Krebs: Informationen und Angebote für Betroffene

Jedes Jahr erkranken insgesamt etwa 492.000 Menschen an Krebs. Bei Männern treten die bösartigen Tumore am häufigsten an der Prostata auf, während bei Frauen Brustkrebs an erster Stelle steht. Sind Sie oder einer Ihrer Lieben betroffen oder wollen Sie einer Krebserkrankung vorbeugen? Wir unterstützen Sie mit einem breiten Angebot an Behandlungs- und Vorsorgeangeboten.

Leistungen zur Krebsvorsorge und Krebsfrüherkennung

Werden sie früh genug diagnostiziert, können viele Arten von Krebs mittlerweile erfolgreich behandelt oder sogar schon im Voraus verhindert werden. Eine engmaschige Vorsorge stellt damit die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen die Erkrankung dar.

Sprechstundenhilfe, Ärztin und Patientin sprechen am Empfang einer Praxis

Vorsorge

Krebsvorsorge für Frauen

Werden Brust- oder Gebärmutterhalskrebs frühzeitig erkannt, steigen die Heilungschancen. Bei der IKK classic versicherte Frauen können deshalb regelmäßig kostenfreie Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung in Anspruch nehmen. Mehr erfahren

Sprechstundenhilfe reicht einem älteren Patienten seine Versichertenkarte

Vorsorge

Krebsvorsorge für Männer

Weil Männer seltener zum Arzt gehen, wird Krebs häufig erst spät erkannt. Im Interesse Ihrer Gesundheit sollten Sie daher ab einem Alter von 45 Jahren die kostenfreien Vorsorgeuntersuchungen zur Krebsfrüherkennung wahrnehmen. Mehr erfahren

  • Sprechstundenhilfe spricht mit einem älteren Patienten am Empfang einer Praxis

    Vorsorge

    Darmkrebsvorsorge

    Rechtzeitig entdeckt, kann Darmkrebs in nahezu 100 Prozent der Fälle geheilt oder verhindert werden. Versicherte ab 50 Jahren sollten daher regelmäßig zur Krebsvorsorge. Mehr erfahren

  • schön gebräunter Rücken einer jungen Frau

    Vorsorge

    Hautkrebsvorsorge

    Um Hautkrebs vorzubeugen, können Versicherte ab 35 Jahren oder mit bestehenden Risikofaktoren ein regelmäßiges Hautkrebs-Screening wahrnehmen. Mehr erfahren

  • Display eines Mammographie-Gerätes

    Besondere Versorgung

    Ergänzungsbefund

    Bei Ihnen besteht nach einer Mammographie der Verdacht auf Brustkrebs? Wir unterstützen Sie mit qualitätsgesicherter Mamma-Diagnostik (QuaMaDi). Mehr erfahren

  • Frau hält ein Modell der Eierstöcke vor ihren Unterleib

    Besondere Versorgung

    Risikofeststellung

    Eine familiäre Häufung von Brust- und Eierstockkrebs kann auf eine genetische Veranlagung hinweisen. Ein Gentest kann Ihr ererbtes Krebsrisiko analysieren. Mehr erfahren

    Ärztin hält eine mit Impfstoff gefüllte Spritze in der Hand

    Vorsorge

    Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

    Humane Papillomviren (HPV) sind maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs und weiteren Krebsarten beteiligt. Aber: Eine Impfung kann davor schützen. Die IKK classic übernimmt die Kosten für Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren. Mehr erfahren

    Angebote zur Krebstherapie

    Dank moderner Behandlungsmethoden sind viele Krebserkrankungen mittlerweile heilbar. Die Therapie passt sich den individuellen Umständen der Patienten an und hängt von der Art und Lage der Tumore ab. Die wichtigsten Säulen der Krebsbehandlung sind: Operationen, Chemotherapie, Strahlentherapie und im Falle von Leukämie eine Knochenmarks- oder Stammzelltherapie.

    IKK Promed für Brustkrebs

    Mehr als die Hälfte der Brustkrebserkrankungen kann inzwischen geheilt werden. Das strukturierte Behandlungsprogramm IKK Promed gewährt Patientinnen eine optimale Behandlung und verhilft ihnen so zu mehr Lebensqualität.

