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COPD: Informationen und Angebote für Patienten

Die Abkürzung COPD steht für chronic obstructive pulmonary disease, auf Deutsch: chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Durch die Verengung der Atemwege wird insbesondere das Ausatmen erschwert. COPD ist nach momentanem Forschungsstand nicht heilbar – Betroffene können jedoch einiges tun, um ihre Lebensqualität zu verbessern. Die IKK classic hilft dabei.

Besser Leben bei COPD – mit IKK Promed

Wer bereits unter COPD leidet, kann durch gezielte Maßnahmen seine Lebensqualität steigern. Die IKK classic unterstützt Betroffene dabei: Über das strukturierte Behandlungsprogramm IKK Promed erhalten Patienten eine umfassende Betreuung.

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Frühzeitige Diagnostik und Behandlung von COPD

Für Patienten mit erhöhtem Risiko, an COPD zu erkranken, sind regelmäßige Screenings besonders wichtig. Und wer bereits an COPD leidet, benötigt eine kontinuierliche Behandlung. Die IKK classic bietet COPD-Patienten in Baden-Württemberg, NRW, Sachsen und Thüringen durch eine kooperative Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten in diversen Versorgungsmodulen eine optimale Versorgungsqualität.

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Kursangebote

Rauchfrei mit Nichtraucherhelden.de

Neben Luftverschmutzung oder beruflicher Belastung ist Rauchen einer der Hauptgründe, an COPD zu erkranken. Sie möchten endlich von der Nikotinsucht loskommen? Dann holen Sie sich Unterstützung per Onlinekurs!

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Check-up

Der Check-up ist eine Vorsorgeuntersuchung, bei der auch die Funktionsfähigkeit Ihrer Lunge geprüft wird. So kann ein Arzt COPD oder andere Lungenkrankheiten ausschließen.

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Rehasport

COPD-Erkrankte sollten nicht auf Sport verzichten – auf die richtigen Übungen kommt es an. Spezieller Lungensport oder Atemphysiotherapie helfen beim Leben mit der Erkrankung.

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COPD: Definition, Ursachen und Symptome

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung gehört zu den weltweit häufigsten Todesursachen – direkt nach Schlaganfall und Herzinfarkt. Unter dem Begriff COPD werden die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem, das im Zusammenhang mit COPD oft auftritt, zusammengefasst. COPD ist nicht heilbar, allerdings können Betroffene durch die richtige Behandlung mit der Krankheit leben.

Bei COPD sind die Atemwege entzündet und dauerhaft verengt. Typisch ist der sogenannte AHA-Effekt – mit dem Begriff sind die Symptome der Lungenerkrankung gemeint: vermehrter Auswurf, Husten und Atemnot. In späteren Stadien bekommen Betroffene immer schlechter Luft, schon Alltagstätigkeiten wie Treppensteigen oder ein Spaziergang können Erkrankte dann außer Atem bringen. Rauchen ist eine der Hauptursachen der Erkrankung, aber auch andere Schadstoffe wie Staub oder Abgase können Faktoren sein, die eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung begünstigen.

Eine COPD tritt nicht plötzlich auf, sie entwickelt sich über Jahre. Oft werden die Symptome in den frühen Stadien nicht erkannt, als Asthma missverstanden oder als hartnäckiger Husten abgetan, der umgangssprachlich Raucherhusten genannt wird. Dass doch eine ernsthafte Erkrankung dahintersteckt, wird häufig erst sehr spät erkannt – manche Betroffene sind dann über 60 Jahre alt.

Definition von COPD

Unter den Begriff COPD fallen mehrere Erkrankungen:


Chronische Bronchitis

COPD kann mit einer chronischen Bronchitis beginnen: Diese liegt vor, wenn ein Betroffener an zwei aufeinanderfolgenden Jahren für jeweils mindestens drei Monate unter Husten, vermehrter Schleimbildung und Auswurf leidet.

Bei einem Teil der COPD-Betroffenen dominiert eine dauerhafte Entzündung der unteren Atemwege, also der Bronchien und Bronchiolen. Wenn sich die Atemwege dauerhaft verengen, kommt zu der chronischen Bronchitis die sogenannte obstruktive Komponente hinzu. Erst dann spricht man von COPD.


