch einfache Möglichkeiten des Widerspruchs angeboten.

Ein grundsätzlicher Widerspruch ist auch nach Anlage einer ePA jederzeit möglich und führt zu einer Löschung der Akte mit allen darin gespeicherten Daten. Einen Widerspruch gegen die ePA können Sie gegenüber Ihrer Krankenkasse jederzeit widerrufen. Wenn Sie die ePA nutzen wollen, müssen Sie nichts weiter tun. Sie wurde 2025 automatisch für Sie angelegt.

Auch mitversicherte Kinder erhalten eine ePA. Mit Vollendung des 15. Lebensjahres können sie selbstbestimmt und eigenverantwortlich die ePA nutzen. Bis zum Alter von 15 Jahren entscheiden die Erziehungsberechtigten, ob eine ePA zur Verfügung gestellt oder der Bereitstellung widersprochen werden soll.

Ärztliche Praxen, Apotheken und Krankenhäuser sind seit dem 15.01.2025 grundsätzlich zum Zugriff auf Ihre ePA befugt und verpflichtet, bestimmte Daten in die ePA einzustellen. Die Zugriffsberechtigungen und die Zugriffsdauer variieren je nach Art der Leistungserbringereinrichtung und der gespeicherten Daten. Für Ärztinnen und Ärzte ist der Zugriff auf abgelegte Daten grundsätzlich für 90 Tage nach Behandlung möglich. Welche Daten in der ePA gespeichert werden, wer darauf zugreifen kann oder was gelöscht werden soll, entscheiden am Ende Sie. Der Widerspruch kann dabei vor oder nach dem Besuch in der entsprechenden Leistungserbringereinrichtung in der IKK classic ePA-App erteilt werden. Hierüber können einzelne Dokumente „verschattet“ werden. Das hat zur Folge, dass KEIN Leistungserbringer mehr darauf Zugriff hat. Soll nur bestimmten Leistungserbringenden der Zugriff auf die Dokumente in Ihrer ePA entzogen werden, ist dies über die Sperrung von einzelnen Leistungserbringenden über die ePA-Ombudsstelle der IKK classic möglich.

Sie können

  • den Zugriff auf die ePA oder einzelne Dokumente einschränken oder erweitern

  • der Speicherung bestimmter Daten in Ihrer ePA widersprechen

  • dem Zugriff durch einzelne Leistungserbringende widersprechen

  • der gesamten Nutzung Ihrer Daten aus der ePA zu Forschungszwecken sowie auch nur einzelnen Nutzungszwecken widersprechen

Ein einmal erklärter Widerspruch kann jederzeit zurückgenommen werden.

Sie können Ihren Widerspruch sowie Widerruf jederzeit schriftlich sowie telefonisch oder in einem Servicecenter vor Ort einreichen. In unseren Informationsschreiben wurden Ihnen zusätzlich zur Einreichung eines Widerspruches einmalig ein Zugang zu einem Online-Formular oder alternativ ein Antwortbogen angeboten.

Neukunden der gesetzlichen Krankenversicherung (z. B. Neugeborene) erhalten vor der Anlage der ePA ein separates Informationsschreiben. Dieses enthält sowohl einen einmaligen Zugang zu einem Online-Formular sowie einen Antwortbogen, über die die einzelnen Widersprüche gegenüber der IKK classic erklärt werden können.

Wie wird die ePA für Forschungszwecke genutzt?

Neben dem direkten Nutzen für Ihre Versorgung sollen voraussichtlich ab Januar 2027 die in der ePA bereitgestellten Daten für gemeinwohlorientierte Zwecke wie z. B. der Forschung verwendet werden. Denn Gesundheitsdaten können wichtige Erkenntnisse für die künftige Gestaltung der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung in Deutschland liefern und bei der Weiterentwicklung unseres Gesundheitswesens helfen. Welche Zwecke als gemeinwohlorientiert gelten und wer die Daten nutzen darf, wird gesetzlich festgelegt. Auf dieser Grundlage kontrolliert das Forschungsdatenzentrum (FDZ) Gesundheit beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Weiternutzung der Daten.

Erfahren Sie hier, wie das genau funktioniert

Die Ausleitung pseudonymisierter Daten aus der elektronischen Patientenakte erfolgt schrittweise in Form von Medizinischen Informationsobjekten (MIOs). Dabei handelt es sich um strukturierte Daten, die nicht leicht zu pseudonymisieren sind. Das erste MIO, aus dem Daten pseudonymisiert ausgeleitet werden, ist die elektronische Medikationsliste (eML). Weitere Inhalte werden Schritt für Schritt ergänzt, sobald ihre sichere Pseudonymisierung gewährleistet ist.

Es werden nur Daten übermittelt, die ab dem Stichtag (voraussichtlich Januar 2027) neu anfallen. Eine Ausleitung von Bestandsdaten erfolgt nicht!

Weitere Informationen zum FDZ und zur Datenausleitung

​​​​​​​Gut zu wissen

Die Bereitstellung Ihrer Daten aus der ePA erfolgt pseudonymisiert. Das bedeutet, dass die Daten keinen Rückschluss auf Ihre Person zulassen. Die Ausleitung ans FDZ Gesundheit erfolgt automatisch, solange der IKK classic kein gesonderter Widerspruch dazu vorliegt. Ihr Widerspruch kann sich dabei auf die Datenausleitung insgesamt oder nur auf die Nutzung Ihrer Daten zu bestimmten Zwecken beziehen. Ihren Widerspruch können Sie entweder ganz einfach selbst über die IKK classic ePA-App („Profil“ > „Ihre Patientenakte“ > „Einwilligungen & Widersprüche“ > „Forschungsdaten“) oder über die Ombudsstelle der IKK classic erklären.

Möchten Sie Ihren Widerspruch zurücknehmen, ist das ebenfalls über die oben genannten Kanäle möglich.

Sie möchten sowohl gegen die ePA, als auch gegen die Datenausleitung Widerspruch einlegen? Dann ist zwingend die folgende Reihenfolge einzuhalten:

  1. Widerspruch gegen die gesamte Datenausleitung
  2. Widerspruch gegen die ePA insgesamt

Andernfalls ist eine Löschung der bereits für die Forschung freigegebenen Daten im Nachgang nicht mehr möglich

Was ist mit Datenschutz und Datensicherheit?

Die Daten in Ihrer Akte sind stets verschlüsselt abgelegt. Wenn Sie selbst oder eine an Ihrer Behandlung beteiligte Leistungserbringereinrichtung berechtigt auf die ePA zugreifen, überträgt die ePA die Daten verschlüsselt zu den entsprechenden Computersystemen, z. B. Ihrer Arztpraxis. Die Datenverarbeitung in der ePA erfolgt in einer auf höchstem Niveau sicherheitsgeprüften und vertrauenswürdigen technischen Umgebung. Weder der Betreiber noch die Krankenkasse haben Zugriff auf Ihre Daten.

Auch die Datensicherheit unterliegt innerhalb der Telematikinfrastruktur (TI) höchstmöglichen Standards: Alle für die ePA relevanten Daten werden in der TI so übertragen, dass Unbefugte sie weder lesen noch verändern können. Jede Übertragung erfolgt verschlüsselt.

Wo finde ich weitere Informationen rund um die ePA?

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