    Mehr erfahren
    Ärztin erläutert einem Patienten die nächsten Behandlungsschritte

    Kundenservice

    IKK Zweitmeinung – Onkologie

    Wer mit der Diagnose Krebs konfrontiert wird, möchte die bestmögliche Versorgung. Sie können sich deshalb von ausgewiesenen Spezialisten eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung zu einer geplanten Krebstherapie einholen. Mehr erfahren

    • Mutter hält die Hand ihres schwerkranken Kindes

      Besondere Versorgung

      Krebskranke Kinder

      Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, verändert sich auf einen Schlag das gesamte Leben. Die IKK classic unterstützt betroffene Familien in dieser schweren Zeit durch wohnortnahe Behandlung. Mehr erfahren

    • Patient liegt in einem Computertomographen

      Besondere Versorgung

      Strahlentherapie mit Cyberknife

      Profitieren Sie in der ambulanten onkologischen Therapie von der präzisesten Form der Strahlentherapie, die Tumorgewebe unmittelbar zerstören kann. Mehr erfahren

    • Arzt im Gespräch mit einem Patienten

      Besondere Versorgung

      Psychoonkologische Behandlung

      Die psychoonkologische Versorgung hilft von Krebs betroffenen Patienten dabei, Kraft zu schöpfen und ihr Leben trotz der Diagnose Krebs positiv zu gestalten. Mehr erfahren

    • Frau tastet ihre rechte Brust ab

      Besondere Versorgung

      Echotherapie

      Gutartigen Tumore der Brust oder Schilddrüse können durch eine besondere Form des Ultraschalls entfernt werden – schonend und ohne chirurgischen Eingriff. Mehr erfahren

      Palliativmedizinische Versorgung

      Die IKK classic unterstützt Patienten mit einer lebensverkürzenden Erkrankung und ihre Angehörigen in der terminalen Phase. Erfahren Sie mehr über unsere Behandlungsangebote rund um die palliativmedizinische und -pflegerische Versorgung.

      Mehr erfahren

      Rundumbetreuung für betroffene Familien

      Eine Krebserkrankung wirft oft nicht nur Betroffene selbst aus der Bahn, sondern verändert auch das Leben ihrer Angehörigen. In solchen Ausnahmesituationen benötigen Familien besondere Unterstützung.

      Mutter tröstet ihren Sohn

      Besondere Versorgung

      Hilfe für betroffene Familien

      Wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt, belastet das alle Familienmitglieder – auch Partner und Kinder. Diesen Familien bieten wir eine individuelle Betreuung durch einen Familien-Scout an. Mehr erfahren

      Junge in blauem T-Shirt hält seine kleine Schwester im Arm

      Vorsorge

      Präventionsprogramm für Geschwisterkinder

      Kinder mit kranken Geschwistern sind besonderen Herausforderungen ausgesetzt. Das Präventionsprogramm SuSi hilft ihnen, die Situation zu verstehen und eigenständig zu bewältigen.

      Krebs – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

      Die eine Form der Krebserkrankung gibt es nicht. Der Begriff umfasst eine Vielzahl verschiedener Krankheitsbilder, die eine Gemeinsamkeit verbindet: Körperzellen vermehren sich unkontrolliert und zerstören dadurch umliegendes Gewebe.

      Was ist Krebs?

      Auch gesunde Zellen teilen sich – zum Beispiel, um eine Schnittwunde mit neuer Haut zu verschließen. Gefährlich wird dieser Vorgang erst, wenn sich die Zellen über ein normales Maß hinaus vermehren. Denn dann entstehen Geschwülste aus Gewebe, sogenannte Neoplasien – auch bekannt als Tumore.

      Einen Tumor zu haben bedeutet aber noch nicht, dass man an Krebs leidet. Manche Tumorarten bezeichnen Mediziner als benigne oder gutartige Tumore, denn sie wachsen nur langsam und dringen nicht in das umliegende gesunde Gewebe ein. Wenn gutartige Tumore an riskanten Stellen wie dem Gehirn sitzen, können sie aber dennoch zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.

