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Asthma: Informationen und Angebote für Betroffene

Asthma bronchiale ist eine nicht heilbare chronische Krankheit. Betroffene können Anfälle erleiden, bei denen sich die Bronchien verengen – die Folgen sind Husten und Atemnot. Auch wenn Asthma nicht geheilt werden kann, ist die Krankheit gut zu kontrollieren. Die IKK classic unterstützt Sie mit unterschiedlichen Leistungen.

Therapie bei Asthma bronchiale

Ob im Kindes- oder Erwachsenenalter: Wer unter Asthma bronchiale leidet, kann mit den richtigen Maßnahmen gut mit der Krankheit leben. Bei Kindern können die Symptome im Laufe der Pubertät wieder verschwinden. Oft hängt das von der Schwere der Erkrankung ab. Auch wenn die Symptome im Erwachsenenalter weiterhin auftreten, gibt es heute Möglichkeiten, wie Betroffenen gut mit Asthma bronchiale umgehen können.

IKK Promed (DMP)

Mit IKK Promed (DMP) bietet chronisch Erkrankten eine besondere Versorgung – auch Asthmatikern. Sie erhalten in einem strukturierten Behandlungsprogramm, auch bekannt als Disease-Management-Programm (DMP), alles Nötige, um mit der chronischen Krankheit im Alltag umzugehen und ihre Lebensqualität zu verbessern.

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gut gelaunte Frauen beim Reha-Sport © Gettyimages

Behandlung

Rehasport

Wer unter Asthma bronchiale leidet, kann seine Lunge gezielt trainieren – zum Beispiel in Lungensportgruppen. Die IKK classic unterstützt Sie beim Rehasport.

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Gruppe von Läufern beglückwünscht einen Mitstreiter beim Zieleinlauf © pixelfit

Vorsorge

Sportärztlicher Check

Wer unter Asthma bronchiale leidet und Risiken durch Sport ausschließen will, kann sich beraten lassen: bei einer sportärztlichen Vorsorgeuntersuchung.

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Frauen und Trainerin machen Yoga © IKK Classic

IKK Gesundheitskurse

Bewegung, Ernährung, Entspannung und Umgang mit Suchtmitteln – die IKK classic unterstützt Sie bei Gesundheitskursen vor Ort oder online. In unserer Datenbank finden Sie eine Vielzahl von zertifizierten Kursen.

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Raucher drückt Zigarette aus © Getty Images

Raucherentwöhnungs-App

Gerade für Asthmatiker ist Rauchen schädlich. Sie möchten aufhören? Dann holen Sie sich Unterstützung! Über unseren Kooperationspartner NichtraucherHelden.de bieten wir Ihnen kostenfrei einen Nichtraucherkurs an – online oder als App nutzbar.

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Asthma: Ursachen, Symptome und Therapie

Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege und betrifft in Deutschland etwa fünf Prozent der Erwachsenen und zehn Prozent aller Kinder – Tendenz steigend. Bei jüngeren Menschen bedingen meist Allergien die asthmatischen Beschwerden, während nach dem 30. Lebensjahr auch immer häufiger Umwelteinflüsse eine Rolle spielen. Mit verschiedenen Medikamenten und einem veränderten Lebensstil lassen sich die Symptome jedoch lindern. 

Was ist Asthma?

Bei Asthmatikern sind die Bronchien, also die Luftwege in der Lunge, chronisch entzündet und reagieren überempfindlich auf bestimmte äußere Reize. Wegen dieser sogenannten bronchialen Hyperreagibilität produziert die Schleimhaut, die das Innere der Bronchien auskleidet, einen zähen Schleim und schwillt an. Die Bronchien verengen, was den Betroffenen das Ein- und Ausatmen erschwert.

Welche Ausprägungen gibt es?