Lungenemphysem

Zusätzlich können die Lungenbläschen angegriffen werden, es kommt zu einem Lungenemphysem. Lungenbläschen sind für den Gasaustausch verantwortlich, also dafür, dass Sauerstoff aus der Luft in den Blutkreislauf gelangen kann und andersherum Kohlendioxid in die Atemluft abgegeben wird.

Bei einem Lungenemphysem platzen die Lungenbläschen – genauer gesagt zerfallen ihre Wände und es bildet sich aus mehreren kleinen Bläschen eine große Blase. Dadurch verringert sich die Oberfläche und damit auch die Fläche, auf welcher der Gasaustausch vonstatten geht. Die Lunge kann dann zwar voller Luft sein, diese aber nicht verwerten – es kommt zu Atemnot.

Symptome von COPD

  • AHA-Symptome: Charakteristisch für die obstruktive Lungenerkrankung ist die AHA-Symptomatik: Atemnot, Husten und Auswurf. In Anfangsstadien leiden Betroffene unter regelmäßigem Husten, der besonders morgens auftritt. Im weiteren Krankheitsverlauf verschlimmert sich der Husten, tritt häufiger auf und wird von Auswurf begleitet.

    Anfangs treten die Symptome bei Anstrengung auf, in späteren Stadien kommt es auch in Ruhephasen zu Kurzatmigkeit. Geräusche beim Ausatmen und ein Engegefühl in der Brust können weitere COPD-Symptome sein.

  • Akute Exazerbation: Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung können plötzliche Verschlechterungen auftreten. Die Symptome verschlimmern sich schlagartig, die Atemnot nimmt plötzlich spürbar zu, der Husten wird schlimmer und es entsteht mehr Auswurf. Dieser "Lungen-Infarkt" wird in der Fachsprache Exazerbation genannt.

  • Folgeerkrankungen und -symptome: Auch wenn COPD eine Lungenerkrankung ist, können andere Organe wie Herz, Muskulatur, Skelett und Stoffwechselorgane in Mitleidenschaft gezogen werden. COPD-Patienten leiden oft auch an Blutarmut, Muskelabbau und Gewichtsverlust.

Risikofaktoren von COPD

COPD beginnt mit Entzündungen in der Lunge – folglich sind Risikofaktoren alle Einflüsse, die Entzündungen im Atemorgan auslösen können. Hauptursache für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist Rauchen, das den altersbedingten Abbau der Lungenfunktionen beschleunigt. Aber auch andere Einflussfaktoren können eine Rolle spielen.

Weitere Risikofaktoren sind Schadstoffe in der Luft. Bei der Verbrennung von beispielsweise Holz oder Kohle werden Schadstoffe freigesetzt, die die Lunge belasten. Ebenfalls haben Ozon oder Feinstaub einen schädlichen Einfluss.

Auch in bestimmten Berufen, in denen Betroffene permanent Gasen, Stäuben oder Dämpfen ausgesetzt sind, besteht ein erhöhtes Risiko, an COPD zu erkranken. Genetische Veranlagungen und Infektionen der Atemwege in der Kindheit können ebenfalls Risikofaktoren sein.

COPD-Therapie

COPD ist nicht heilbar. Allerdings kann die chronische Erkrankung behandelt werden. Mit der richtigen Therapie und Medikamenten können die Symptome abgeschwächt und die Lebensqualität von Betroffenen verbessert werden. Bei der Behandlung geht es also darum, Exazerbationen und Folgeerkrankungen vorzubeugen und zu behandeln.

In jedem Fall sollten Raucher bei einer COPD-Diagnose sofort mit dem Rauchen aufhören. Darüber hinaus helfen Atem- und Hustentechniken und das Vermeiden von Schadstoffen beim Umgang mit den Symptomen. Körperliche Aktivität steigert zudem die Belastbarkeit.

IKK Med

Haben Sie Fragen zu einer Krankheit, Behandlung oder einem Medikament? Dann fragen Sie uns gern. Über unsere kostenlose Hotline IKK Med stehen Ihnen unsere Experten zu Verfügung und beraten Sie zu medizinischen Angelegenheiten.

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