Versicherung für Rentner

Mit uns sind Sie versorgt. Und können sich im Alter zurücklehnen.

Mit dem Ruhestand beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Dieser bringt viele Änderungen mit sich – auch hinsichtlich Kranken- und Pflegeversicherungsschutz.

Als Rentenantragsteller füllen Sie das Formblatt „Meldung zur Krankenversicherung der Rentner“ aus. Dieses erhält die IKK classic anschließend zur Prüfung der Voraussetzungen der Krankenversicherung der Rentner (KVdR). Über das Ergebnis, also ob die Vorversicherungszeit erfüllt ist und wann die KVdR beginnt, werden anschließend sowohl der Rentenversicherungsträger als auch Sie informiert. Grundlegende Voraussetzung für die KVdR ist der Bezug einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Renten aus anderen Versicherungssystemen – wie Versichertenrenten der gesetzlichen Unfallversicherung oder Renten aus privaten Versicherungsverträgen – führen nicht zur KVdR.

Zudem müssen die zukünftigen Rentner während ihres Erwerbslebens über­wiegend gesetzlich krankenversichert gewesen sein. Dies ist dann der Fall, wenn sie in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens zu mindestens 90 Prozent in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren (sogenannte Vorversicherungszeit). Auf die erforderliche Vorversicherungszeit wird außerdem für jedes Kind, Stiefkind oder Pflegekind eine Zeit von drei Jahren angerechnet. Bei Hinterbliebenen kann die Vorversicherungszeit auch in der Person des Verstorbenen erfüllt sein. Waisenrentner erhalten ohne Berücksichtigung einer Vorversicherungszeit Zugang zur KVdR.

Gut zu wissen: In der privaten Krankenversicherung zurückgelegte Zeiten bleiben dagegen generell außen vor.

Was ist hinsichtlich der Vorversicherungszeit zu beachten?

Bei der Vorversicherungszeit werden Pflichtmitgliedschaft, freiwillige Versicherung und Familienversicherung berücksichtigt. Unbedeutend ist, auf welcher Grundlage die eigene Pflichtmitgliedschaft zustande kam. So werden Zeiten einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung genauso her­angezogen wie die Zeiten der Krankenversicherungspflicht als Student oder als Bezieher von Arbeitslosengeld bzw. Arbeitslosengeld II. Ebenfalls spielt es keine Rolle, ob eine Familienversicherung von einem Elternteil oder dem Ehegatten / eingetragenen Lebenspartner abgeleitet wurde.

Darüber hinaus werden auf die erforderliche Mitgliedszeit für jedes Kind, Stiefkind oder Pflegekind drei Jahre angerechnet. Die Anrechnung erfolgt unabhängig davon, von wem und in welchem zeitlichen Umfang ein Kind tatsächlich erzogen wurde. Es ist auch nicht relevant, ob für die Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit unterbrochen wurde oder ob diese Unterbrechung tatsächlich in die zweite Hälfte des Erwerbslebens fiel.

Haben Sie bis zum 01.08.2017 die Vorversicherungszeit nicht erfüllt und sind deshalb freiwillig versichert oder versicherungspflichtig in einer sogenannten Auffangversicherung? Haben Sie Kinder und könnten Sie deshalb durch die Neuregelung die nötige Vorversicherungszeit für die Aufnahme in die KVdR doch noch erreichen? Dann stellen Sie bitte einen formlosen Antrag auf "Berücksichtigung von Kindern bei der Vorversicherungszeit für die KVdR" und fügen Sie die nötigen Nachweise in Kopie bei. Gern prüfen wir Ihre Voraussetzungen für die Versicherung in der KVdR dann erneut.

Sollte die Vorversicherungszeit für die KVdR trotz allem nicht nachgewiesen werden können, kommt gegebenenfalls eine kostenfreie Familienversicherung in Betracht. Das monatliche Gesamtein­kommen (einschließlich Rente) darf dann jedoch nicht mehr als 415 Euro betragen. Für geringfügig entlohnt Beschäftigte gilt die besondere Einkommensgrenze von 450 Euro. Ansonsten greift die so genannte obligatorische An­schlussversicherung. Hier kommt die „freiwillige“ Mitgliedschaft nach beendeter Krankenver­sicherungspflicht bzw. Familienversicherung kraft Gesetzes verpflichtend zustande. Es sei denn, innerhalb von zwei Wochen nach dem Hinweis der Krankenkasse über die Möglichkeit auszutreten, wird der Austritt erklärt. In diesem Fall ist zusätzlich das Bestehen eines anderweitigen An­spruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachzuweisen. Voraussetzung ist, dass sich der ander­weitige Anspruch grundsätzlich lückenlos an die vorangegangene Versicherung anschließt.