Mediziner unterscheiden allgemein drei Arten von Asthma. Beim allergischen Asthma lösen bestimmte Allergene die Atemwegsbeschwerden aus – etwa Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmelpilze, Nahrungsmittel oder auch Medikamente. Im Falle von Pollen als Auslöser spricht man von saisonalem Asthma, da die Beschwerden lediglich während der Pollensaison auftreten. Diese Form trifft vor allem Kinder und Jugendliche, die bereits an anderen allergischen Reaktionen leiden.

Die nicht-allergische Form, auch intrinsisches Asthma genannt, tritt häufig bei Erwachsenen nach einer Virusinfektion der Atemwege auf. Die Atemwege der Betroffenen reagieren auf unspezifische Reize, zum Beispiel für sie unverträgliche Medikamente wie Schmerzmittel oder Entzündungshemmer. Ebenfalls können bestimmte Reizstoffe aus der Umwelt wie Luftschadstoffe, Lacke, ätherische Öle, Staub oder Tabakrauch Asthma hervorrufen. Erfolgt der Kontakt mit einem Reizstoff vor allem im beruflichen Kontext, spricht man auch von Berufsasthma. Beim sogenannten Belastungsasthma oder Belastungsbronchospasmus verkrampfen sich die Bronchien nur, wenn Betroffene sich körperlich anstrengen oder eine Stresssituation erleben. Die Beschwerden können dabei sowohl während der Belastung auftreten als auch danach, wenn der Patient die körperliche Aktivität bereits beendet hat.

Eine Mischform aus allergischem und nicht-allergischem Asthma bezeichnet man als gemischtförmiges Asthma. Diese entwickelt sich zumeist aus einem allergischen Asthma heraus.

Arzthelferin misst den Blutdruck einer Patientin © IKK Classic

Check-up

Der Check-up, den Sie alle drei Jahre bei Ihrem Hausarzt durchführen lassen können, beinhaltet auch einen Lungenfunktionstest. Er gibt Aufschluss über Atemwegsprobleme.

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Schweregrade des Asthmas

Mediziner unterscheiden vier verschiedene Stufen von Asthma:

  • Stufe 1

    Haben Betroffene die Beschwerden maximal einmal die Woche tagsüber und nachts weniger als zweimal im Monat, spricht man von leichtem, gelegentlich auftretendem oder intermittierendem Asthma.

  • Stufe 2

    Treten die Beschwerden zwar nicht täglich, aber mehr als einmal die Woche und nachts öfter als zweimal monatlich auf, liegt ein leichtes, anhaltendes oder geringgradig persistierendes Asthma vor.

  • Stufe 3

    Leiden die Patienten unter täglichen Beschwerden, nachts sogar öfter als einmal die Woche und beeinträchtigen sie die körperliche Aktivität und den Schlaf, handelt es sich um ein mittelschweres, anhaltendes oder mittelgradig persistierendes Asthma.

  • Stufe 4

    Hören die Beschwerden weder tagsüber noch nachts auf, sondern halten mit wechselnder Intensität an und sind die körperliche Aktivitäten dabei deutlich eingeschränkt, sprechen Mediziner von schwerem, anhaltendem oder schwergradig persistierendem Asthma.

Ärzte unterscheiden zudem drei Grade der Asthma-Kontrolle. Dabei werden vier Fragen gestellt: Traten mehr als zweimal pro Woche tagsüber Symptome auf? Ist die Patientin oder der Patient in der Nacht durch das Asthma aufgewacht? Mussten mehr als zweimal pro Woche Bedarfsmedikamente eingesetzt werden? Hat das Asthma die Aktivität der Patienten eingeschränkt? Wenn alle Fragen verneint werden können, gilt das Asthma als kontrolliertes, leichtes Asthma. Sind ein bis zwei Kriterien erfüllt, handelt es sich um ein teilweise kontrolliertes Asthma. Bei drei bis vier Ja-Antworten liegt ein unkontrolliertes, schweres Asthma vor. 