      Als Krebs bezeichnet werden dagegen nur maligne oder bösartige Tumore. Diese wachsen unkontrolliert in benachbarte Gewebe oder Organe hinein und zerstören deren Zellstrukturen. Über die Blutbahn und das Lymphsystem können sich bösartige Tumore außerdem im ganzen Körper ausbreiten und Tochtertumore bilden, sogenannte Metastasen. Mediziner sprechen dann davon, dass der Krebs "streut".

       

      Welche Krebsarten gibt es?

      Vom Kopf-Hals-Tumor bis zu Tumoren der inneren und äußeren Geschlechtsorgane kann Krebs fast alle Organe des menschlichen Körpers betreffen. Bei Männern treten Tumore am häufigsten in der Prostata auf, dann folgen Darm und Lunge. Frauen leiden zumeist an Brustkrebs, ebenfalls gefolgt von Darmkrebs.

      Mediziner unterscheiden Krebsgeschwüre dabei nicht nur nach ihrer Lokalisation, sondern auch nach der Art der entarteten Zellen:

      • Karzinome bestehen aus Zellen des sogenannten Epithels, also der Organoberflächen. Sie verursachen den Großteil der Krebserkrankungen.

      • Sarkome bilden sich vor allem aus Binde- oder Stützgewebe, also Muskeln, Fettzellen oder auch Knochen.

      • Blastome entstehen während der Entwicklung von Organen oder Gewebe und treten daher zumeist bei Kindern auf.

      • Bei manchen Krebsarten wie Blutkrebs (Leukämie) gibt es gar keine typischen Tumore, da die entarteten Zellen sich ­­­im Blut befinden.

      Mutter trägt Baby auf dem Arm und telefoniert

      Kundenservice

      IKK Med

      Sie haben Fragen zu einer Krankheit, einer Behandlung oder einem verschriebenen Arzneimittel? Unsere Experten von IKK Med beraten Sie in medizinischen Angelegenheiten. Mehr erfahern

      Kann man Krebs vorbeugen?

      Ob jemand im Laufe seines Lebens an Krebs erkrankt, hängt teilweise von genetischen Faktoren ab. Erkranken zum Beispiel in einer Familie gehäuft junge Menschen an Dickdarmkrebs, liegt vermutlich eine erbliche Veranlagung vor. Risikopatienten können aber durch die Teilnahme an Untersuchungen zur Früherkennung vorsorgen.

      Auch wenn Krebs an sich nicht ansteckend ist: Einige Krebsarten stehen im Zusammenhang mit bestimmten Viren. Zum Beispiel fördern Humane Papillomviren (HPV) die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Hier kann man sein Krebsrisiko durch das Verhindern einer Infektion minimieren – etwa durch eine HPV-Impfung.

      Zuletzt spielt auch der eigene Lebensstil eine Rolle. Wer auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung achtet, kann sein Krebsrisiko erheblich senken. Bekannte Risikofaktoren sollte man ebenfalls meiden.

      Risikofaktoren für die Enstehung von Krebs

      Wer diese potenziellen Krebsauslöser vermeidet, verringert sein Risiko für eine Krebserkrankung.

      • Rauchen und Tabakkonsum

      • Zu wenig Bewegung

      • Übergewicht

      • eine unausgewogene, ballaststoffarme Ernährung

      • zu hoher Fleischkonsum (vor allem rotes und verarbeitetes Fleisch)

      • Kontakt mit Umweltgiften und krebserregenden Stoffen (z.B. Pestizide)

      • Strahlung (z.B. Röntgenstrahlung oder UV-Strahlung)

      • Hormonersatztherapien

      Trotzdem gilt: Ein gesunder Lebensstil garantiert keinen hundertprozentigen Schutz vor Krebs. Daher bleibt die Teilnahme an den empfohlenen jährlichen Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung die beste Waffe im Kampf gegen den Krebs. Denn bei frühzeitiger Erkennung können fast alle Krebserkrankungen gut behandelt werden.

       

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