Wann beginnt meine Mitgliedschaft?

Die KVdR-Mitgliedschaft beginnt mit dem Tag, an dem der Rentenantrag gestellt wird. Dies gilt auch, wenn die Rente zu einem früheren Zeitpunkt beginnt. Wer noch nach anderen Vorschriften pflichtversichert ist – zum Beispiel aufgrund einer Beschäftigung oder als Bezieher von Leistungen der Arbeitsagentur – bei dem beginnt die KVdR-Mitgliedschaft erst nach dem Wegfall dieser Vorrangversicherung. Sie beginnt darüber hinaus auch nicht, solange eine selbstständige Erwerbstätig­keit hauptberuflich ausgeübt wird. Beamte sind in jedem Fall kraft Gesetzes von der KVdR ausgeschlossen.

Welche Voraussetzungen hat die KVdR?

Der Beginn der Mitgliedschaft in der KVdR setzt den Bezug einer Rente voraus. Solange darüber noch nicht entschieden ist und keine Vorrangversicherung besteht, kommt es zur formalen Rentenantragstellermitgliedschaft. Sie unterscheidet sich von der KVdR nur hinsichtlich der Beitragsgestaltung.

Wann endet meine Mitgliedschaft?

Die KVdR-Mitgliedschaft besteht für die gesamte Dauer des Rentenanspruchs. Bei Altersrentnern handelt es sich daher um eine Absicherung auf Lebenszeit. Anders verhält es sich bei Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrentnern. Deren Anspruch ist in der Regel zeitlich begrenzt oder von den jeweiligen Einkommens- und persönlichen Verhältnissen abhängig. Wird die Rente eingestellt, endet auch die Mitgliedschaft in der KVdR.

Kommt es nicht zur Rentenbewilligung, endet die Rentenan­tragstellermitgliedschaft mit dem Tag, an dem die Ablehnung des Antrags unanfechtbar geworden ist (ein Zeitmonat nach Bekanntgabe des Ablehnungsbescheides). Wird dagegen der Rentenanspruch anerkannt, endet sie mit dem Tag vor Rentenbeginn.

Gut zu wissen: Die Mitgliedschaft in der KVdR oder die als Rentenantragsteller endet auch zu dem Zeitpunkt, zu dem ein Tatbestand für eine vorrangige Pflichtversicherung eintritt.

3 Gründe für die IKK classic

Mitglied werden
  • Mit den Angeboten des IKK Gesundheitskontos bleiben Sie im Alter gesund und aktiv. 

  • Bei dem Bonusprogramm der IKK classic erhalten Sie bis zu 150 Euro für gesundheitsfördernde Maßnahmen. 

  • Ihnen stehen bei Bedarf sämtliche Leistungen der Pflegeversicherung zur Verfügung. 

Die Zusatzleistungen der IKK classic

Gesundheitskurse/Onlinekurse

90 Euro pro Kurs, maximal zwei Kurse jährlich – maximale Erstattung: 180 Euro. 
Auf der IKK-Webseite unter Gesundheitskurse können Sie mit Hilfe der Kurssuche zertifizierte Angebote in Ihrer Region finden. Außerdem können Sie im IKK-Servicecenter eine Liste mit zertifizierten Gesundheitskursen erhalten. Zertifizierte Kurse von Sport- und Turnvereinen sowie Fitnessstudios werden bezuschusst, wenn dafür eine gesonderte Kursgebühr erhoben wird. Gesundheitskurse für Kinder werden ab einem Alter von sechs Jahren bezuschusst.

IKK Aktiv-Tage

Maximale Erstattung: 180 Euro. Was die IKK Aktiv-Tage genau sind? Die IKK Aktiv-Tage sind ein viertägiger Aufenthalt in einer Kureinrichtung, bei dem Sie an zwei Gesundheitskursen Ihrer Wahl teilnehmen. Wir bezuschussen Ihre Teilnahme an zwei Kursen mit 180 Euro.

Reiseschutzimpfungen

Die IKK Kostenübernahme für den Impfstoff: 100 Prozent – abzüglich gesetzlicher Zuzahlung. Kostenübernahme für ärztliche Leistungen: in Höhe der vereinbarten vertragsärztlichen Vergütung. 

Professionelle Zahnreinigung (Für Versicherte ab 18 Jahren)

Die IKK erstattet bis zu 40 Euro. 