Typische Symptome bei Asthma

Viele Asthmatiker leiden unter anfallsartiger Atemnot, vor allem in der Nacht. Dazu kommen oft nächtlicher Husten und Kurzatmigkeit. Als typisch gelten zudem pfeifende oder brummende Atemgeräusche, die vorwiegend beim Ausatmen entstehen. Auch ein chronischer und trockener Reizhusten weist auf Asthma hin. Einige Betroffene klagen statt über Atemnot über Beklemmungsgefühle in der Brust oder haben Schmerzen beim Einatmen kalter Luft.

Bei einem akuten Asthmaanfall tritt wiederum plötzlich einsetzende, starke Atemnot auf, oft begleitet von Unruhe und Angst oder Herzrasen. Ist die Atmung massiv eingeschränkt, kommt es zu einem Sauerstoffmangel und Lippen und Haut färben sich bläulich. In diesem schweren Fall sollte umgehend ein Notarzt alarmiert werden.

Asthmatherapie und Behandlung

Asthma ist als chronische Erkrankung meist nicht heilbar, aber: Die richtige Behandlung kann die Beschwerden lindern und die Lebensqualität der Betroffenen entscheidend verbessern. Spezielle Medikamente können das Voranschreiten der Erkrankung verhindern und im akuten Fall die angespannten Bronchien wieder entspannen. Viele Asthmatiker haben daher immer einen Inhalator dabei, der ihnen bei einem Anfall schnelle Linderung verschafft. Liegt eine Allergie gegen Pollen oder Hausstaubmilben vor, verordnet der Arzt gelegentlich auch eine Hyposensibilisierung. Dabei wird das Immunsystem langsam an die allergieauslösenden Stoffe gewöhnt.

Asthma: Risikofaktoren und Ursachen

Asthma ist sowohl auf genetische Einflüsse als auch Umweltfaktoren zurückzuführen. Wer Allergien wie Heuschnupfen oder Neurodermitis hat, aktiv oder passiv raucht, an einer Atemwegsinfektion leidet oder nahe Verwandte hat, die an Asthma erkrankt sind, hat ein höheres Risiko, ebenfalls an Asthma zu erkranken. Das gilt auch, wenn die Eltern während der Schwangerschaft rauchen. Kinder, die mit einem geringen Gewicht zur Welt kommen, leiden später häufiger unter Asthma als normalgewichtige Neugeborene. Übergewicht und Bewegungsmangel im Kindesalter erhöhen ebenfalls das Asthmarisiko. Dazu kann auch übertriebene Hygiene ein Risiko darstellen, da dies das Auftreten von Allergien fördert. 

Asthma vorbeugen

  • Tabakrauch und andere Auslöser meiden

    Um Asthma zu vermeiden, ist es wichtig, etwaige Auslöser so gut wie möglich zu reduzieren. Dazu gehört auch der Verzicht auf Tabakkonsum, da dieser Entzündungsprozesse im Körper fördert.

  • Bewegung in den Alltag integrieren

    Regelmäßige, körperliche Bewegung verbessert die Lungenfunktionen und den Gasaustausch, steigert die Herzleistungsfähigkeit und die Sauerstoffnutzung in den Muskeln. Vorsicht: Wer den Verdacht hat, bereits an Asthma zu leiden, sollte sich ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt sportlich nicht überfordern.

  • Atem- und Entspannungstechniken erlernen

    Wer bereits an Asthma leidet, kann zumindest den gefährlichen Anfällen vorbeugen. In speziellen Asthmaschulungen lernen Betroffene verschiedene Entspannungstechniken und Atemtechniken, die ihnen helfen, besser Luft zu bekommen.

IKK Med

Haben Sie Fragen zu einer Krankheit, Behandlung oder einem Medikament? Dann fragen Sie uns gern. Über unsere kostenlose Hotline IKK Med stehen Ihnen unsere Experten zu Verfügung und beraten Sie zu medizinischen Angelegenheiten.

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