Osteopathie

Bei einem anerkannten Osteopathen erstatten wir vier Sitzungen zu je 40 Euro. Maximal werden also 160 Euro erstattet. Der Therapeut muss eine qualifizierte osteopathische Ausbildung erfolgreich absolviert haben. Für eine Erstattung ist zudem eine ärztliche Verordnung erforderlich, wenn die osteopathische Behandlung nicht durch einen Arzt oder Heilpraktiker erfolgt.

Homöopathische Arzneimittel

Die IKK erstattet bis zu 50 Euro. Homöopathische Arzneimittel sind erstattungsfähig, wenn sie den deutlich erkennbaren Hinweis „homöopathisches Arzneimittel“ tragen, von einem Arzt verordnet werden, nicht verschreibungspflichtig, aber apothekenpflichtig sind.

IKK classic Beiträge für Rentner

Der einheitliche Beitragssatz für alle gesetzlichen Krankenkassen beträgt derzeit 14,60 Prozent – und gilt auch für Rentner. Der Beitrag wird je zur Hälfte vom versicherten Rentner und vom Rentenversicherungsträger getragen. Das gilt auch für den Zusatzbeitrag – er wird ebenfalls hälftig vom versicherten Rentner und dem Rentenversicherungsträger getragen. 

Hinsichtlich der Höhe der zu zahlen­den Beiträge ist zudem zu unterscheiden nach:

Pflichtversicherte Rentner (KVdR)

Bei pflichtversicherten Rentnern unterliegt zunächst die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung der Beitrags­bemessung. Maximal sind Beiträge aus der Beitragsbemes­sungsgrenze zu zahlen. Maßgebend ist der bundeseinheitliche allgemeine Beitrags­satz. Dieser beträgt aktuell 14,6 Prozent. Hieran beteiligt sich der Rentenversicherungsträger zur Hälfte – also mit 7,3 Prozent. Darüber hinaus sind aus der Rente Beiträge nach dem individuellen Zusatzbeitragssatz der jeweiligen Krankenkasse vom Rentner allein zu zahlen. Veränderun­gen des Zusatzbeitragssatzes werden im Rahmen der KVdR immer erst mit einer zweimonatigen Verzögerung wirksam.

Gut zu wissen: Trotz Anwendung des allgemeinen Beitragssatzes besteht kein Anspruch auf Krankengeld. Der Gesetzgeber rechtfertigt dies mit den für Rentner durch­schnittlich höheren Leistungsausgaben.

Die Beiträge zur Pflegeversicherung muss der Rentner allein aufbringen. Derzeit liegen diese bei 3,05 Prozent. Für Kinderlose, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, erhöht sich der Beitragssatz um 0,25 Prozentpunkte. Ausge­nommen sind alle vor dem 1. Januar 1940 geborenen Rentner.

Der Rentenversicherungsträger übernimmt die Aufgabe der Beitragszahlung. Dazu behält er den Versichertenanteil ein und überweist ihn zusammen mit seinem Anteil an den Gesundheitsfonds. Ausgezahlt wird daher nur die um die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge verminderte Rente (Nettorente).

Ausländische Renten und Renten der Deutschen Rentenversicherung sind beitragsrechtlich gleichgestellt. Das heißt, auch die von staatlichen Trägern ausländischer Rentensysteme gezahlten Leistungen unterliegen der Beitragspflicht. Allerdings beteiligt sich der ausländische Träger nicht an der Abführung der Beiträge. Es sind derzeit 7,3 Prozent für die Kranken- und 3,05 Prozent beziehungsweise 3,3 Prozent für die Pflegeversicherung vom Rentner allein zu zahlen – und zwar direkt an die Krankenkasse. Hinzu kommt der individuelle Zusatzbeitragssatz. Übrigens: Unnötige Nachberechnungen lassen sich bei ausländischen Rentenansprüchen durch vollständige Angaben bereits bei Rentenantragstellung verhindern.

Neben der Rente sind Versorgungsbezüge (wie zum Beispiel Betriebs­renten oder Pensionszahlungen) und Einkünfte aus nebenberuflicher Selbstständigkeit (Arbeitseinkommen) beitrags­pflichtig. Die Beiträge daraus müssen in voller Höhe und allein getragen werden. Sie fallen allerdings nur an, wenn sie die monatliche Grenze in Höhe von 152,25 Euro überschreiten. Auch ein­malig gezahlte Versorgungsbezüge unterliegen grundsätzlich der Beitragspflicht. Die Kapitalleistung ist hierbei auf zehn Jahre (ein Hundertzwanzigstel monatlich) umzulegen.

Waisenrentner sind in der KVdR generell beitragsfrei – jedenfalls bis zum Erreichen der Altersgrenzen für einen Anspruch auf Familienversicherung.

Freiwillig versicherte Rentner

Anders als bei pflichtversicherten Rentnern gilt für freiwillig versicherte Rentner das Prinzip der Beitragsbemessung nach der gesamten wirt­schaftlichen Leistungsfähigkeit. Für die Beitragsberechnung kommen deshalb alle zur Verfügung stehenden Einnahmen in Betracht: Mieten, Pachten, Kapitalerträge genauso wie die Rente sowie gegebenenfalls Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen.

Für Rente, Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen gilt aus Gründen der Gleichbehandlung mit der KVdR ebenfalls der allgemeine Beitragssatz zur Berechnung der Krankenver­sicherungsbeiträge. Aus allen anderen Einkunftsarten sind Beiträge nach dem ermäßigten Beitragssatz zu zahlen. Hinzu kommt der individuelle Zusatzbeitragssatz.

Die Beitragsabführung ist jedoch gegenüber der KVdR anders geregelt: Anstatt die Beiträge aus der Rente einzu­behalten, zahlt der Rentenversicherungsträger die Rente in voller Höhe aus. Zusätzlich gewährt er einen Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag, der dem Anteil eines pflichtversicherten Rentners entspricht. Der Beitragszuschuss muss beim Rentenversicherungsträger beantragt werden.

Im Rahmen der freiwilligen Versicherung sind Beiträge mindestens aus der sogenannten Mindestbemessungsgrundlage zu zahlen, auch wenn die Rente niedriger ausfällt.

Rentenantragsteller

Für bestimmte Rentenantragsteller besteht Beitragsfreiheit. Beispielsweise dann, wenn ein Anspruch auf Fami­lienversicherung dem Grunde nach gegeben wäre und sie weder Versorgungsbezüge erhalten noch Arbeitseinkommen erzielen.

Dagegen werden die beitragspflichtigen Rentenan­tragsteller wie freiwillige Mitglieder ohne Rentenbezug behan­delt.

Ihre Vorteile auf einen Blick

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Hinzuverdienst in der Rente

Eine Beschäftigung neben der Rente bessert nicht nur die Haushaltskasse auf, sie bringt auch Abwechslung in den Alltag. Sofern Altersrentner bereits die Regelaltersgrenze erreicht haben, können sie grundsätzlich unbegrenzt zu ihrer Rente hinzuverdienen. Frührentner sollten dagegen auf ihre individuellen Hinzuverdienstgrenzen achten. Das gilt auch für Bezieher von Erwerbsminderungs-, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente. Welche Hinzuverdienstgrenzen aktuell gelten, berechnen Sie spielend einfach mit unserem Hinzuverdienstrechner.

Zum Hinzuverdienstrechner

Rentner werden häufig in den Grenzen der Geringfügigkeit beschäftigt. Es gibt aber auch immer mehr, die noch im versicherungspflichtigen Umfang weiterarbeiten. So oder so ergeben sich versicherungs-, beitrags- und melderechtliche Konsequenzen: 

Bin ich geringfügig Beschäftigter?

Als kurzfristig Beschäftigte sind Rentner unter den allgemeinen Voraussetzungen sozialversicherungsfrei. Besonderheit: Ist der Rentner erst im Jahresverlauf aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden, werden für die Prüfung der Kurzfristigkeit nur die Beschäftigungszeiten nach dem Ausscheiden berücksichtigt.

Rentner mit einem Minijob – also mit einem regelmäßigen Arbeitsentgelt, aber maximal bis zur Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro im Monat – sind kranken-, pflege- und arbeitslosenversicherungsfrei. In der Rentenversicherung besteht grundsätzlich Versicherungspflicht, mit der Möglichkeit der Befreiung. Bezieher einer Altersvollrente sind generell rentenversicherungsfrei.

Gehe ich einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nach?

Sofern für beschäftigte Rentner Versicherungspflicht in einzelnen Zweigen der Sozialversicherung besteht, dann gilt auch hier: Liegt das regelmäßige Arbeitsentgelt in der so genannten Gleitzone von 450,01 bis 850,00 Euro wird der Beitragsanteil des Arbeitnehmers entsprechend der Gleitzonenformel reduziert. Hierfür können Sie unseren Gleitzonenrechner nutzen.